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Zweites Referendum? - Briten bekommen Angst vor dem Brexit

Zweites Referendum? - Briten bekommen Angst vor dem Brexit

02.08.2018

Zweites Referendum? – Briten bekommen Angst vor dem Brexit

Auf der brititschen Insel kippt die Stimmung merklich: Umfragen zeigen, dass es erstmals eine Mehrheit für ein zweites Referendum über den Austritt aus der EU gibt. Der Grund: Die Briten bekommen Angst vor den Folgen des Brexit.


Die Chancen für ein zweites Referendum über den Brexit. So ermittelte das Meinungsforschungsinstitut YouGov in einer Umfrage für die Zeitung Times, dass 42 Prozent der Briten eine erneute Abstimmung über die Bedingungen des Austritts wünschen. 40 Prozent sind dagegen. Damit gibt es erstmals eine Mehrheit für eine erneute Volksabstimmung über den Brexit. Die Zeitung Independent organisierte eine Petition für ein zweites Referendum und konnte innerhalb von vier Tagen mehr als 350.000 Unterschriften einsammeln.

Neues Referendum mit 3 Alternativen

In einer anderen Umfrage, die der Nachrichtensender Sky News veröffentlichte, sprachen sich sogar 50 Prozent der Befragten für ein Referendum aus, in dem drei Optionen zur Wahl stehen:

  • In der EU zu verbleiben,
  • ohne jeden Deal auszusteigen (harter Brexit),
  • den Deal zu akzeptieren, den die Regierung mit Brüssel aushandeln kann.

Dabei findet die dritte Option die wenigsten Anhänger: Nur 13 Prozent der Briten trauen der Regierung von Premierministerin Theresa May zu, ein akzeptables Austritts- und Handelsabkommen mit der EU vereinbaren zu können. 27 Prozent sprechen sich für einen harten Brexit aus, in dem das Königreich auf ein Abkommen verzichtet und seinen Außenhandel nach den Regeln der Welthandelsorganisation WTO ausrichtet. 48 Prozent der Befragten dagegen würden in einem zweiten Referendum dafür stimmen, die EU nicht zu verlassen.

Folgen eines Brexit werden konkreter

Der Grund für den Stimmungsumschwung ist klar: Die Briten bekommen mittlerweile Angst vor den negativen Folgen eines Austritts aus der EU. Ein Austritt mit anschließenden Regelungen nach der WTO würde zwangsläufig zu Grenzkontrollen führen, die vor allem der Wirtschaft Probleme bereiten könnten, da die Lieferketten und die Just-in-time-Lieferungen gefährdet wären.

Mögliche Folge: Lange Lastwagenschlangen an den britischen Fährhäfen, auch über Engpässe beim Nachschub von Lebensmitteln oder Medikamenten wird diskutiert. Zwar versicherte Brexit-Minister Dominic Raab, dass man sich für diese Fälle vorbereite und Lebensmittel und Medikamente horte, haben eher für Unruhe gesorgt. Jaguar und BMW haben bereits öffentlich dafür nachgedacht, bei einem harten Brexit, ihre brititschen Werke zu verlagern.

Zerstrittene Regierung

Die britische Regierung dagegen will allerdings nichts von einer erneuten Volksbefragung wissen. Ein Sprecher erklärte, dass „es unter keinen Umständen” ein zweites Referendum geben wird werde. Sowohl Kabinett als auch Parlament sind zerstritten über den Brexit-Kurs. Weder für ein harten Brexit gibt es eine Mehrheit und auch ein “schlechter Deal” dürfte überzeugen.

Bild: Pixabay

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