Versuchsanlagen plus Software einfach umsetzen
15.05.2017

Versuchsanlagen plus Software einfach umsetzen

Versuchsaufbauten sind in der universitären Forschung an der Tagesordnung. Dabei gibt es jedoch ein immer wiederkehrendes Problem. 

Was tun, wenn man als Forscher zwar in seinem Fachbereich hochspezialisiert ist, es jedoch bei der technischen Umsetzung hapert? Da wäre es doch praktisch, einen Ansprechpartner zu haben, der einem von der Beratung über die Planung und Realisierung von Anlagen sowie dazugehöriger Softwarelösungen bis zur Analyse der Ergebnisse unter die Arme greift. Genau dieses Komplettpaket bietet die ZUMOLab GbR aus Wesseling. Hinter dem Start-up verbirgt sich nicht nur die Antwort auf einen akuten Bedarf von Forschungsinstituten, sondern auch eine bemerkenswerte Geschichte. Sie zeigt, welche Möglichkeiten die Universitätslandschaft gerade für Start-ups bereithält.

Von der wissenschaftlichen Hilfskraft zum Gründer

Wie so oft, fügt sich im Leben manchmal das eine ins andere: Während des Studiums an der RWTH Aachen und FH Aachen arbeiteten die beiden Studenten Christian Moritz und Dominic Zuleger als Hilfskräfte am Lehrstuhl für chemische Verfahrenstechnik. Dort betreuten sie voller Elan die Aspekte Anlagenplanung und Softwareentwicklung. „Schließlich liefen viele Versuchsanlagen des Instituts mit einer Software, die wir eigens programmiert hatten“, erzählt Christian Moritz. Daher erhielten die Nachwuchsprogrammierer tatkräftige Unterstützung ihres Professors, der sie auch ermunterte, den ungewissen Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen.

Als die beiden 2014 das Studium beendeten, mussten sie nicht zweimal überlegen und gründeten die ZUMOLab GbR. Zunächst beschränkte sich der Leistungsumfang noch auf reine Softwarelösungen. Während dieser Zeit trat laut Herrn Moritz aber an anderer Stelle ein unerwartetes Problem auf: „Direkt zu Beginn wurde uns klar, dass es mit einer finanziellen Unterstützung zur Existenzgründung schwierig werden würde. Wir sind da relativ schnell aus den meisten Förderprogrammen herausgefallen. Es lag einfach an einem einzigen Punkt: Wir haben eine Dienstleistung angeboten – und kein Produkt.“ Auf lange Sicht konnte dies dem Erfolg des Unternehmens jedoch keinen Abbruch tun, zumal mit der RWTH Aachen von Anfang ein treuer Kunde an Bord war. Und Qualität setzt sich eben durch.

„Mit Stahl ginge das gar nicht…“

Bei der reinen Entwicklung von Software für Test- und Versuchsanlagen blieb es nicht. Schnell häuften sich die Anfragen mit der Bitte, ob denn nicht auch Anlagenplanung beziehungsweise der Bau von kleineren Versuchsanlagen möglich sei. Aus Sicht der Kunden war das nur verständlich, doch für das kleine Unternehmen stellte der Zusammenbau eine nicht zu unterschätzende Herausforderung dar: Wie konstruiert man ohne eigene Werkstatt Versuchs- und Testanlagen? Und genau hier kommt unser MB Systembaukasten ins Spiel, genauer gesagt die Profile 5 und Profile 8. Herr Moritz spricht Klartext: „item hat unserer Meinung nach den qualitativ besten Eindruck hinterlassen.“

Schon während des Studiums wurden die Gründer an mehreren Aachener Lehrstühlen mit unseren modularen Lösungen vertraut gemacht. „Für uns ist es mit dem MB Systembaukasten überhaupt erst möglich geworden, auch eigene Konstruktionen unkompliziert zu gestalten und zusammenzubauen. Bei Stahlkonstruktionen müssten wir den Auftrag extern vergeben, also damit in eine Schlosserei gehen“, sagt Christan Moritz. Auch aufgrund ihrer Modularität passen die item Profile genau zu den Anforderungen des jungen Unternehmens. So können die Prüfstände unkompliziert an veränderte Bedingungen vor Ort angepasst werden.

Für die Zukunft gut aufgestellt

Aktuell zählen vorwiegend Universitätsinstitute zu den Kunden der ZUMOLab GbR. Daneben nehmen aber auch Kunden aus dem Mittelstand die Dienste des Start-ups gerne an, etwa wenn sie aufgrund hoher Auslastung Unterstützung bei der Softwareentwicklung benötigen. Nachdem Dominic Zuleger Ende 2015 zu einem befreundeten Unternehmen in den Vertrieb wechselte, führt Herr Moritz gemeinsam mit der gebürtigen Niederländerin Stefanie Kriescher das Unternehmen. Aufgrund der Erfahrungen während ihrer Promotion in Aachen kann sie zusätzliches Know-how über den Wissenschaftsbetrieb einbringen. Darüber hinaus programmiert sie immer noch eigenhändig, wie auch ihr Co-Geschäftsführer, der sich primär um die Softwareentwicklung der Versuchsanlagen kümmert.

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