OPEC hält Angebot knapp: Ölpreise steigen

Bild: Vladimir Salman/Shutterstock

03.07.2019

OPEC hält Angebot knapp: Ölpreise steigen

Das Ölkartell OPEC will seine Produktionskürzungen bis März 2020 beibehalten. Darauf  haben sich die erdölfördernden Länder geeinigt. Der Preis dürfte steigen.

Die 14 OPEC-Staaten, darunter Saudi-Arabien und Venezuela, haben sich darauf geeinigt, ihre aktuellen Produktionsquoten von Erdöl weitere neun Monate beizubehalten. Sie galten bereits seit Dezember 2018 und werden nun fortgeführt.

Auch die zehn Nicht-OPEC-Länder, darunter Russland, schlossen sich der Beibehaltung der Förderlimits an. Das teilten der venezolanische Ölminister Manuel Salvador Quevedo Fernandez und der russische Energieminister Alexander Nowak mit.

1,2 Millionen Barrel Erdöl weniger

Die Vereinbarung sieht vor, weiterhin 1,2 Millionen Barrel (159 Liter) Öl pro Tag weniger als im Oktober 2018 zu fördern. Dabei entfallen 800.000 Barrel auf die OPEC-Staaten, die restlichen 400.000 Barrel auf die zehn anderen kooperierenden Länder.

Das voraussichtliche Angebotsdefizit könnte dafür sorgen, dass die Preise für Sprit und Heizöl anziehen, so Commerzbank-Analyst Carsten Fritsch. Und mit dieser Meinung steht er nicht allein, denn auch die Internationale Energieagentur (IEA) in Paris geht von steigenden Ölpreisen aus.

Zudem steht immer noch der Atomstreit der USA mit Iran – ebenfalls OPEC-Mitglied – im Raum. Auch das ist nicht geeignet, die Lage am Ölmarkt zu entspannen.

Fast 100 Millionen Barrel werden gefördert

Die 14 OPEC-Staaten pumpen rund ein Drittel des Ölangebots aus dem Boden. Als OPEC+ (gemeinsam mit den 10 Nicht-OPEC-Staaten) sind es fast die Hälfte.

Insgesamt liegt das tägliche Angebot an Erdöl bei rund 99 Millionen Barrel Öl. Laut der IEA liege die Nachfrage im Schnitt bei 100,4 Millionen Barrel pro Tag.

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Autor: Dörte Neitzel

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