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ZF scheitert mit Übernahme von Haldex

ZF scheitert mit Übernahme von Haldex

05.10.2016

ZF scheitert mit Übernahme von Haldex

Im Bieterwettstreit um den schwedischen Bremsenhersteller kommt der Friedrichshafener Autozulieferer nicht auf die angestrebte Aktienmehrheit. Jetzt ist Knorr-Bremse am Zug.

Der Versuch von ZF Friedrichshafen, den schwedischen Bremsenhersteller Haldex zu übernehmen, ist vorerst gescheitert. Das Unternehmen konnte mit seinem Angebot an die Aktionäre nicht die angestrebte Mehrheit von 50 Prozent plus erreichen. ZF hält bereits 21,24 Prozent an Haldex und hatte 120 Kronen pro Aktie geboten. Die Annahmefrist der Offerte lief am 3. Oktober aus.

ZF wurden jedoch weit weniger als 30 Prozent der Aktien angeboten worden, so dass es für die anvisierte Mehrheit nicht gereicht hat, heißt es aus dem Unternehmen. Wie die „Schwäbische Zeitung“ aus Unternehmenskreisen erfuhr, plane der Konzern die angebotenen Aktien nun nicht zu kaufen und die Übernahmepläne aufzugeben.

Haldex hatte ZF bevorzugt

ZF hatte mit seinem Angebot fünf Kronen unter der Offerte des Konkurrenten Knorr-Bremse gelegen. Der Münchener Autozulieferer hält nach eigenen Angaben 14,91 Prozent der Anteile an Haldex.

Das Management von Haldex hatte sich aber trotz des niedrigeren Angebots klar für die Offerte vom Bodensee ausgesprochen und den Entschluss mit Bedenken wegen der kartellrechtlichen Freigabe begründet. Das Angebot von Knorr-Bremse liegt bei 125 Kronen pro Aktie und läuft noch bis zum 5. Dezember.

Angebotspalette ausbauen

Die Friedrichshafener, die noch keine Bremsen im Angebot haben, wollten mit dem Bremsenhersteller zu einem Komplettanbieter für intelligente Steuerungssysteme werden. Knorr-Bremse gehört zwar bei Bremsen für Zugmaschinen zu den Marktführeren, hat aber kaum Erfahrungen mit Bremsen für Anhänger, dem Spezialgebiet von Haldex.

Bild: Haldex

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Autor: Dörte Neitzel

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