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KraussMaffei wird nach China verkauft

KraussMaffei wird nach China verkauft

19.01.2016

KraussMaffei wird nach China verkauft

Der Maschinenbauer KraussMaffei bekommt chinesische Eigentümer, die den bislang höchsten Betrag für eine Übernahme eines deutschen Unternehmens zahlen.

Chinas größter Chemiekonzern, das Staatsunternehmen ChemChina hat den deutschen Spezialisten für Kunststoff verarbeitende Maschinen, KraussMaffei, gekauft. Der deutsche Konzern steht mit dem österreichischen Konzern Engel weltweit an der Spitze der Kunststoffmanschinenproduzenten. Der Kaufpreis inklusive Schulden liegt bei 925 Millionen Euro.

Die Chinesen hatten seit Längerem Interesse an dem deutschen Maschinenbauexperten mit 1,1 Milliarden Euro Umsatz und weltweit 4500 Beschäftigten. KraussMaffei soll es den Chinesen nun ermöglichen, schneller in High-Tech-Bereiche vorzustoßen. „Verglichen mit anderen Europäischen Staaten finden sie in Deutschland einen hohen Innovationsgrad und ein stabiles Wirtschaftswachstum“ heißt es in einer Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young.

Die Übernahme von KraussMaffei ist laut Daten von Dealogic die größte in Deutschland durch chinesische Unternehmen jemals. Die bislang teuerste Transaktion war der Kauf des Betonpumpenspezialisten Putzmeister für 694 Millionen Dollar im Jahr 2012.

Die Marken KraussMaffei, KraussMaffei Berstorff und Netstal werden fortgeführt und stehen auch in Zukunft für höchste Qualität und Werthaltigkeit. Der Firmensitz der KraussMaffei Gruppe bleibt in München sowie die operative und unternehmerische Verantwortung in Europa. Dies gilt besonders auch für Produktion, Technologie, Patente sowie Forschung und Entwicklung. Die KraussMaffei Gruppe wird weiterhin als eine deutsche Gesellschaft mit mitbestimmtem Aufsichtsrat geführt. Alle bestehenden Tarif- und Standortzusagen gelten unverändert fort.

Foto: KraussMaffei

Autor: Dörte Neitzel

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