Studie: Genug Rohstoffe für Millionen von E-Autos vorhanden
11.10.2017

Studie: Genug Rohstoffe für Millionen von E-Autos vorhanden

Das Öko-Institut sieht neben der Rohstoff-Förderung auch Recycling als wichtig an.

Auch wenn der Anteil der Elektrofahrzeuge auf deutschen Straßen bis zum Jahr 2050 signifikant steigt, kann die Rohstoffnachfrage für die Elektromobilität gedeckt werden. Die weltweiten Vorkommen an Lithium, Kobalt, Nickel, Graphit und Platin übersteigen den prognostizierten Bedarf deutlich. Zu diesen Erkenntnissen kommt eine aktuelle Analyse des Öko-Instituts im Auftrag von Agora Verkehrswende.

Umwelt- und Sozialstandards bei Rohstoffförderung einhalten

Die Experten verweisen jedoch auch auf die bedeutende Rolle des Staates, “damit sich Elektromobilität ohne temporäre Engpässe entwickeln kann”. Außerdem müssten bei der Rohstoffförderung größtmögliche Umwelt- und Sozialstandards eingehalten werden. In der Studie “Strategien für die nachhaltige Rohstoffversorgung der Elektromobilität. Synthesepapier zum Rohstoffbedarf für Batterien und Brennstoffzellen” zeigt das Öko-Institut aber auch, dass Recycling die Rohstoffförderung ergänzen sollte.

Der Rohstoffbedarf kann jedoch durch den Einsatz von recyceltem Sekundärmaterial ergänzt werden. Bei Lithium lasse sich ein Beitrag von zehn Prozent bis zum Jahr 2030 und 40 Prozent bis 2050 erzielen. “Bislang findet jedoch ein Lithiumrecycling in Europa noch nicht statt. Es sollte jedoch sowohl in Europa als auch weltweit schnell entwickelt und die Forschung in diesem Bereich verstärkt werden”, heißt es aus dem Öko-Institut.

Ressourcen reichen für alle aus

Am Beispiel Lithium werde deutlich, dass es dennoch zu temporären Verknappungen oder Preissteigerungen für einzelne Rohstoffe kommen kann, so die Studienautoren. Lithium sei das zentrale Element, das heute in allen Lithium-Ionen-Batterien von Elektrofahrzeugen enthalten ist.

Die Berechnungen des Öko-Instituts zeigen: Wurden 2015 insgesamt noch 35.000 Tonnen Lithium gefördert, so steigt der Bedarf für die Elektromobilität für das Jahr 2030 auf knapp 160.000 Tonnen und für das Jahr 2050 auf knapp 500.000 Tonnen. Dem gegenüber stehen globale Lithiumressourcen von rund 47 Mio. Tonnen.

Bild: cherylvb/Fotolia.de

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