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Rohöl lässt Rohstoffpreisindex steigen

Rohöl lässt Rohstoffpreisindex steigen

11.04.2018

Rohöl lässt Rohstoffpreisindex steigen

Der steigende Preis für Rohöl zieht den HWWI-Rohstoffpreisindex im März nach oben – fast alle anderen Rohstoffpreise sinken.

Der HWWI-Rohstoffpreisindex ist im März um 0,4 Prozent (in Euro: +0,5%) gestiegen, nachdem er im Februar, erstmals seit Juli 2017, deutlich gefallen war. Damit scheint der Abwärtstrend in der Preisentwicklung auf den internationalen Rohstoffmärkten vorerst gestoppt. Der Gesamtindex notierte mit 122,0 Punkten (in Euro: +109,7 Punkte) leicht über dem Vormonat.

Der Index für Energierohstoffe stieg um 0,7 Prozent (in Euro: +0,8%), wobei sich Rohöl im Monatsdurchschnitt leicht verteuerte, jedoch die durchschnittlichen Preise für Kohle und Erdgas fielen. Nahrungs- und Genussmittel verteuerten sich im März erneut. Der Index für Nahrungs- und Genussmittel stieg um 1,5 Prozent (in Euro: +1,6%). Dagegen fiel der Index für Industrierohstoffe um 3,3 Prozent (in Euro: -3,2%), wobei vor allem die Preise für NE-Metalle nachgaben. Der Index ohne Energie fiel deshalb um 1,6 Prozent (in Euro: -1,5%) auf 116,2 Punkte (in Euro: +104,5 Punkte). Im Einzelnen sieht das so aus:

Index für Energierohstoffe: +0,7 Prozent (in Euro: +0,8%)

Im März war ein leichter Anstieg des durchschnittlichen Rohölpreises der drei führenden Rohölsorten um 1,3 Prozent (in Euro: +1.4%) auf 64,35 US-Dollar (52,17 Euro) pro Barrel zu verzeichnen. Es wurden Meldungen bekannt, dass die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) und Russland Überlegungen anstellen, ihre bisherige Zusammenarbeit in der Begrenzung der Rohölförderung für weitere 10 bis 20 Jahre fortzusetzen. Weiterhin wird das Angebot durch die anhaltende politische und ökonomische Krise Venezuelas eingeschränkt. Im Einzelnen stieg der Preis für europäisches Rohöl der Sorte Brent am stärksten. Brent verteuerte sich um 1,8 Prozent (in Euro:+1,9%). Rohöl aus dem Nahen Osten stieg um 1,1 Prozent (in Euro: +1,2%) und der durchschnittliche Referenzpreises für die US-amerikanische Rohölsorte, West Texas Intermediate (WTI), stieg um 1,0 Prozent (in Euro: +1,1%).

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Leicht gesunken ist der Preis für Erdgas. Der durchschnittliche Erdgaspreis fiel um 1,0 Prozent (in Euro: -0,9%) gegenüber dem Vormonat. Stärker als im Februar sank der Kohlepreis im März. Kohle verbilligte sich um 4,8 Prozent (in Euro: -4,7%). Insgesamt stieg der Index für Energierohstoffe um 0,7 Prozent (in Euro: +0,8%) auf 122,9 Punkte (in Euro: 110,6 Punkte).

Index für Industrierohstoffe: -3,3 Prozent (in Euro: -3,2%)

Der Index für Agrarische Rohstoffe stieg im März um 0,9 Prozent (in Euro: +1,0%). Dabei stieg der Preis für Schnittholz erneut, der Anstieg fiel jedoch im Vergleich zu den Vormonaten gering aus. Im März verteuerte sich Schnittholz lediglich um 1,7 Prozent (in Euro: +1,8%). Damit wurde der starke Trend im Preisanstieg der letzten Monate unterbrochen.

Deutlich gefallen ist der Index der NE-Metalle. Er gab insgesamt um 4,0 Prozent (in Euro: -3,9%) nach. Auffällig ist, dass alle monatlichen Durchschnittspreise der im Index vertretenen NE-Metalle fielen, nachdem sie sich noch im Vormonat sehr unterschiedlich entwickelt hatten. Die Aussicht auf die Erhebung von Straffzöllen für die Einfuhr von Rohstoffen in die USA hatte die Nachfrage nach NE-Metallen zunächst steigen lassen. Die Lagerbestände wurden deutlich ausgebaut. Nachdem die Pläne der US-amerikanischen Regierung moderater als erwartet ausfielen, werden diese Bestände wieder abgebaut, wodurch angebotsinduziert die Preise sanken. Darüber hinaus preissenkendend wirkten Befürchtungen von Marktteilnehmern, dass durch protektionistische Maßnahmen das globale Wachstum in Zukunft abnehmen könnte.

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Der Preis für Aluminium reduzierte sich um 5,0 Prozent (in Euro: -4,9%). Deutlich sank der Bleipreis. Er fiel um 7,1 Prozent (in Euro: -7,0%). Der Nickelpreis gab um 1,3 Prozent (in Euro: -1,2%) nach, nachdem er in den letzten Monaten gestiegen war. Ebenfalls wurde der positive Preistrend bei Zink und Zinn unterbrochen. Der Preis für Zink sank um 7,3 Prozent (in Euro: -7,2%). Kupfer verbilligte sich erneut. Ferner fiel der Index für Eisenerz und Stahlschrott um 5,5 Prozent (in Euro: -5,4%). Insgesamt fiel der Index für Industrierohstoffe um 3,3 Prozent (in Euro: -3,2%) auf 127,1 Punkte (in Euro: 114,3 Punkte), nachdem er im Februar noch leicht gestiegen war.

Index für Nahrungs- und Genussmittel: +1,5 Prozent (in Euro: +1,6 %)

Im März stieg der Index für Nahrungs- und Genussmittel ein weiteres Mal. Erneut stieg der Preis für Kakao. Dabei fiel die Preissteigerung im März deutlich größer als im Februar.

Kakao verteuerte sich um 17,8 % (in Euro: +17,9 %). Bereits im Februar hatten Meldungen über Ernteausfälle durch Trockenheit die Kakaopreise deutlich steigen lassen. Eine hohe Nachfrage, vor allem aus Europa, nach hochwertigen Kakaobohnen von der Elfenbeinküste und Ghana, ließ den Preis für Kakaobohnen im März erheblich steigen. Ebenfalls lassen die Erwartung von Ernteausfällen durch Trockenheit die Preise für Weizen und Sojaschrott seit Februar steigen.

Im Gegensatz zu Kakao fallen die Preissteigerungen im März hier jedoch geringer aus als im Februar. Im März stieg der Weizenpreis um 4,6 % (in Euro: +4,7 %). Sojaschrott verteuerte sich um 3,9 % (in Euro: +4,0 %). Nachdem der Kaffeepreis bereits im Vormonat leicht gesunken war, fiel er im März erneut. Kaffee verbilligte sich um 1,1 % (in Euro: -1,0 %). Deutlich gefallen ist im März der Preis für Kokosöl. Insgesamt stieg der Index für Nahrungs- und Genussmittel im März auf 100,5 Punkte (in Euro: 90,4 Punkte).

Bild: Vladimir Salman/Shutterstock.com

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