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(Bild: Pixabay/AngieJohnston)

Die US-Verkehrsbehörde NHTSA untersucht ein Airbag Problem bei TRW, einer US-Tochter des deutschen Zulieferers ZF Friedrichshafen. Die Airbags sollen wegen einer elektrischen Überlastung nicht wie vorgesehen beim Aufprall auslösen.Vermutlich sind bis zu 12,3 Millionen Fahrzeuge betroffen, schreibt das Handelsblatt.

Das Problem liege an einer Kontrolleinheit, die von TRW stamme. Auch die Gurtstraffer könnten betroffen sein.

Sechs Autohersteller betroffen

Laut NHTSA gehe es um Airbags in Autos von Fiat Chrysler, Hyundai, Honda, Mitsubishi, Toyota und Kia. Betroffen seien die Baujahre von 2010 bis 2019.

Der Aufsicht soll es bereits mindestens einen Todesfall und zwei Unfälle mit Verletzten aufgrund des Defekt gegeben haben. Die Behörde hatte bereits 2018 begonnen, zu ermitteln.

Zweiter Groß-Rückruf von TRW innerhalb von vier Jahren

Bereits vor vier Jahren hatte es einen großangelegten Rückruf von Airbag des selben Automobilzulieferers gebeben. Auch damals waren Toyota, Honda und Chrysler betroffen. Mehr als zwei Millionen Autos der Baujahre 2002 bis 2004 mussten in die Werkstätten zurück.

Allerdings war das Problem 2015 ein anderes: Die Airbags konnten unvermittelt ausgelöst werden. Auch da war eine defekte elektronische Komponente von TRW beteiligt.

ZF arbeitet mit US-Behörde zusammen

ZF teilte in einer Stellungnahme mit, sich der Fahrzeugsicherheit verpflichtet zu fühlen und bei der Untersuchung zu kooperieren.

Der Automobilzulieferer hatte TRW im Jahr 2015 für rund 13,5 Milliarden Dollar übernommen.

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