Industrial Security: Mehr Kapitalschäden und Produktionsausfälle
04.12.2017

Industrial Security: Mehr Kapitalschäden und Produktionsausfälle

Eine VDMA-Studie beleuchtet unter anderem die zehn häufigsten Bedrohungen, Vorfälle und Schutzmaßnahmen in der Produktion.

Rund 60 Prozent der Unternehmen erwarten in den nächsten Jahren eine steigende Anzahl von Security-Vorfällen. Bedrohlich sind diese heute schon, wie betroffene Unternehmen bestätigen. In den meisten Fällen sind Kapitalschäden (50 Prozent) und Produktionsausfälle (31 Prozent) die Folge.

Safety-relevante Vorfälle, bei denen Menschen oder die Umwelt gefährdet werden und die auf einen Security-Vorfall zurückzuführen sind, gab es in den vergangenen beiden Jahren jedoch nicht.

Sicherheitsstandards kennen nur wenige

Ausbaufähig ist laut VDMA die Anwendung von anerkannten Standards zur Industrial Security. Vier von fünf der befragten Unternehmen kennen zwar mindestens einen der vier relevanten Standards, aber weniger als die Hälfte wendet diese auch an. Gegenüber der Studie aus dem Jahr 2013 zeigt sich damit eine deutliche Steigerung bei der Anwendung der Standards um 24 Prozent auf 41 Prozent.

Top 10 Bedrohungen für die Produktion

  1. Die Studienteilnehmer bewerteten das Risiko für ihr Unternehmen folgendermaßen:Menschliches Fehlverhalten
  2. Einschleusen von Schad-Software auf Maschinen und Anlagen
  3. Social Engineering und Phishing
  4. Infektion mit Schad-Software über Internet/Intranet
  5. (D)DoS-Angriffe
  6. Kompromittierung von Extranet und Cloud-Komponenten
  7. Einbruch über Fernwartungszugänge
  8. Internetverbundene Steuerungskomponenten
  9. Kompromittierung von Smartphones im Produktionsumfeld

Die Einschätzung beruht bei vielen Teilnehmern jedoch nicht auf einer fundierten Risikoanalyse. Diese haben erst knapp 50 Prozent absolviert und so ein deutliches Bild der Bedrohungslage ihres Maschinen- und Anlagenparks erhalten.

Standards für mehr Sicherheit

Standards haben im Maschinen- und Anlagenbau eine hohe Bedeutung – auch einschlägige Sicherheitsstandards. Jedoch wissen vor allem mittelständische Unternehmen mit weniger als 250 Mitarbeitern wenig um die Möglichkeiten wie dem BSI-Grundschutz oder der IEC 62443.

Ein Gütesiegel für „geprüfte Security-Qualität“ von industriellen IT-Systemen, vernetzten Komponenten und Maschinen steht für Betreiber und Einkäufer aktuell nicht zur Debatte. Nur 3 Prozent der befragten Unternehmen können es sich als generell verpflichtendes Entscheidungskriterium für den Einkauf vorstellen.

Bild: Cronislaw/Fotolia.de

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