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So macht Digitalisierung den Einkauf besser

Bild: Sikov/Adobestock

04.12.2018

So macht Digitalisierung den Einkauf besser

Unternehmen mit World-Class Einkauf sparen 21 Prozent Personalkosten. Einkaufsfunktionen können ihre Prozesskosten auf diese Weise um bis zu 30 Prozent reduzieren, sagt eine Studie der Hackett Group.

Wie die aktuelle Studie der Hackett Group zeigt, benötigen “World-Class”-Einkaufsfunktionen 21 Prozent weniger Personalkosten, beschäftigen 29 Prozent weniger Festangestellte, sind aber weit effektiver und leistungsstärker als Unternehmen der durchschnittlichen Peer Group. Insgesamt sparen World-Class Unternehmen mit einem Umsatz von rund zehn Milliarden Euro über fünf Millionen Euro jährlich im Bereich der Einkaufsfunktion ein.

Prozesskosten sinken massiv durch Digitialisierung

Weitere Studienergebnisse zeigen, dass Einkaufsorganisationen der Peer Group bis zu 30 Prozent Prozesskosten einsparen können, wenn sie digitale Technologien richtig nutzen. Bei World-Class Unternehmen kann die konsequente Einführung dieser Technologien weitere 22 Prozent der Prozesskosten einsparen.

Auch was die Effektivität angeht, liegen World-Class Unternehmen weit vorne: Fehlerquellen werden um den Faktor 2 bis 3 reduziert und die Mitarbeiterfluktuation im Beschaffungsbereich ist um bis zu einem Drittel geringer. Dies liegt teilweise daran, dass World-Class Unternehmen doppelt so viele Förder- und Schulungsprogramme für ihre Mitarbeiter eingeführt haben, als Durchschnittsunternehmen.

95 Prozent der Studienteilnehmer bestätigten, dass die Digitalisierung den Einkauf in den nächsten 3 bis 5 Jahren grundlegend ändern wird. Gleichzeitig haben nur zwei Drittel der Unternehmen eine Digitalstrategie für den Einkauf definiert; und weniger als die Hälfte haben das Gefühl, die richtigen Mitarbeiter und Ressourcen für die kommenden Herausforderungen zu haben.

Die Studie der Hackett Group identifiziert sechs Hebel zur Steigerung einer nachhaltigen Einkaufs-Effektivität durch Digitalisierung:

• Robotic Process Automatisierung (RPA) hat die Pilotphase verlassen und findet auf breiter Front Einsatz im Einkauf, um operative Tätigkeiten, z.B. bei Purchase-to-Pay zu automatisieren
• Modern Digital Architecture, u.a. Software für e-sourcing, Lieferantensuche, Kontraktmanagement und Prozessoptimierung
• Digital Workforce Enablement, etwa durch Social Media oder Messaging Dienste, steigert die Zusammenarbeit, erlaubt Crowdsourcing und beschleunigt Arbeitsprozesse
• Vorausschauende (predictive) Analysetechnik für verbesserte Prognosen und optimierte Entscheidungsprozesse
• Cognitive Computing und Künstliche Intelligenz befinden sich zwar noch in der Startphase, werden aber Beschaffungsorganisationen bei Prognosen und Modellentwicklungen und der Analyse großer Datenvolumen unterstützen
• Digital Engagement ermöglicht Führungskräften und Mitarbeitern durch engere Zusammenarbeit ein besseres Business Partnering gegenüber anderen Funktionen

Digitalisierung macht den Einkauf kundenorientierter

Die Studie sieht den Einkauf an einem bedeutenden Wendepunkt: Digitalisierung verändert das Service Delivery-Modell grundlegend: Einkauf wird schneller, kostengünstiger, intelligenter und geht sehr viel mehr auf die Anforderungen der (internen) Kunden ein, als bisher.

Dabei ist eines ganz wichtig: Digitalisierung schafft zwar eine sehr leistungsstarke neue Plattform, kann aber als isolierte Einzelmaßnahmen ihr Potenzial nicht entfalten. Sie muss eingebettet sein in eine weitaus umfassendere Strategie, die beispielsweise ERP und andere tradierte Verfahren rationalisiert. Sie strafft Arbeitsabläufe, Informationserfassung und –verarbeitung.

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Autor: Dörte Neitzel

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