Anzeige
Anzeige
Produzierendes Gewerbe setzt mehr auf Leasing

Bild: Pixabay

12.08.2019

Produzierendes Gewerbe setzt mehr auf Leasing

Die Nachfrage nach Leasing wird trotz eingetrübter Konjunkturaussichten steigen. Gründe dafür dürften neben den leasingeignen Vorteilen unter anderem der hohe Digitalisierungsdruck in der Industrie sein.

Der Anteil der leasingnutzenden Unternehmen im produzierenden Gewerbe ist seit 2015 bereits um vier Prozent gestiegen. Die Finanzierungslösung hat demnach einen festen Platz in den Produktionshallen eingenommen. Das zeigt eine Studie von Abcfinance und der Universität Köln.

Besseres Rating und Finanzierungskonditionen durch Leasing

Kein Wunder: Leasing schont die Liquidität und verbessert die Eigenkapitalquote, denn das Leasinggut wird in den Büchern des Leasinggebers aktiviert und die Raten können in der Regel als Betriebsausgaben geltend gemacht werden. Das verbessert das Rating und sorgt wiederum für bessere Finanzierungskonditionen. Dies sind für die Studienteilnehmer denn auch die maßgeblichen Argumente für Leasing (Liquiditätsschonung: 63 Prozent; steuerliche Vorteile: 23 Prozent; Bilanzneutralität: 17 Prozent).

So gaben 22 Prozent der befragten Leasing-Nutzer an, ihr Leasing-Engagement künftig weiter ausbauen zu wollen. Auch die in der Stichprobe befragten produzierenden Unternehmen planen, mehr Leasing zu nutzen. Hier waren es 15 Prozent, ein guter Mittelwert in Sachen Leasing-Investitionen.

Liquidität für Wachstum und Wandel

Diese Vorteile kommen besonders bei der Finanzierung von Wachstum zum Tragen und ermöglichen auch kleineren und mittelständischen Unternehmen in Innovationen zu investieren, während große Konzerne oft umstrukturieren müssen, um agil und profitabel zu bleiben.

Leasing bietet noch einen weiteren Vorteil: Die festen monatlichen Raten sorgen für Struktur und Planbarkeit in der Finanzbuchhaltung. Das sehen auch die für die Studie befragten Unternehmer so. Haben sie die Wahl zwischen festen und nutzungsabhängigen Raten, entscheiden sich 64 Prozent für die planbare, feste Option.

Damit erhält die Planungssicherheit grundsätzlich einen höheren Stellenwert als die Risikoauslagerung bei schwacher Auslastung, die bei nutzungsabhängigen Raten der Leasinggeber trägt.

Mittelstand besitzt lieber

Dass das Bedürfnis nach Sicherheit im Mittelstand grundsätzlich hoch ist, zeigen auch die Studienergebnisse zur Ausprägung des Eigentumswunsches. Der ist fest im Mittelstand verankert und erfahrungsgemäß bei den Objekten am stärksten, die dem unmittelbaren Unternehmenzweck dienen.

Im Vergleich zur Studie von 2015 hat dieser Eigentumswunsch über alle Branchen noch einmal zugenommen. Allerdings variiert diese Einstellung je nach Objektkategorie. Bei Fahrzeugen ist der Eigentumswunsch unter Leasingnehmern am geringsten ausgeprägt, bei den EDV/IT und Bürotechnik derzeit am stärksten; in dieser Kategorie ist der Wert um 20 Prozent gestiegen.

Die Digitalisierung scheint demnach im Mittelstand angekommen zu sein beziehungsweise die Prozesse der Unternehmen derart zu verändern, dass das Eigentum ursprünglich geschäftsrelevanter Objekte an Bedeutung verliert.

Zwei Lager im produzierenden Mittelstand

In der Kategorie Produktions- und Baumaschinen klaffen die Einstellungen zum Eigentum auseinander: Bei den Leasingnutzern hat der Eigentumswunsch
deutlich abgenommen (2015: 50 Prozent, aktuell 32 Prozent). Erfahrungsgemäß tendieren Unternehmen, die bereits Leasing nutzen, dazu, diese Finanzierungsoption auch für andere Investitionen einzusetzen, eben beispielsweise für IT-Anschaffungen.

Unter den Nicht-Nutzern hingegen ist der Eigentumswunsch bei Bau- und Produktionsmaschinen von 64 Prozent auf 85 Prozent gestiegen. Im produzierenden Gewerbe scheint es demnach zwei Lager zu geben: jene, die auf die Veränderungen in der Industrie mit Flexibilität reagieren und solche, bei denen der Wandel ein verstärktes Sicherheitsbedürfnis auslöst.

Eigentum nicht gleich Sicherheit

Damit deckt die Studie ein im Mittelstand weit verbreitetes Phänomen auf: Allzu oft wird Eigentum mit Sicherheit gleichgesetzt. Dabei müssen relevante Investitionsobjekte für die Produktion gar kein Eigentum sein, sondern lediglich im erforderlichen Maße nutzbar, im Sinne einer Sharing Economy. Das alte
Besitzdenken der Mittelstandes passt nicht mehr zur zunehmenden Komplexität industrieller Prozesse und Lieferketten.

Lesen Sie auch:

Autor: Dörte Neitzel

DruckenDrucken


Veranstaltung der Woche

3. Zukunftswerkstatt Einkauf: Wertbeitrag neu definieren

3. Zukunftswerkstatt Einkauf: Wertbeitrag neu definieren

CBS & amc 3. Zukunftswerkstatt Einkauf am 26. September 2019 in Köln im Design Offices Dominium am Kölner Dom Designen Sie mit uns den Einkauf der Zukunft Mit agilen Methoden   [mehr...]

Präsentiert von:

Logo

Online-Shop der Woche

Container Online kaufen –  im FLADAFI® Webshop der Firma SÄBU Morsbach GmbH

Container Online kaufen – im FLADAFI® Webshop der Firma SÄBU Morsbach GmbH

Der Kauf von Containern und Zubehör wird jetzt noch einfacher – mit dem FLADAFI® Online-Shop der Firma SÄBU Morsbach GmbH. Dort finden Sie eine Vielzahl an Produkten von zwei starken   [mehr...]

Präsentiert von:

Logo

 





Anzeige