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Grundsteinlegung für die neue Roboterproduktion von ABB in Shanghai

Grundsteinlegung für die neue Roboterproduktion von ABB in Shanghai (Bild: ABB)

12.09.2019

ABB investiert 150 Mio US-Dollar in Werk in China

ABB hat den Grundstein für eine neue Roboterfabrik in Shanghai gelegt. Die Fabrik soll Anfang 2021 den Betrieb aufnehmen und modernste Automatisierungs- und digitale Fertigungslösungen nutzen.

In die neue Produktions- und Fertigungsstätte für Robotik in China investiert ABB insgesamt 150 Mio US-Dollar. Die neue Fabrik in Kangqiao bei Shanghai  wird eine Fläche von 67.000 m2 besitzen. Es soll die fortschrittlichste, Flexibelste und am höchsten automatisierte Fabrik des Robotiksektors handeln – ein Wer, in dem Roboter Roboter herstellen.

Mit ihren Robotiklösungen bedient ABB eine breite Kundenbasis in Asien. Das Unternehmen beliefert Automobilhersteller, insbesondere im Bereich der Elektromobilität, sowie produzierende Unternehmen in der Elektronikbranche, der Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie, der Pharmaindustrie, der Logistikautomation und vielen anderen Sektoren. ABB geht davon aus, dass der weltweite Umsatz mit Robotern von heute 80 Milliarden US-Dollar auf 130 Milliarden US-Dollar im Jahr 2025 steigen wird. China ist der grösste Markt für Robotik der Welt: 2017 wurde jeder dritte Roboter weltweit nach China verkauft.

Peter Voser, Verwaltungsratspräsident und CEO von ABB: „Die Errichtung der neuen Roboterfabrik ist ein Meilenstein in der Entwicklung von ABB in China und festigt unsere Führungsstellung auf dem grössten Robotikmarkt der Welt. Seit der Ankündigung des Projekts im Oktober letzten Jahres hat uns die lokale Regierung tatkräftig unterstützt. Das Vorhaben wurde 2019 in die Top-10-Projekte der ‚Manufacturing in Shanghai‘-Initiative aufgenommen – eine grosse Ehre für ABB.“

Digitale Fabrik der Zukunft

An Stelle von fixen Fertigungslinien wird die Produktion überwiegend an Automationsinseln erfolgen. Auf diese Weise können sich die Roboter frei von Station zu Station bewegen, was mehr Individualisierung und Flexibilität ermöglicht als ein traditionelles, lineares Produktionssystem. Fahrerlose Transportsysteme (FTS) werden die Produktionsroboter dabei zur richtigen Zeit mit den notwendigen Teilen versorgen.

Gleichzeitig werden modernste Kollaborationstechnologien ermöglichen, dass Mensch und Roboter sicher Seite an Seite arbeiten können. Das macht die Fertigungsprozesse flexibler und agiler und vereint die Vorteile von Robotern mit den einzigartigen Fähigkeiten von Menschen.

Das Modell der neuen Roboter-Fabrik von ABB in Shanghai

Das Modell der neuen Roboter-Fabrik von ABB in Shanghai (Bild: ABB)

Die Fabrik ist als komplettes digitales Produktions-Ökosystem konzipiert. Alle physischen Objekte, also jede Maschine, jeder Roboter, autonome Transporteinheiten, aber auch das Fabrikgebäude, werden durch digitale Abbilder, sogenannte Digitale Zwillinge, repräsentiert. Fertigungsprozesse werden ebenfalls zuerst digital simuliert, bevor sie umgesetzt werden. Die Vorteile sind eine deutlich höhere Planungssicherheit, verkürzte Produktanlaufzeiten und damit geringere Kosten. Mit Hilfe eines Systems, das auf maschinellem Lernen beruht, wird ABB die Roboter noch während der Montage prüfen und damit
höchste Qualitätsstandards gewährleisten.

„Als Marktführer für Industrieroboter in China sind wir stolz, die chinesische Industrie beim Ausbau ihres Fertigungssektors unterstützen zu können. Die Entwicklung des Landes zum globalen Fertigungszentrum, der anhaltende Trend zur individualisierten Massenfertigung und der zunehmende Fachkräftemangel werden trotz kurzfristiger Herausforderungen im chinesischen Markt weiterhin für eine kräftige, beständige Nachfrage nach Automationslösungen in der Region sorgen“, erklärt Sami Atiya, Leiter des Geschäftsbereichs Robotik & Fertigungsautomation von ABB. „Wir gehen davon aus, dass sich unser Portfolio in den kommenden Jahren sowohl in der Breite als auch in der Tiefe nahezu verdoppeln wird. Daher benötigen wir eine Fabrik, die ein breiteres Spektrum an Robotern produzieren und Mengen effizient skalieren kann, damit wir auf Marktveränderungen und technologische Trends reagieren können“, so Atiya weiter.

Weltweit engagiert

ABB Robotics betreibt weltweit drei Fabriken: Das neue Werk in Shanghai, welches die jetzige Fabrik dort ersetzen wird, wird Kunden in Asien unterstützen. Die Fabrik im schwedischen Västerås beliefert Kunden in Europa und das Werk in Auburn Hills, Michigan, bedient den amerikanischen Kontinent.

ABB deckt in China, ihrem zweitgrössten Markt, sämtliche Geschäftsaktivitäten ab – von der Forschung und Entwicklung über die Produktion bis zum Vertrieb und Service. Das Unternehmen beschäftigt in 44 lokalen Gesellschaften in 131 Städten rund 20.000 Mitarbeiter. Im Robotikgeschäft von ABB in China sind mehr als 2.000 Ingenieure, Technologieexperten und Projektverantwortliche an 20 Standorten im ganzen Land tätig. Seit 1992 hat ABB in China insgesamt mehr als 2,4 Mrd US-Dollar investiert.

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Autor: Kathrin Irmer

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