15.12.2011

Kein Anstieg der Unternehmensausfälle für 2012 absehbar

DARMSTADT. Unbeeindruckt dieser Unsicherheit zeigt sich jedoch die Ausfallrate der deutschen Unternehmen. "Der Deutschland-Index lag im November weiter auf dem Niveau der Monate September und Oktober", berichtet Martin Zuberek, Direktor und Risikoexperte der Hoppenstedt360 GmbH. "Aller Schwarzmalerei zum Trotz sehen wir für Deutschland aktuell kein Indiz, dass in den kommenden 12 Monate mehr Unternehmen ausfallen."  

Mit Blick auf die Entwicklung der vergangenen Monate ist eher ein gegenläufiger Trend ablesbar. Zwar lag der Deutschland-Index im November bei 93,6 Prozent und damit geringfügig über dem Wert von Oktober (93,5 Prozent). Jedoch ist im Vergleich zum Jahresbeginn der Index und damit die Ausfallrate deutlich gefallen. Konkret heißt das: Stand November 2011 verzeichnet Hoppenstedt360 einen Rückgang der Ausfallrate deutscher Unternehmen um 6,4 Prozentpunkte bezogen auf den Referenzwert 100 zu Beginn des Jahres. Das solide Wirtschaftswachstum Deutschland mindert damit das Risiko für die Unternehmen, binnen der folgenden 12 Monate auszufallen.  

Wider der Schwarzmalerei – kein Anstieg bei Unternehmensausfällen für 2012 erwartet

Die Entwicklung des Deutschland-Index bedeutet mit Blick auf das Jahr 2012 derzeit kein Anstieg der Ausfallrate. Die Unternehmen in Deutschland sind damit so gut aufgestellt, dass sie mit dem erwarteten geringeren Wachstum umgehen können. "Die Unternehmen haben aus der letzten Krise gelernt und ihre Hausaufgaben gemacht", konstatiert Zuberek. "Zudem bleibt das Durchschlagen der Turbulenzen an den Finanzmärkten auf die Realwirtschaft weitgehend aus." Ausgehend vom heutigen Stand wird die deutsche Wirtschaft im kommenden Jahr weniger wachsen, aber immerhin trotzdem wachsen. Nach absehbaren 2,9 Prozent in diesem Jahr erwartet Hoppenstedt360 für 2012 ein Wachstum von 0,9 Prozent. In dem Fall von Krise und Rezession zu sprechen, wäre fahrlässig. Die Lage und auch die Aussichten für die Realwirtschaft sind weiter positiv. Es bleibt nur abzuwarten, wie gut die Politik in der EU und Deutschland gemeinsam die Schuldenkrise in den Griff bekommen und damit Ruhe in die Finanzmärkte bringen.

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