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Sicherheitsmängel: Zahl der Rückrufe steigt

Bild: Volkswagen

18.03.2019

Sicherheitsmängel: Zahl der Rückrufe steigt

Im vergangenen Jahr mussten die Autohersteller in Deutschland deutlich mehr Fahrzeuge aufgrund von Sicherheitsmängeln zurückrufen als in den Jahren davor.

In Deutschland ist die Zahl der Rückrufe von Autos aufgrund von Sicherheitsmängeln im vergangenen Jahr weiter gestiegen. Das berichtet die Saarbrücker Zeitung unter Berufung auf eine Antwort des Verkehrsministeriums auf eine Anfrage der Grünen.

Laut Kraftfahrtbundesamt (KBA) waren im vergangenen Jahr demnach 3,5 Millionen Fahrzeuge von Rückrufaktionen betroffen, 600.000 mehr als 2017.

Mängel bei Airbags, Lenkung und Brensen

Als Sicherheitsmängel gelten beispielsweise defekte Airbags, Fehler bei der Lenkung oder den Bremsen. Die Zahl der Rückrufe aufgrund von Sicherheitmängelns hat sich in den vergangenen sechs Jahren stetig erhöht. 2012 gab es nur rund 820.000 sicherheitsrelevante Rückrufe durch das KBA.

Daimler und VW am stärksten betroffen

Am stärksten betroffen von Rückrufen aus Sicherheitsgründen waren laut Verkehrsministerium die Autohersteller Daimler sowie der Volkswagen-Konzern. Bei den Zahlen gab es allerdings unterschiedliche Darstellungen.

Das Verkehrsministerium nannte in Berufung auf das Kraftfahrtbundesamt folgende Zahlen:

  • Mercedes Benz (972.803 betroffene Autos)
  • VW (462.813)
  • Audi (362.586).

Für Daimler seien “die Zahlen nicht nachvollziehbar”, nach internen Rechnungen komme man nur etwa auf die Hälfte der vom KBA genannten Rückrufaktionen, so ein Daimler-Sprecher.

Pflicht und freiwillige Rückrufe

Laut Audi würden höhere Auflagen von Behörden zu mehr Rückrufaktionen führen, auch die Diesel-Updates seien zu den Rückrufzahlen gerechnet worden.

 

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Autor: Dörte Neitzel

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