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30.08.2016

Studie: Kann Risikomanagement Ausfallrisiken minimieren?

International ist gut jedes vierte Unternehmen mit einem überdurchschnittlichen Ausfallrisiko behaftet bzw. hat Probleme Forderungen zu begleichen. Dies ist eines der Ergebnisse der Risiko-Studie „Risikomanagement im Benchmark – Geschäftspartnerrisiken nachhaltig reduzieren“.

Erstmals in einer Risikomanagement-Studie betrachteten die Analysten von Bisnode über einen Zeitraum von bis zu fünf Jahren mehr als 250 real existierende Geschäftspartnerportfolien – im Kredit- und Forderungsmanagement sowie im Lieferantenmanagement – in ihrer Entwicklung. Die untersuchten Portfolien umfassen insgesamt rund 250.000 Geschäftsbeziehungen.

Im Zentrum der Analyse stand dabei die Bewertung der Unternehmen hinsichtlich ihres Ausfallrisikos, an zweiter Stelle wurde auch das Risiko von Zahlungsverzügen an Hand der Bewertung der Zahlungsbereitschaft betrachtet. Die Kernfrage der Erhebung: Kann Risikomanagement, und wenn ja, inwieweit und unter welchen Umständen Ausfallrisiken reduzieren? Auf 85 Prozent der untersuchten Unternehmen traf dies zu; die Reduzierung von Ausfallrisiken in einem Geschäftspartnerportfolio ist realisierbar. Voraussetzung ist ein aktives Portfoliomanagement.

Die wesentlichen Studienergebnisse kurz zusammengefasst:

  • Jeder fünfte Geschäftspartner in den untersuchten Portfolien wird mit einem überdurchschnittlichen Ausfallrisiko bewertet; bei internationalen Geschäftsbeziehungen ist dies sogar jedes vierte Unternehmen.
  • Die Dienstleistungsbranche, Transport und Logistik und der Einzelhandel wiesen den höchsten Anteil von Geschäftspartnern mit erhöhtem Ausfallrisiko auf – er liegt zwischen 25 und 30 Prozent, zum Teil auch höher. Den geringsten Anteil an Unternehmen mit einem überdurchschnittlichen Ausfallrisiko weisen die Branchen Banken, Finanzen und Versicherungen, Herstellung von Konsumgütern bzw. von Investitionsgütern sowie der öffentliche Sektor und Freiberufler auf. Der Anteil liegt im Minimum um 15 Prozent oder sogar darunter, das Maximum von 20 Prozent wird nicht überschritten.
  • In den Top 10 der ausländischen Märkten besteht ein allgemeiner Trend zu einem Rückgang der Ausfallrisiken, trotzdem bleiben die Ausfallrisiken bei ausländischen Geschäftspartnern überwiegend höher als bei inländischen.
  • In den letzten fünf Jahren hat sich das Zahlungsverhalten der deutschen Geschäftspartner deutlich verschlechtert – der Anteil der pünktlichen Zahler ist um fast zehn Prozent gesunken.
  • Das Zahlungsverzugsrisiko bei ausländischen Geschäftspartnern ist stabil, aber deutlich höher als im Inland – nur jedes vierte Unternehmen in den Top-10-Märkten ist dafür bekannt seine Rechnungen pünktlich zu bezahlen, in Deutschland zahlen zwei Drittel ihre Rechnungen vereinbarungsgemäß.
  • Die Reduzierung von Ausfallrisiken in einem Geschäftspartnerportfolio ist durch ein aktives Portfoliomanagement realisierbar: Die deutliche Mehrheit der untersuchten Unternehmen – nämlich 85 Prozent – konnte die Risikoverteilung in ihren Portfolien verbessern und den Anteil der Geschäftspartner mit einem überdurchschnittlichen Ausfallrisiko reduzieren.
  • Mehr als die Hälfte der Unternehmen konnte den Anteil der Geschäftspartner mit einem überdurchschnittlichen Ausfallrisiko auf unter 20 Prozent des Gesamtportfolios senken, die besten Unternehmen (rund 15 Prozent) erzielen jedoch auch Werte von unter 10 Prozent.
  • Die Reduzierung der Ausfallrisiken in den Portfolien – sowohl hinsichtlich der Anzahl der Risiken, als auch hinsichtlich ihrer monetären Ausprägung – gelingt im Kredit- und Forderungsmanagement besser als im Lieferantenmanagement, aber in beiden Unternehmensfunktionen ist das Ergebnis eindeutig positiv.
  • Unternehmen mit kleinen Portfolien sind bei der Reduzierung von Ausfallrisiken deutlich erfolgreicher.

 

(Bild: Trueffelpix-Fotolia.de)

 

 

Autor: Kathrin Irmer

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