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07.02.2018

Rohstoffeinkauf wird teurer

Zum Jahresbeginn stieg der HWWI-Rohstoffpreisindex den siebenten Monat in Folge. Die durchschnittliche Wachstumsrate der Rohstoffpreise betrug im Januar +8,8 % (in Euro: +5,6 %) gegenüber dem Vormonat.

Der Gesamtindex notierte damit bei 129,0 Punkten (in Euro: 117,3 Punkte). Die Preise der Energierohstoffe stiegen erneut und wesentlich kräftiger als im Vormonat. Nachdem die Preise für Nahrungs- und Genussmittel zuletzt fielen beziehungsweise stagnierten, stiegen sie im Januar zum ersten Mal seit drei Monaten. Weiterhin stiegen die Industrierohstoffpreise. Der Index ohne Energie stieg um 4,6 % (in Euro: +1,5 %) auf 116,5 Punkte (in Euro: 106,0 Punkte). Damit verteuerten sich alle drei Rohstoffgruppen, wobei der Preisanstieg bei den Energierohstoffen erneut den Hauptanteil am Gesamtwachstum des HWWI-Rohstoffpreisindex ausmachte.

Index für Energierohstoffe: +9,5 % (in Euro: +6,2 %)

Im Januar stiegen die durchschnittlichen Preise der drei führenden Rohölsorten um 8,8 % (in Euro: +5.6 %) auf 66,39 US-Dollar (+54,42 Euro) pro Barrel. Die europäische Rohölsorte Brent verteuerte sich um 8,1 % (in Euro: +4,9 %). Leicht höher fiel der Preisanstieg für Rohöl aus dem Nahen Osten mit 8,3 % (in Euro: +5,1 %) aus. Der Referenzpreis für die US-amerikanische Rohölsorte, West Texas Intermediate (WTI), stieg um 10,1 % (in Euro: +6,9 %) und war damit erneut die Rohölsorte mit dem stärksten Preisanstieg aller drei im Index vertretenen Rohölreferenzsorten. Trotz einer Ausweitung der weltweiten Fördermenge durch die Schieferölförderung der USA, deuten fallende Lagerbestände (WTI) auf eine Überschussnachfrage als Treiber dieser Entwicklung hin.

Der durchschnittliche Preis für Erdgas (Spotmarkt) stieg im Januar um 13,5 % (in Euro: +10,2 %) gegenüber dem Vormonat. Um 36,0 % (in Euro: +32,1 %) stieg der US-amerikanische Preis für Erdgas. Ein Kälteeinbruch in Nordamerika verursachte diese starken Preisanstiege zum Jahresanfang. Im Laufe des Monats begannen die Preise jedoch wieder zu fallen. Kurzfristig wurde zur Stromerzeugung Erdgas durch Erdöl substituiert. Der Preis für europäisches Erdgas fiel um 6,4 % (in Euro: -9,2 %), nachdem er im Dezember kräftig gestiegen war. Der durchschnittliche Preis für Kohle stieg im Januar um 6,0 % (in Euro: +2,8 %). Zusammenfassend stieg der Index für Energierohstoffe im ersten Monat des Jahres um 9,5 % (in Euro: +6,2 %) auf 131,0 Punkte (in Euro: 119,1 Punkte).

Index für Industrierohstoffe: +6,4 % (in Euro: +3,2 %)

Die durchschnittlichen Preise für agrarische Rohstoffe stiegen im Januar um 4,6 % (in Euro: +1,4 %). Der Schnittholzpreis stieg um 5,5 % (in Euro: +2,3 %), nachdem er zuletzt gefallen war. Der durchschnittliche Preis für Baumwolle stieg mit 6,2 % (in Euro: +3,0 %) etwas schwächer als im Dezember des letzten Jahres. Der Preis für Wolle (Australien) stieg mit 6,8 % (in Euro: +3,7 %). Die durchschnittlichen Preise von NE-Metallen stiegen um 6,3 % (in Euro: +3,2 %) gegenüber dem Vormonat – aufgrund guter Nachfrage. Der Preis für Aluminium stieg um 6,9 % (in Euro: +3,8 %). Der Preis für Blei stieg um 3,2 % (in Euro: +0,1 %). Der Kupferpreis stieg um 4,1 % (in Euro: +1,1 %). Der Preis für Nickel stieg um 12,9 % (in Euro: +9,6 %) Der Preis für Zink stieg um 8,0 % (in Euro: +4,8 %) und der Preis für Zinn stieg um 6,5 % (in Euro: +3,3 %). Der Bleipreis stieg um 3,2 % (in Euro: +0,1 %), nachdem er im November noch gefallen war. Weniger stark als im Vormonat stieg der Eisenerzpreis. Eisenerz verteuerte sich um 7,4 % (in Euro: +4,3 %). Insgesamt stieg der Index für Industrierohstoffe um 6,4 % (in Euro: +3,2 %) auf 130,9 Punkte (in Euro: 119,1 Punkte).

Index für Nahrungs- und Genussmittel: +1,2 % (in Euro: -1,8 %)

Im Januar stiegen die durchschnittlichen Preise für Nahrungs- und Genussmittel. Der Preis für Kakao stieg leicht um 1,6 % (in Euro: -1,4 %), nachdem er im Dezember deutlich gefallen war. Eine hohe Nachfrage ließ den Palmölpreis im Januar um 6,8 % (in Euro: +3,6 %) ansteigen, nachdem er im Dezember um fast denselben Prozentsatz gefallen war. Meldungen über schlechte Witterungsbedingungen für das Wachstum für Weizen, aufgrund von Trockenheit und mangelnder Schneedecke, ließen den Preis für Weizen, um 5,7 % (in Euro: +2,5) steigen. Insgesamt stieg der Index für Nahrungs- und Genussmittel im Januar auf 95,8 Punkte. In Euro fiel er auf 87,1 Punkte.

HWWI-Rohstoffpreisindex

Bild: coffeekai-Fotolia.de

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