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Globale Lieferketten auf einer Supply-Chain-Plattform managen

Globale Lieferketten auf einer Supply-Chain-Plattform managen

09.11.2015

Der Clou liegt in der Cloud

Bei Störungen der Lieferkette muss umgehend gehandelt werden. Doch oftmals ist es schwierig festzustellen, wo die Güter liegen und welche alternativen Logistikmöglichkeiten verfügbar sind. Eine cloud-basierte Plattform will hier Abhilfe schaffen und Daten in Echtzeit im Netzwerk liefern.

Lokführer- und Pilotenstreiks haben in diesem Jahr gezeigt, wie abhängig Unternehmen von funktionierenden Lieferketten sind. Die Gefahr, dass Güter, die dringend in der Produktion gebraucht werden, liegen bleiben, hat vielen Supply-Chain-Managern Sorgenfalten auf die Stirn getrieben. Der finanzielle Schaden fiel aber in vielen Fällen deutlich geringer als prognostiziert aus. Das liegt auch daran, dass es immer bessere Möglichkeiten gibt, vorausschauend in der Supply Chain zu agieren. Damit die Güter nach Plan an ihren Bestimmungsort gelangen, muss schnell reagiert werden und Transporte über andere Länder oder Dienstleister, die nicht betroffen sind, umgeleitet werden.

Das bedeutet auch, dass man ein gutes Netzwerk mit seinen Logistikern pflegt. Logistikdienstleister sind heute nicht mehr nur der Dienstleistungspartner, der Produkte von A nach B bringt. Der Trend geht hin zu spezialisierten Partnern, die immer weiter gestreut sind und die Unternehmen im Rahmen der Globalisierungsstrategien unterstützen.

„Bei einem Unternehmen wie Adidas beispielsweise ist 90 Prozent der Produktion bei Zulieferern ausgelagert. Und die Produkte werden weltweit vertrieben. Das heißt Adidas ist auf ein funktionierendes Ökosystem von Logistikpartnern angewiesen“, betont Boris Felgendreher, Marketingleiter Europa bei GT Nexus. Die zunehmende Spezialisierung verstärkt die Aufschlüsselung der einzelnen Funktionen und die Vergabe von Dienstleistungen an Externe.

Das zählt vor allem auch im Logistikbereich. Doch die Abgabe dieser Funktionen an die Logistik-Spezialisten bedingt eine lückenlose Transparenz, um die Lieferkette auch jederzeit steuern zu können. Denn ohne den Überblick zu haben, wo sich welche Güter zu welcher Zeit befinden, kann der Einkauf beim Eintritt von Störungen der Lieferkette kaum reagieren, vor allem wenn die Warenströme auf der ganzen Welt verteilt sind.

Management in der Cloud

GT Nexus betreibt eine cloud-basierte Supply Chain Plattform, auf der Unternehmen ihre Zulieferer und Logistikdienstleister anbinden können und in Echtzeit auf einen gemeinsamen Datensatz zurückgreifen können. Konzerne wie Adidas, Levi Strauss oder Electrolux nutzen diese Plattform, um jederzeit einen Überblick zu haben, wo sich ihre Güter befinden.

„GT Nexus verbindet uns mit unseren Transportdienstleistern und gibt uns die Möglichkeit, alles einzusehen und aufgrund der gemeinsamen Datenbasis in der Cloud zu agieren“, sagt Björn Vang Jensen, Vice President Logistics bei Electrolux. „Diese Zusammenarbeit hilft uns bei den strategischen Entscheidungen mit unseren Logistik-Partnern immens.“

Die Architektur für eine transparente Lieferkette kann in der zentralen Plattform in der Cloud bestehen. Die Vorteile sind klar: Die Unternehmen haben jederzeit Zugriff auf die eigenen Daten und bei Bedarf auch Einblick in die für sie relevanten Daten ihrer Partner in der Lieferkette. So entsteht eine Art Facebook für die Logistikkette. Jede Statusänderung einer Lieferung können alle Partner sehen und dann entsprechend agieren. Es werden keine Excel-Listen mehr geteilt. Damit ist die Fehleranfälligkeit minimiert und die Geschwindigkeit maximiert.

Vor allem bei komplexen Lieferkettenprozessen ist dies ein erheblicher Vorteil für die Effizienz. „Für den Entscheider sind nur die Ausnahmen unter den Vorgängen relevant, die ohne sein Eingreifen nicht funktionieren würden“, so Felgendreher. „Es nimmt die Last von den Supply-Chain-Verantwortlichen und sie können sich auf die wesentlichen Aufgaben konzentrieren.“

Und stellt sich einmal ein Störfall ein, der sich nicht durch Prognosetools vorhersagen lässt, wie zum Beispiel durch einen Bahnstreik oder ein Erdbeben, werden die Supply-Chain-Verantwortlichen automatisiert über Abweichungen benachrichtigt. Die betroffenen Unternehmen können dann über die Plattform ganz schnell alternative Logistikwege finden. „Sind eigene Warenströme von der Störung betroffen, kann schnell auf alternative Logistikkapazitäten im Netzwerk zurückgegriffen werden, so dass Transportausfälle und Verspätungen vermieden werden können“, betont Felgendreher.

Kontrolle und Sicherheit

Die Cloud hat noch einen weiteren Vorteil: Bei Eins-zu-eins-Verbindungen via Excel oder E-Mail sind die Wege der Daten nicht kontrollierbar. Wie ein Zulieferer mit den Daten in Fernost oder Südamerika umgeht, kann niemand abschätzen. Die Cloud gibt den Unternehmen zum ersten Mal Kontrolle über die eigenen Daten.

Denn über die Regeln in der zentralen Verwaltung bestimmen sie. Wer welche Daten sehen darf und wer zuletzt Zugriff darauf hatte, ist jederzeit dokumentiert. Selbst der Kleinstbetrieb in China kann über eine gesicherte Webverbindung am Datenaustausch teilnehmen. Und die Daten sind so sicher, gerade weil sie in der Cloud liegen.

Autor: Annika Ostermeier

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