VW scheitert bei Langzeitvertrag mit Kobaltlieferanten

VW scheitert bei Langzeitvertrag mit Kobaltlieferanten

19.10.2017

VW scheitert bei Langzeitvertrag mit Kobaltlieferanten

Der Autohersteller hat laut Financial Times versucht, sich die langfristige Versorgung mit Kobalt, für die Herstellung von Batterien, zu sichern – ohne Erfolg.

Die Automobilhersteller versuchen alles, um die Konkurrenz in Sachen Elektroautos hinter sich zu lassen. Allein VW will bis 2025 rund 30 vollelektrische Modelle auf den Markt bringen. Doch das stellt den Konzern jetzt vor unerwartete Probleme.

“Sie sind arrogant”

Wie die britische Wirtschaftszeitung Financial Times (FT) berichtet, ist der Versuch des weltgrößten Autobauers, sich eine langfristige Versorgung mit Kobalt zu sichern, um seine Elektroauto-Produktion sicherzustellen, an den Herstellern des Rohstoffs gescheitert. Im September schrieb Volkswagen einen (mindestens) 5-jährigen Versorgungsvertrag zu einem fixen Preis aus. Dieser lag jedoch unter dem aktuellen Preis, der allein in den letzten Monaten rum rund 80 Prozent gestiegen ist, zitiert die FT „mit dem Vorgang vertraute Personen“.

Das Ergebnis: Bis Ende September meldete sich kein Interessent, sodass VW die Ausschreibung bis Ende Oktober verlängerte. Volkswagen wollte sich zum laufenden Beschaffungsprozess nicht äußern, ein VW-Sprecher sagte jedoch zur FT, dass man nach langfristigen strategischen Lösungen suche.

Volkswagen: Kobalt verzweifelt gesucht

„Sie sind arrogant, weil sie aus der Automobilbranche kommen und weil sie es gewohnt sind“, sagt ein Händler der britischen Wirtschaftszeitung. „Sie haben den Inhalt ihrer Ausschreibung völlig falsch eingeschätzt. Verhandlungen machen da keinen Sinn – noch nicht einmal Diskussionen darüber.“ Zwar legt sich die Ausschreibung nicht auf eine bestimmte Menge Kobalt fest, laut FT benötige VW zwischen 80.000 und 130.000 Tonnen Kobalt. Zum Vergleich: Die Jahresproduktion des Rohstoffs belief sich 2016 auf knapp 130.000 Tonnen.

Teurer Rohstoff Kobalt

Die Akkus in Elektroautos benötigen sehr viel mehr der wichtigen Rohstoffe Kobalt und Lithium als Batterien in herkömmlichen elektrischen Geräten – das hat in der Vergangenheit zu teilweise drastischen Preissprüngen dieser Rohstoffe geführt. Stand 19.10.2017 kostet eine Tonne Kobalt 62.000 US-Dollar. Im Jahr 2016 betrug der Durchschnittspreis pro Tonne noch rund 25.000 US-Dollar.

Bild: Pixabay

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Autor: Dörte Neitzel

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