Werkzeugmaschinenindustrie mit mehr Aufträgen

Werkzeugmaschinenindustrie mit mehr Aufträgen

28.07.2016

Werkzeugmaschinenindustrie mit mehr Aufträgen

Im zweiten Quartal 2016 stieg der Auftragseingang der deutschen Werkzeugmaschinenindustrie im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 16 Prozent.

Die Inlandsbestellungen lagen zwischen April und Juni mit 19 Prozent im Plus, die Auslandsnachfrage stieg um 14 Prozent. Dazu trugen der Euro-Raum mit 37 Prozent Zuwachs und die Nicht-Euro-Länder mit 10 Prozent höheren Orders bei. Im ersten Halbjahr legte der Auftragseingang mit einem Plus von 12 Prozent gegenüber dem Vorjahr kräftig zu. Während die Inlandsbestellungen um 10 Prozent stiegen, konnten auch die Orders aus dem Ausland um 13 Prozent zulegen.

Auftragsentwicklung auf gutem Weg

„Auch das zweite Quartal signalisiert grünes Licht für einen Auftragszuwachs im laufenden Jahr. Unsere Geschäfte laufen deutlich besser als zu Jahresbeginn erwartet“, kommentiert Wilfried Schäfer, Geschäftsführer des Branchenverbands VDW (Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken) das Ergebnis. Die höhere Nachfrage resultiert vor allem aus dem guten Inlandsgeschäft und insbesondere automobilbezogenen Projekten in China und Mexiko. Somit wird das satte Auftragsplus vom In- und Ausland gleichermaßen getragen.

Fräsmaschinen im Ausland besonders gefragt

Im Ausland profitieren Bearbeitungszentren und Fräsmaschinen vor allen Dingen von Großaufträgen. Alle anderen Technologien der Zerspanung, aber auch wesentliche Bereiche der Umformtechnik schneiden unterdessen bei den Bestellungen aus dem Ausland schwächer ab. Für das Inland hingegen ergibt sich ein etwas anderes Bild. Schäfer: „Die Zerspanung liegt mit 2 Prozent im Plus und die aktuelle Ausgangslage gibt Anlass zur Hoffnung, dass davon ein breites Technologiespektrum profitieren kann.“

Weiterhin Mitarbeiter gesucht

Die Beschäftigung bleibt weiterhin hoch. Das ist ein Indiz dafür, dass sich die deutschen Werkzeugmaschinenhersteller trotz konjunktureller Schwankungen fit für die Zukunft halten. „Die Branche geht gestärkt ins zweite Halbjahr und investiert weiter in qualifizierte Mitarbeiter“, bekräftigt Schäfer. Im Mai 2016 waren fast 69 000 Menschen in der Werkzeugmaschinenindustrie beschäftigt – ein leichtes Plus von rd. 1 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Bild: roostler/Fotolia

 

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Autor: Dörte Neitzel

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