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Digitalisierung im Einkauf heißt Netzwerken über die Cloud

Digitalisierung im Einkauf heißt Netzwerken über die Cloud

07.08.2018

Digitalisierung im Einkauf heißt Netzwerken über die Cloud

Eine BME-Trendstudie zeigt: Unternehmen investieren verstärkt in digitale Beschaffungsnetzwerke. Sie sind für die Vernetzung von Einkäufern und Lieferanten künftig noch entscheidender.

Wie stark digitalisiert und vernetzt sind Geschäftsprozesse im Einkauf heute? Welche Marktchancen bieten digitale Beschaffungsnetzwerke? Und wie präsent sind diese Themen bei den Einkaufsverantwortlichen? In einer Studie hat Onventis in Zusammenarbeit mit der Hochschule Niederrhein und BME Unternehmen zur Relevanz digitaler Netzwerke im Einkauf befragt. Ergebnis: Eine große Mehrheit erhofft sich davon klare Marktchancen und will verstärkt in diesen Bereich investieren.

Automatisierung statt mehrstufiger Handel

Offen, neutral und nicht kuratiert – welcher Einkäufer würde sich nicht eine Plattform wünschen, die sich frei, eigendynamisch und agil weiterentwickelt. Wie zentral das Thema ,,Netzwerke im Einkauf” ist, zeigt die aktuelle Studie der Onventis GmbH in Kooperation mit dem BME und der Hochschule Niederrhein. ,,Der mehrstufige Handel wird in naher Zukunft immer mehr an Bedeutung verlieren”, prognostiziert Prof. Dr. Willi Muschinski, Leiter der Studie und Dozent für Beschaffungsmanagement an der Hochschule Niederrhein.

Die Automatisierung von Beschaffungsprozessen sowie die durchgängige Vernetzung von Einkäufern und Lieferanten seien insbesondere für mittelständische Unternehmen wettbewerbsentscheidend. ,,In unserer Studie untersuchen wie die aktuelle Stimmung am Beschaffungsmarkt, um Einkaufsentscheidern wichtige Trends und Handlungsempfehlungen für Netzwerke im B2B-Einkauf an die Hand zu geben”, verrät Geschäftsführer Frank Schmidt vom Stuttgarter Cloud Procurement Network Onventis.
Digitalisierung im Einkauf heißt Netzwerken über die Cloud

Mehrheit hält Beschaffungsnetzwerke für sehr wichtig

So befragten Studierende der Hochschule Niederrhein insgesamt 438 Einkaufsverantwortliche. Mit 33% bilden Einkaufsleiter davon die größte Gruppe. Fast die Hälfte aller Befragten arbeitet in großen mittelständischen Unternehmen. Insgesamt wird digitalen Beschaffungsnetzwerken eine große Bedeutung innerhalb der Digitalisierungsstrategie der Unternehmen beigemessen: 83% aller Umfrageteilnehmer halten Beschaffungsnetzwerke für wichtig. Für mehr als die Hälfte sind Beschaffungsnetzwerke sogar sehr wichtig.

Unternehmen bemühen sich um kollaborative Cloud-Vernetzung

In Zeiten der Digitalisierung zeichnet sich eines deutlich ab: Globale Netzwerke werden die Zukunft bestimmen. Ohne Vernetzung keine Zukunft, ohne Kollaborations-Plattformen keine Vernetzung. Amazon, Google, Uber & Co. haben es vorgemacht, das Zeitalter klassischer On-premise-Lösungen hat längst seinen Zenit überschritten. Vernetzungsplattformen aus der Cloud liegen im Trend.

Dementsprechend verwundert es auch nicht, dass die Investitionsbereitschaft bei den Umfragebeteiligten relativ hoch ist. 83% aller Befragten wollen 2018 verstärkt in digitale Beschaffungsnetzwerke investieren. Fast die Hälfte hat die Investitionen bereits budgetiert. Ergo: Gut vernetzte Unternehmen werden ihren Vorsprung auch in Zukunft weiter ausbauen.

Beschaffungsnetzwerke als Game-Changer

Der Trend geht zum agilen Netzwerken und zur kollaborativen Zusammenarbeit. ,,Ohne eine elektronische Vernetzung dauern Abstimmungsprozesse erheblich länger und sind somit prozesskostenintensiver”, erklärt Onventis-Geschäftsführer Frank Schmidt und betont: ,,Die Leistung von Beschaffungsplattformen besteht somit primär darin, die Koordinationsprozesse merklich zu vereinfachen, damit die Kooperationspartner durch ein abgestimmtes Verhalten eine bessere Marktleistung erreichen können.”

Laut Umfrage nutzen Unternehmen teilweise bereits digitale Prozesse zur Einkaufsoptimierung, doch es besteht noch ein extrem großer Nachholbedarf in der Durchdringung und Automatisierung. So haben sich kollaborative Prozesse zwischen Beschaffungsabteilungen der Unternehmen und deren Lieferanten zwar schon etabliert, doch fehlt oft noch eine durchgängige digitale Unterstützung.

Bild: Onventis

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