Volkswagen-Vorstand wusste von Dieselmanipulation
10.08.2017

Volkswagen-Vorstand wusste von Dieselmanipulation

Audi hat im Abgasskandal nach Ansicht des Krefelder Landgerichts offensichtlich vorsätzlich gehandelt.

Angesichts der Tragweite beim Eingriff in die Motorensteuerung müsse eine solche Entscheidung von der Unternehmensführung getroffen worden sein. Daher müsse nach Ansicht des Landgerichts der Vorstand der Muttergesellschaft Volkswagen unter seinem früheren Vorsitzenden Martin Winterkorn von der Manipulation der Dieselfahrzeuge gewusst haben, schreibt die „Neue Juristische Wochenschrift“, über das Urteil (Aktenzeichen, 7 O 147/16) in einem Prozess eines Audi-Besitzers gegen VW.

Der Autokonzern habe damit dem Motorenhersteller Audi geholfen, einen strafbaren Betrug zu begehen. Die Zivilkammer des Landgerichts Krefeld sei von der Kenntnis des VW-Vorstands überzeugt. Sie stellte fest: Der VW-Tochter könne als “etablierte Fahrzeugherstellerin die Kenntnis der Typengenehmigungsvoraussetzungen für ihre eigenen Fahrzeuge unterstellt werden”.

Dieselmanipulation = vorsätzliche Täuschung

Es spreche “eine tatsächliche Vermutung dafür”, dass die Entscheidung für die illegale Abschaltvorrichtung “angesichts der Tragweite und Risiken für die Gesamtgeschicke eines so agierenden Konzerns durch die Geschäftsleitung selbst getroffen wurde”, so das Urteil. Darin heißt es auch weiter: Audi habe gewusst, dass die gesetzlichen Voraussetzungen für die Typenzulassung der in der Klage betroffenen Fahrzeuge nicht vorgelegen hätten und somit vorsätzlich eine falsche Übereinstimmungsbescheinigung ausgestellt. Dies und die damit einhergehende “Täuschungshandlung” ist nach Auffassung der Kammer “nur vorsätzlich denkbar”.
Bereits auf Grundlage der offenkundigen Tatsachen müsse der Vorstand Kenntnis von der aktiven Täuschung gehabt haben, mit der Audi die Käufer in die Irre geführt habe.

Bei dem Rechtsstreit vor dem LG Krefeld ging es um die Rückabwicklung des Kaufs eines Audi Q5 mit einem 2,0-Liter-Dieselmotor vom Typ EA 189.

Bild: Wikipedia

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