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Laster im Sonnenuntergang

11.10.2018

Voller Durchblick im Verlademanagement

Kapazitätsengpässe und harter Wettbewerb um Laderaum, dazu ungewollte Leerfahrten und steigende Kosten – die Lage auf dem Markt für Lkw-Transporte bleibt angespannt.

Laderaumengpässe und Leerfahrten – dieses scheinbar paradoxe Problem entsteht vor allem deshalb, weil Angebot und Nachfrage auf Verlader- und Spediteursseite nicht ausreichend zueinander finden. Aber auch der vorhandene Frachtraum wird nicht immer so effizient genutzt, wie es möglich wäre. Verschiedene Ansätze – vom Einsatz passender Assistenzsoftware bis zu neuen Formen der Zusammenarbeit von Verladern – können helfen, hier gegenzusteuern.

Laderaum-Optimierung per Software

Die Planung der Lkw-Beladung ist ein Prozess mit vielen Variablen, bei dem sich ausschließende Ladungsarten wie Palettenware und Langgut, Stapelbarkeit und Belastung, Reihenfolge der Be- und Entladestationen und vieles mehr eine Rolle spielen. Moderne Planungssoftware unterstützt die Disponenten dabei, alle Faktoren zu berücksichtigen und den vorhandenen Laderaum optimal auszunutzen. Auch Kommissionierung und Palettierung lassen sich mittlerweile mit automatischen Systemen so anpassen, dass die Ware bereits optimal passend abgepackt wird.

Die passende Transport Management Software

Die Ansprüche von Verladern und Spediteuren unterscheiden sich – deshalb ist es wichtig, dass die eingesetzte Software das widerspiegelt. Für Verlader steht die Frage im Mittelpunkt, wie sie eine Ladung auf dem schnellsten und kostengünstigsten Weg zum Ziel bringen. Die Transport Management Software (TMS) muss hierfür höchstmögliche Flexibilität bieten, etwa um eine langsamere, aber dafür günstigere Strecke einzuplanen. Eine Transport Management Software für Speditionen sollte neben der Kapazitäts- und Routenplanung auch direkten Zugang zu Frachtbörsen integrieren, um durch die Übernahme zusätzlicher Fracht auf der Rückfahrt die Zahl der Leerfahrten zu verringern. Integraler Bestandteil einer zeitgemäßen TMS: Die Integration aller relevanten Daten in Echtzeit, also etwa auch Zoll und Gefahrenklassifikation sowie Ladungstracking, ermöglicht es, jederzeit einzugreifen und flexibel umzuplanen. Verzögerungen durch Unwetter, Streckensperrungen, ausfallende Flüge oder andere unvorhersehbare Ereignisse lassen sich so minimieren.

Vertrauen zählt: Von der Frachtbörse zum Handelsnetzwerk

Viele Verlader begegnen Frachtbörsen mit einer gesunden Portion Misstrauen, da sie auch von schwarzen Schafen unter den Spediteuren genutzt werden. Umgekehrt haben seriöse Spediteure es in der Vielzahl der Angebote oft schwer, angemessen auf sich und ihre Leistung aufmerksam zu machen. Abhilfe bieten neuartige Handelsnetzwerke, die Supply Chain-Manager viel enger mit Spediteuren und firmenexternen Logistikdienstleistern verzahnen, als es eine reine Frachtbörse kann. Bereits Mitgliedschaft im Netzwerk und die damit einhergehenden Prüfungen sind eine beträchtliche Hürde für unseriöse Anbieter. Zusätzlich hilft ein umfassendes Bewertungs- und Reputationssystem dabei, besonders gute Dienstleister zu identifizieren.

Umbruch in den Köpfen

Softwarelösungen haben in der Transportbranche noch nicht die Verbreitung erreicht, die sie haben könnten – doch mehrere Faktoren dürften die Entwicklung in den kommenden Jahren beschleunigen: Zum einen wissen junge Menschen, die heute eine Karriere in der Logistik starten, die Vorteile der Digitalisierung aus ihrem Alltag zu schätzen – sei es die flexible Routenführung via Handy oder die komfortable Paketverfolgung. Dieselbe Transparenz und Schnelligkeit erwarten sie auch von den Prozessen, denen sie im beruflichen Kontext begegnen. Zum zweiten nehmen Bedienkomfort und Funktionsumfang von Softwarelösungen immer weiter zu – und sind mittlerweile Lichtjahre von den verschachtelten Menüstrukturen, Zahlenwüsten und kryptischen Diagrammen von einst entfernt. Es gibt einfach immer weniger Hürden, diese Technologien zu nutzen: Sie werden bald so alltäglich sein, wie es das Smartphone heute schon ist.

Spediteure und Verlader müssen immer im Blick behalten: wer die Digitalisierung für ein Schlagwort aus dem Marketing-Baukasten hält, das in zehn Jahren passé sein wird, den wird es in zehn Jahren nicht mehr geben. Im Wettbewerb wird dauerhaft nur bestehen, wer die Chancen ergreift. Die dafür notwendigen Investitionen sollten nicht auf die lange Bank geschoben werden, sondern fest in der eigenen Zukunftsstrategie verankert werden.

(Bild: GettyImages/BluJay Solutions)

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