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Möglicher EU-Austritt Tschechiens beunruhigt Unternehmen

Möglicher EU-Austritt Tschechiens beunruhigt Unternehmen

04.04.2018

Diskussion um EU-Austritt Tschechiens beunruhigt Unternehmen

Eine Umfrage der Deutsch-Tschechischen Handelskammer ergab, dass rund jedes dritte Unternehmen Investitionen verlagern könnte. Acht von zehn Firmen sind beunruhigt aufgrund der Diskussion um einen Czexit, also einen EU-Austritt Tschechiens.

Mit Besorgnis reagieren Unternehmen auf die Czexit-Diskussion in Tschechien. Dies gaben 83 Prozent der ausländischen Investoren und zwei Drittel der tschechischen Firmen in einer Blitzumfrage der Deutsch-Tschechischen Industrie- und Handelskammer (DTIHK) unter 150 Firmen an, berichtet der Einkäuferverband BME online.

Angst vor Zöllen und Entlassungen

Sollte das Land tatsächlich die EU verlassen, erwägt rund ein Viertel, die Investitionen zu verringern, knapp jedes dritte Unternehmen zieht einen Standortwechsel in Betracht. Als Risiko nannten die Firmen die Einschränkung aller Freiheiten des EU-Binnenmarktes (74 Prozent). Befürchtet werden die Einführung von Zöllen und Steuern (66 Prozent), steigender Bürokratieaufwand (61 Prozent), Umsatzeinbußen (60 Prozent) und Entlassungen (36 Prozent).

„Den Czexit sehen wir als keine reale Alternative, die die gegenwärtigen Bedingungen verbessern würde“, sagte Milan Šlachta von Bosch gegenüber der DTIHK. Ausgelöst wurde die Beunruhigung durch politische Verhandlungen über ein EU-Referendum.

Bild: Pixabay

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Autor: Dörte Neitzel

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