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Siemens und Alstom fusionieren

Siemens und Alstom fusionieren

26.09.2017

Siemens und Alstom kurz vor der Fusion

Siemens und der französische Wettbewerber Alstom befinden sich laut Insidern auf Fusionskurs.

Der Zusammenschluss der Bahntechniksparten von Siemens und dem französischen Konkurrenten Alstom soll so gut wie unter Dach und Fach sein. Das berichtet die Stuttgarter Zeitung unter Berufung auf Insider.

Bislang wird das Vorhaben hinter den Kulissen verhandelt, ein Ergebnis soll es aber diese Woche geben. Demnach soll die Mehrheit des deutsch-französischen Gemeinschaftsunternehmens bei Siemens liegen. Französische Medien hatten dagegen in der vergangenen Woche über einen Minderheitsanteil von Siemens berichtet. Die Münchner würden aber auf 50 Prozent plus eine Aktie und damit die industrielle Führung bestehen, so der Insider.

Die Fusion ist nicht nur politisch schwierig sondern auch kartellrechtlich. Denn im Westen gibt es mit Siemens, Alstom und der kanadischen Bombardier nur drei große Hersteller von Bahntechnik.

Mögliche kartellrechtliche Bedenken

Offiziell gelte das Bündnis auf der Schiene als Fusion unter Gleichen. Siemens wolle aber auf französische Befindlichkeiten Rücksicht nehmen und die eigene Führungsrolle nicht betonen. Über Fusionen in der Bahntechnik wird seit Jahren spekuliert. Sie sind aber nicht nur politisch sondern auch kartellrechtlich schwierig, weil es im Westen mit Siemens, Alstom und der kanadischen Bombardier nur drei große Hersteller gibt.

Gegengewicht zu chinesischem Marktführer

Vor zwei Jahren hatten sich in China zwei Bahntechnikkonzerne zu einem neuen Weltmarktführer namens CRRC zusammengeschlossen. Dieser drängt nun auch auf westliche Märkte. Das hat den Druck auf die westlichen Bahnunternehmen erhöht.

Einen Stellenabbau soll es bei einem Zusammenschluss von Deutschen und Franzosen zumindest für eine Übergangszeit weder in Deutschland noch in Frankreich geben.

Alstom beschäftigt allein in Deutschland 3.000 seiner insgesamt rund 31.000 Mitarbeiter. Für Siemens sind in der gesamten Bahntechnik mit den Hauptstandorten Erlangen, Berlin, Krefeld, Braunschweig und München rund 27.000 Mitarbeiter tätig.

Bild: Pixabay

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Autor: Dörte Neitzel

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