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Trump-Sanktionen bringen Huawei-Einkäufer in die Bredouille

Foto: Fotolia/iaremenko

21.05.2019

Trump-Sanktionen bringen Huawei-Einkäufer in die Bredouille

Google hat den Handy-Hersteller Huawei von seinem Betriebssystem Android ausgeschlossen – aufgrund eines Bannes von Donald Trump. Doch auch US-Chiphersteller dürfen den Chinesen nichts mehr liefern.

Huaweis Einkäufer müssen kurzfristig umdisponieren. Nach den Sanktionen von US-Präsident Trump gegen den chinesischen Tech-Riesen, hat Google jetzt seine Zusammenarbeit mit Huawei eingestellt. Nicht freiwillig, wie das Unternehmen betont, denn Trump hatte Huawei auf eine “Schwarze Liste” gesetzt, weil er den Konzern der Spionagebeihilfe für Peking beschuldigt.

Huawei kauft bei vielen US-Konzernen ein

Doch Google ist nur der Anfang: Auch Chip-Hersteller wie Qualcomm, Intel, Broadcomm und Xilinx liefern keine Komponenten mehr an Huawei, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg. Zwar wollen sich die Chinesen weitgehend unabhängig von Zulieferern machen, wie der hauseigene Kirin-980-Prozessor in Huaweis Top-Smartphone P30 Pro zeigt.

Doch ganz ohne Zutun ausländischer Expertise geht es noch nicht. Bislang kaufte der Konzern Chips von Intel, Prozessoren von Qualcomm und Modems für einige seiner Modelle von Broadcom. Netzwerkchips kamen von Xilinx.

Aufbau von 5G wird verzögert

Doch nicht nur für seine Smartphones benötigt Huawei seine Zulieferer. Auch für den Rollout des 5G-Mobilfunknetzes hängt der Konzern ab von seinen Lieferanten.

Laut Bloomberg sind die wichtigsten US-Zulieferer von Huawei (anteilig am jeweiligen Unternehmensumsatz):

  • NeoPhotonics Corp (49%)
  • Lumentum Holdings (18,4%)
  • Inphi Corp (14%)
  • Qorvo Inc (13%)
  • Micron Technology Inc (13%)
  • II-VI Inc (9,1%)
  • Finisar Corp (8,4%)
  • Knowles Corp (5,4%)
  • Broadcom Inc (5,3%)

Intel macht mit seinen Lieferungen nur rund 1 Prozent seines Umsatzes, bei Qualcomm sind es etwa 2,6 Prozent.

Trumps Sanktionen schaden also nicht nur dem chinesischen Unternehmen sondern vor allem auch eigenen Unternehmen.

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Autor: Dörte Neitzel

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