Thyssenkrupp bläst Fusion mit Tata Steel ab

Bild: Thyssenkrupp

13.05.2019

Thyssenkrupp bläst Fusion mit Tata Steel ab

Thyssenkrupp hat die geplante Fusion mit dem indischen Konkurrenten Tata Steel abgesagt. Auch die Aufspaltung des Stahlkonzerns ist vom Tisch. Nun stehen 6.000 Arbeitsplätze auf der Kippe.

Die seit 2016 angekündigte und vorbereitete Fusion von Thyssenkrupp und Tata Steel ist überraschend abgesagt. Der Wende war ein Gespräch zwischen Thyssenkrupp-Vorstandschef Guido Kerkhoff und EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager vorausgegangen.

Die Behörde prüft den Zusammenschluss seit Oktober und hatte immer wieder neue Zugeständnisse gefordert. Am Ende habe sich der Deal nicht mehr gerechnet, so Kerkhoff.

Aufspaltung hätte viele Vorteile gebracht

Für den Ruhrkonzern war der Zusammenschluss mit Tata eine der zentralen Bedingungen für die Aufspaltung in ein Werkstoff- und ein Technologieunternehmen. Thyssenkrupp hatte dadurch geschätzte vier Milliarden Euro an Schulden und Pensionslasten an das Joint Venture auslagern können.

Auch die Synergien wären  beträchtlich gewesen – mit bis zu 600 Millionen Euro hatten die beiden Unternehmen nach eigenen Angaben gerechnet. Nun beginnt die Suche nach einer neuen Strategie.

Stellenstreichungen geplant

Auf jeden Fall sollen nun 6.000 Arbeitsplätze wegfallen, davon 2.000 in der Stahlsparte, die auch bei der Fusion gestrichen worden wären. Weitere 2.000 Jobs sollen in anderen Bereichen und noch einmal 2.000 im Ausland gestrichen werden. Zudem soll die hochprofitable Aufzugsparte als Thyssenkrupp Elevator an die Börse gehen.

Die Fusion war von langer Hand geplant: Bereits im April 2016 gab es erste Gerüchte um einen möglichen Zusammenschluss, der dann 2018 konkret angekündigt wurde.

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Autor: Dörte Neitzel

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