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Menschenrechte: Daimler will Lieferkette besser kontrollieren

Menschenrechte: Daimler will Lieferkette besser kontrollieren

03.05.2018

Menschenrechte: Daimler will Lieferkette besser kontrollieren

Mit einem “systematischen Ansatz zur Achtung der Menschenrechte” will der Autohersteller Daimler Imageproblemen vorbeugen, die durch Verletzungen von Menschenrechten durch Zulieferer entstehen könnten.

Der Autobauer Daimler hat nach einem Medienbericht über Kinderarbeit in Kobalt-Minen im Kongo seinen Einsatz für Menschenrechte betont. “Wir schaffen aktiv Transparenz in der Lieferkette, bei Bedarf bis hin zur Mine”, erklärte die Bereichsleiterin Einkauf, Sabine Angermann. Das gelte auch für Kobalt, das für Batterien unter anderem in Elektrofahrzeugen verwendet wird.

US-TV-Bericht als Stein des Anstoßes

Auslöser war ein Bericht des US-Fernsehsenders CNN über Kinderarbeit in Kobaltminen in der Demokratischen Republik Kongo. Das politisch instabile Land fördert zwei Drittel des weltweiten Kobaltangebots. CNN hat Händler gefilmt, die Kobalt kauften, ohne dessen Herkunft zu überprüfen, und es dann weiter an Batteriehersteller verkauften. CNN nannte in dem Bericht neben Daimler beispielsweise auch Volkswagen und BMW, Apple und Samsung.

Daimler installiert Überprüfungssystem

Daimler erklärte, das Unternehmen verpflichte seine Lieferanten, keine Rohstoffe aus Minen mit Kinderarbeit zu kaufen. Dafür sei ein System zur Achtung der Menschenrechte entwickelt worden, das schrittweise bis 2020 umgesetzt werde. So würden bereits seit Jahren direkte Lieferanten verpflichtet, Nachhaltigkeitsstandards innerhalb ihrer Lieferkette mit Nachdruck weiterzugeben und zu kontrollieren.

Bestandteile seien Anforderungen zu Arbeitsbedingungen und die Einhaltung der Menschenrechte. Kinderarbeit etwa sei ausdrücklich verboten. Das würden Daimler-Mitarbeiter in risikobehafteten Lieferketten “bei Bedarf” auch vor Ort kontrollieren. Auch in der Demokratischen Republik Kongo seien sie laut einem Sprecher bereits gewesen.

Lieferant für Glimmer suspendiert

Das System hat bereits Alarm geschlagen. So sei ein Lieferant für Glimmer suspendiert worden, weil er die erforderlichen Nachweise zur Einhaltung der Menschenrechte nicht erbringen konnte, zitiert die Automobilwoche eine Daimler-Sprecherin. Glimmer wird zur Herstellung von Lacken verwendet und vorwiegend in Indien abgebaut, wo Kinder teilweise mit bloßen Händen nach dem Rohstoff graben. Allerdings sei man nach wie vor in Kontakt mit dem Lieferanten, um eine Verhaltensänderung zu bewirken. Im Fall von Kobalt will Daimler nach eigenen Angaben bis 2025 einen Ersatzstoff gefunden haben.

Bild: Daimler

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Autor: Dörte Neitzel

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