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Jaguar will bei hartem Brexit Großritannien verlassen

Jaguar will bei hartem Brexit Großritannien verlassen

05.07.2018

Jaguar will bei hartem Brexit Großritannien verlassen

Bei einem harten Brexit ohne weitere Einigung mit der EU will der größte britische Autohersteller Jaguar Land Rover das Land verlasen.

Der größte britische Autohersteller Jaguar Land Rover (JLR droht damit, im Falle eines harten Brexits, Großbritannien zu verlassen. Der Grund wären dann ausufernde Kosten. Einen Teil seiner Produktion hatte JLR bereits 2015 ins österreichische Graz zu Magna Steyr ausgelagert – damals aus Kapazitätsgründen.

“Ein schlechter Brexit-Deal würde Jaguar Land Rover jedes Jahr mehr als 1,2 Milliarden Pfund Gewinn kosten”, zitiert das Handelsblatt Konzernchef Ralf Speth. “Infolgedessen müssten wir unser Ausgabenprofil drastisch anpassen.” JLR  habe in den vergangenen fünf Jahren rund 50 Milliarden Pfund in Großbritannien ausgegeben. In den kommenden fünf Jahren seien weitere 80 Milliarden Pfund geplant.

Stellenstreichungen (auch) wegen des Brexit

Für Jaguar Land Rover arbeiteten 2017 rund 40.000 Mitarbeiter. Allerdings hatte der Autohersteller bereits im April angekündigt, rund 1.000 Stellen zu streichen, dann auf dem Heimatmarkt Großbritannien gehen – im Gegensatz zu anderen europäischen Märkten – die Verkaufszahlen zurück. Einen Grund sehen Experten darin, dass seit der Brexit-Entscheidung der Wert des Pfundes stark an Wert verloren hat (von rund 1,40 Euro Ende 2015 auf rund 1,15 Euro Mitte 2018). Damit sank auch die Kaufkraft vieler Briten.

Wie der Verband der britischen Autohersteller und -händler (SMMT) mitteilt, seien Investitionen in der Branche um fast die Hälfte gesunken. SMMT-Chef Mike Hawes sagte, die derzeitigen widersprüchlichen Positionen der Regierung gingen “direkt gegen die Interessen der Automobilbranche in Großbritannien, die vom Binnenmarkt und der Mitgliedschaft in der Zollunion profitiert hat.”

Auch BMW könnte Reißleine ziehen

Auch Autobauer BMW hat bereits vor den Folgen eines harten Brexits und damit verbundenen Werksschließungen gewarnt. “Wenn wir in den nächsten Monaten keine Klarheit bekommen, müssen wir damit beginnen, Alternativpläne zu entwickeln”, sagte der BMW-Repräsentant im Vereinigten Königreich, Ian Robertson. Das Münchner Unternehmen fertigt auch die Marken Mini und Rolls-Royce und hat rund 8.000 Beschäftigte in Großbritannien.

Bild: Jaguar Land Rover

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