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Ab Juli: Lkw-Maut auch auf Bundesstraßen

Ab Juli: Lkw-Maut auch auf Bundesstraßen

09.05.2018

Ab Juli: Lkw-Maut auch auf Bundesstraßen

Ab Juli gilt die Lkw-Maut auf 52.000 Straßenkilometern in Deutschland, weil auch Bundesstraßen einbezogen werden. Die Bezahlstrecken werden damit verdreifacht.

Die Lkw-Maut wird ab dem Sommer auf Bundesstraßen ausgeweitet. Das bringt eine Verdreifachung des Geltungsbereichs der Maut mit sich. Bislang galt die Maut auf rund 15.000 Kilometern von Autobahnen und mehrspurigen Bundesfernstraßen. Ab dem 1. Juli kommen nun zusätzlich sämtliche Bundesstraßen dazu.

Ausweitung lokale Unternehmen

Die Ausweitung ist immens: Baufirmen, Gärtner oder Handwerksbetriebe, die im ländlichen Raum arbeiten und gelegentlich mit einem 7,5-Tonner unterwegs sind, werden ab Juli auf Bundesstraßen eine Maut zahlen müssen. Nicht betroffen ist die Landwirtschaft: Dem landwirtschaftlichen Verkehr etwa mit Traktoren entsteht laut dem Bundesamt keine Mautpflicht.

Im Durchschnitt fallen für Lkw ab 7,5 Tonnen 14 Cent je Kilometer an. Gestaffelt ist dies nach verschiedenen Schadstoffklassen und nach der Zahl der Achsen des Lastwagens. Kontrolliert wird mit neuen, gut vier Meter hohen, blauen Kamerasäulen an den Bundesstraßen. Wer keine Maut bezahlt, muss mit einem Bußgeld zwischen 120 und 480 Euro rechnen.

Palettentransporte dürften sich verteuern

Für den Staat bedeutet dies Mehreinnahmen: Spülte die Maut im vergangenen Jahr rund 4,6 Milliarden Euro in die Kassen des Bundes, sollen es durch die Ausweitung auf Bundesstraßen rund zwei Milliarden Euro mehr werden.

2017 rechnete Toll Collect rund 34 Milliarden Mautkilometer ab. Durch die Änderung werden voraussichtlich rund 30.000 Firmen mit etwa 140.000 Fahrzeugen mehr mit den Gebühren belastet. Das Geld werden am Ende diejenigen zahlen, die die transportierten Güter kaufen. „Die Maut ist für unser Gewerbe wie eine Steuer. Wir werden sie eins zu eins an unsere Kunden weitergeben“, zitiert die Süddeutsche Zeitung Mathias Krage, der Präsident des Deutschen Speditions- und Logistikverbandes.

Von der Einbeziehung der Bundesstraßen besonders betroffen sei der sogenannte Stückgutverkehr, das sind kleinteilige und meist auf Paletten transportierte Gütersendungen. Branchenexperten rechnen damit, dass sich ein einzelner Palettentransport von derzeit etwa 35 Euro um zehn Prozent verteuern wird.

Bild: Wikipedia

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