Frauen im Aufsichtsrat sorgen für mehr Ethik und Erfolg
15.05.2018

Frauen im Aufsichtsrat sorgen für mehr Ethik und Erfolg

Sobald mindestens eine Frau dem Aufsichts- oder Beirat angehört, spricht das Gremium regelmäßiger über Themen rund um Ethik und Wertschätzung. Zudem sind diese Firmen tendenziell erfolgreicher als Betriebe, deren Kontrollorgane ausschließlich mit Männern besetzt sind.

Unternehmen mit Frauen im Aufsichtsrat befinden sich in einem tendenziell besseren Zustand in puncto Wertschätzungskultur und gelebter ethischer Prinzipien sind als Firmen mit reinen Männergremien. Sobald auch nur eine Frau im Aufsichtsgremium sitzt, werden weiche, nicht messbare Themen wie die Wertschätzung der Mitarbeiter nicht nur regelmäßiger, sondern vor allem auch anders im Gremium diskutiert. Das ist das Ergebnis der Studie “Die Bedeutung von Ethik und Wertschätzungskultur für die Arbeit von Aufsichts- und Beiräten” der Personalberatung Rochus Mummert.

Höhere Rendite

Sitzt mindestens eine Frau im Aufsichts- oder Beirat eines Unternehmens, laufen zudem tendenziell auch die Geschäfte besser. Das zeigt der Vergleich zwischen Firmen, die eine höhere Rendite als der Markt erwirtschaften und denen, die hinter ihrem Wettbewerb zurückbleiben. Unter den Betrieben mit geschlechtsgemischten Aufsichts- und Beiräten ist der Anteil der wirtschaftlich erfolgreichen Unternehmen deutlich größer als in der Gruppe der Unternehmen mit reinen Männergremien.

Deutliche Unterschiede mit und ohne Frau(en)

Laut Studie wird die Wertschätzungskultur in 56 Prozent der Betriebe „wirklich gelebt“. Bei näherem Hinschauen wird klar: Die Aussage gilt für 61 Prozent der Unternehmen mit einem Frauenanteil von mindestens 30 Prozent im Aufsichtsrat und nur für 52 Prozent der Gesellschaften mit einer reinen Männerrunde.

Vergleichbar ist die Situation beim Thema Ethik: Insgesamt 64 Prozent aller Betriebe setzen ihre diesbezüglichen Standards tatsächlich im Alltag um. In der Gruppe der Unternehmen mit mindestens 30 Prozent Frauen im Kontrollorgan sind es stolze 80 Prozent, und bei den Betrieben ohne Kontrolleurinnen nur 58 Prozent. Dabei gilt allerdings: Ein höherer Frauenanteil steigert die positiven Effekte nicht mehr so signifikant wie dies die erste Frau im Gremium vermag.

Bild: Pixabay

Lesen Sie auch:

DruckenDrucken


 





Anzeige