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Firmenwagen-Test: Elektro gegen Benziner - Wer macht das Rennen?

Firmenwagen-Test: Elektro gegen Benziner - Wer macht das Rennen?

02.08.2017

Firmenwagen-Test: Elektro gegen Benziner – Wer macht das Rennen?

Seit 2016 wird der Kauf von Elektrofahrzeugen in Deutschland staatlich gefördert. Doch lohnt sich der Umstieg für Selbstständige und Unternehmen auf lange Sicht?

Dieser Frage ist die europäische Mobilitäts-Plattform Ubeeqo nachgegangen. Betrachtet wurden die Anschaffungs- und Unterhaltskosten von PKW mit vergleichbaren Leistungsmerkmalen aus drei Fahrzeugsegmenten auf jeweils zehn Jahre. Das Ergebnis: Elektromobilität rentiert sich in keinem der untersuchten Fälle, wenn man ausschließlich die Kosten betrachtet.

Die Gesamtkosten aller untersuchten Elektro-Fahrzeuge fallen auch nach zehn Jahren höher aus, als die ihrer benzinbetriebenen Pendants. Während der Preisunterschied in der Oberklasse mit nicht mal drei Prozent gering ausfällt, sind es in der Kompaktklasse auch nach zehn Jahren noch immer fast neun Prozent Mehrkosten für einen Elektro-Dienstwagen. Bei den untersuchten Kleinstwagen fallen etwa 15 Prozent höhere Kosten an.

Anschaffungskosten: Elektromobilität vergleichsweise teuer

Der Hauptgrund hierfür sind die noch immer hohen Anschaffungskosten von Elektrofahrzeugen aufgrund teurer Batterien und einer geringen Nachfrage. Das wird vor allem in der Kleinstwagen-Klasse deutlich. Hier fällt der Listenpreis der Grundausstattung des elektrisch motorisierten PKWs im untersuchten Fall mehr als doppelt so hoch aus, wie der des vergleichbaren Benziners. Das können auch die staatlichen Kaufanreize von 4.000 Euro Bonus und zehn Jahr Kfz-Steuerbefreiung nicht ausgleichen.

Unterhalt: Energiekosten von E-Autos bis zu 50 Prozent niedriger

Im Unterhalt fallen die Kosten für Elektrofahrzeuge erwartungsgemäß geringer aus. Das hat nicht zuletzt mit den Energiekosten zu tun, die bei einer jährlichen Fahrleistung von 15.000 Kilometern um bis zu 50 Prozent reduziert werden. Weitere Einsparungen erfolgen durch das Aussetzen der KFZ-Steuer und geringere Wartungskosten. So gehört ein Ölwechsel in der Elektromobilität der Vergangenheit an.

Draufzahlen müssen Elektro-Auto-Besitzer lediglich bei der Versicherung. Für Unternehmer und Neuwagenbesitzer gilt die Vollkasko-Versicherung als Norm. Die fällt bei den untersuchten Elektro-Autos der Kompaktklasse um etwa 20 Prozent höher aus, als bei Benzinern. In der Kleinstwagenklasse sind es knapp 25 Prozent Mehrkosten und in der Oberklasse sind es ganze 65 Prozent. Durch eine Teilkasko-Versicherung lassen sich diese Kosten zwar einsparen, es werden aber auch deutlich weniger Schäden abgedeckt.

Unter der Berücksichtigung der etwa gleich hohen Kosten für einen Tiefgaragenplatz, Winterreifen und der Rundfunkgebühr, sowie der Subtraktion von absetzbaren Steuerkosten, zeichnen sich für gewerbliche Elektro-Fahrzeughalter jährliche Einsparungen von etwa 15 Prozent in der Kleinstwagen- und Kompaktklasse und gerade einmal 0,04 Prozent in der Oberklasse ab. Aktuell reicht das auch nach zehn Jahren nicht aus, um die hohen Anschaffungskosten vollständig auszugleichen.

Die Automodelle im Vergleich

Sowohl in der Kleinstwagen- als auch in der Kompaktklasse hat Ubeeqo Volkswagen-Modelle verglichen. Der Wolfsburger Autobauer stellt fast 30 Prozent aller deutscher Firmenwagen und ist damit Marktführer. Verglichen wurden sowohl der VW-up! 1.0 MPI und sein elektrisch-motorisiertes Gegenstück, der e-up!, als auch das beliebteste Auto der Deutschen – der Golf (VII 1.4 TSI) – und der neue e-Golf. In der Oberklasse liefert sich das Model S 75 von Tesla ein Rennen mit dem neuesten BMW 740i aus der G11-Reihe.

Bild: Volkswagen

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Autor: Dörte Neitzel

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