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Größtes Umsatzsteuerkartell unter Kupferhändlern zerschlagen

Größtes Umsatzsteuerkartell unter Kupferhändlern zerschlagen

21.08.2018

Größtes Umsatzsteuerkartell unter Kupferhändlern zerschlagen

Über 50 Kupferhändler haben den Staat um mehrere 100 Millionen Euro geprellt. In Berlin wurde jetzt das bislang größte Umsatzsteuerkartell in Deutschland zerschlagen.

Berliner Ermittler haben nach Angaben der Staatsanwaltschaft das deutschlandweit größte bekannt gewordene Umsatzsteuerkartell zerschlagen. Mehr als 50 Beschuldigte sowie mehr als 50 Firmen sollen am Handel mit Kupfer am Fiskus vorbei beteiligt gewesen sein. Dabei sollen die Beschuldigten Umsatzsteuern von mehreren 100 Millionen Euro hinterzogen haben.

Mehr als 100.000 Tonnen Kupfer ohne Steuern verkauft

Laut der Anklagebehörde wurden bei den Deals mindestens 100.000 Tonnen Kupfer von Serbien nach Deutschland gebracht und über Scheinfirmen und mit Scheinrechnungen an industrielle Abnehmer verkauft. Damit ist dies der Staatsanwaltschaft zufolge der bislang größte aufgedeckte Betrug dieser Art in Deutschland.

Das Berliner Landgericht verurteilte bereits am Dienstag einen 47-jährigen Bosnier als Hauptverantwortlichen des Kupfer-Kartells in Deutschland. Wegen Steuerhinterziehung von 2010 bis 2014 in Höhe von 68,2 Millionen Euro bekam er eine Freiheitsstrafe von sieben Jahren. Es ging demnach um 31 Taten.

Kupfer-Kartell bestand seit 2014

Zudem wurde Vermögen von mehr als 25 Millionen Euro eingezogen. Der Fall wurde dem Gericht zufolge wegen des Steuergeheimnisses erst jetzt öffentlich. Die Ermittlungen hätten bereits 2014 begonnen, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Es habe Durchsuchungen gegeben, Telefongespräche seien abgehört und verdeckte Ermittler eingesetzt worden. In dem umfangreichen Komplex liefen noch weitere Strafverfahren.

Das Urteil ist laut der Mitteilung noch nicht rechtskräftig. Der Veurteilte hat bereits Revision gegen das Urteil eingelegt.

Bild: scanrail1/shutterstock.com

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Autor: Dörte Neitzel

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