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VW-Werk Emden verliert den Passat und gewinnt E-Autos

Foto: Volkswagen

19.11.2018

VW-Werk Emden verliert den Passat und gewinnt E-Autos

Wie geht es weiter mit dem VW-Werk Emden? Volkswagen nimmt seine Passatkrise zum Anlass, die Belegung seiner Werke mit den unterschiedlichen Modellen neu zu ordnen. Außerdem kommt ein zusätzliches Werk in Osteuropa hinzu. Künftig soll es mehr Mehrmarken-Werke geben.

Immer wieder gab es in diesem Jahr Produktionsstopps im Werk Emden, das (noch) den Volkswagen Passat herstellt. Die Kunden fragen das einstige Erfolgsmodell weniger nach, da der Trend zu SUVs (Sports Utility Vehicles) geht. Nun steht fest: Das Emder VW-Werk wird elektrisch. Der ostfrisische Standort soll – gemeinsam mit Zwickau – zum Leitwerk für Elektromobilität des Konzerns werden. Dafür soll in den kommenden Jahren mehr als 5 Millionen Euro in Emden investiert werden.

Ab 2022 sollen dann die ersten E-Autos vom Band rollen. Insgesamt werden fünf Modelle dort produziert werden. Unter anderem:

  • ab 2022 das Modell „Aero“, ein passatähnlicher Mittelklassewagen, in den Varianten Limousine und Variant;
  • ab 2023 ein Kleinwagen für unter 20. 000 Euro, der intern „MEB entry“ genannt wird, für den ein endgültiger Name aber noch nicht feststeht. Dieses Modell, eine Art „SUV in Polo-Größe“, soll in drei fast baugleichen Varianten nicht nur für Volkswagen, sondern auch für Seat und Skoda gebaut werden.

Passat kommt künftig aus Tschechien

Im Gegenzug verliert Emden die Passatproduktion an das tschechische Skoda-Werk Kvasiny. Doch bis Anfang 2022 soll  die Passat-Produktion des Variant noch in Ostfriesland angesiedelt sein, die der Limousine noch bis Frühjahr 2024. Zudem wird das Modell Arteon noch bis Mitte 2023 in Emden gebaut, das letzte Modell des Arteon Shooting Brake soll dann 2027 vom Band laufen.

Das bedeutet aber auch, dass während des Übergangs teilweise bis zu acht Fahrzeugmodelle – Verbrenner und Elektro – gleichzeitig in Emden produziert werden. Zurzeit beschäftigt das Werk rund 9.000 Mitarbeiter, betriebsbedingte Kündigungen sollen bis 2028 ausgeschlossen sein.

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Autor: Dörte Neitzel

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