Kupferdraht

Wie ist die Versorgungssituation bei Rohstoffen? Steigen die Preise? Gibt es Produktions- oder Transportengpässe? Das erfahren Sie in unserem aktuellen Rohstoff-Ticker. (Bild: salita2010 - stock.adobe.com)

Ein weißes Pulver vor schwarzem Hintergrund mit dem Schriftzug Rohstoff-Ticker
Alle aktuellen Informationen und Nachrichten zur Rohstoffversorgung finden Sie hier. (Bild: WR.LILI - stock.adobe.com)

29.11.2021: Black Friday beim Rohöl

(Commerzbank) Die Ölpreise erlebten am Freitag einen Absturz, der dem Begriff „Black Friday“ in doppelter Hinsicht gerecht wurde. Zeitweise lagen die Preise 10 US-Dollar im Minus. Brent fiel im Tief bis auf gut 72 US-Dollar je Barrel, WTI auf 67,4 US-Dollar. Das entsprach dem niedrigsten Niveau seit Anfang September. Am Ende des Tages beliefen sich die Verluste im zweistelligen Prozentbereich: Brent gab um 11,5 Prozent nach, WTI um 13 Prozent. Die Ölpreise verzeichneten damit den jeweils stärksten prozentualen Tagesrückgang seit April 2020.

Auslöser war das Aufkommen einer neuen Variante des Coronavirus, die mittlerweile den Namen Omikron trägt und von der Weltgesundheitsorganisation als sehr besorgniserregend eingestuft wird. Es bestehen offenbar Sorgen, dass dadurch die Ölnachfrage stärker getroffen wird und das Überangebot am Ölmarkt im nächsten Jahr größer ausfallen könnte. Das Ausmaß des Preisrückgangs am Freitag war unseres Erachtens allerdings eine Überreaktion, die wahrscheinlich auch durch das dünne Handelsvolumen begünstigt wurde, da viele Marktteilnehmer in den USA sich nach dem Thanksgiving-Feiertag in ein langes Wochenende verabschiedet hatten.

Den tatsächlichen Effekt auf die Nachfrage kann man aber noch nicht seriös beziffern. Dieser dürfte aber kaum ansatzweise an das Frühjahr 2020 heranreichen. Die OPEC+ dürfte es sich zudem genau überlegen, ob sie im aktuellen Umfeld mit einer Produktionsausweitung bei ihrem Treffen am Donnerstag noch zusätzlich Öl ins Feuer gießt.

Dass die OPEC+ die gegenwärtige Lage ernst nimmt, zeigt, dass ein für morgen vorgesehenes Treffen des Gemeinsamen Beobachtungskomittees der OPEC+ (JMMC) auf Donnerstag verschoben wurde, um die Auswirkungen der Omikron-Variante auf die Ölnachfrage und die Ölpreise genauer zu evaluieren. Vieles spricht nach Meinung der Commerzbank dafür, dass die OPEC+ die Ölproduktion zunächst nicht weiter erhöht.

29.11.2021: Gold wieder "sicherer Hafen"

(Commerzbank) Gold wurde am Freitag teilweise seinem Status als sicherer Hafen gerecht. An einem Tag mit hoher Risikoaversion an den Finanzmärkten ist es unter dem Strich leicht gestiegen. Unterstützung erhielt Gold vom schwachen US-Dollar und vor allem von deutlich gefallenen Anleiherenditen in den USA.

Dort wurden einige Zinserhöhungserwartungen im Zuge der Nachrichten zur neuen Corona-Variante wieder ausgepreist (wegen Sorgen, dass die neue Virusvariante die Wirtschaftserholung abwürgen und die US-Notenbank Fed ihre Geldpolitik zu schnell straffen könnte).

26.11.2021: Preise für Aluminium und Nickel fallen

(Commerzbank) Die Metallpreise haben am Freitag im Zuge der allgemein hohen Risikoaversion an den Finanzmärkten stark Federn lassen müssen. Gemessen am LME-Industriemetallindex sind sie um 3,3 Prozent gefallen. Dies war der stärkste Tagesrückgang seit über vier Wochen. Größte Verlierer mit einem Minus von jeweils fast 4 Prozent waren Aluminium und Nickel. Eisenerz ist sogar um 6 Prozent eingebrochen.

++ Die größten Produzenten von Nickel ++

++ Die größten Produzenten von Aluminium ++

26.11.2021: China und der Westen kaufen mehr Gold

(Commerzbank) Wie die Hongkonger Statistikbehörde berichtete, hat China im Oktober aus Hongkong netto 54,3 Tonnen Gold importiert. Dies waren 56 Prozent mehr als im Vormonat, ein Vielfaches des Vorjahres und die größte Menge seit Juni 2018. Seit Jahresbeginn summieren sich die Netto-Importe auf 263 Tonnen, mehr als achtmal so viel wie im entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Auch das 2019er Niveau und damit das Vorkrisenniveau wurde mittlerweile übertroffen. Die Daten aus Hongkong unterstreichen die derzeit offenbar starke Goldnachfrage in China. Die hohe Goldnachfrage in Asien – auch Indien hat in den letzten Monaten deutlich mehr Gold importiert – sorgt für einen stabilen Goldpreis.

Doch nicht nur in Asien, sondern auch in den westlichen Ländern hat die Goldnachfrage den coronabedingten Einbruch des Vorjahres hinter sich gelassen. Laut dem auf Edelmetalle spezialisierten Beratungsunternehmen Metals Focus könnte die Nachfrage nach Goldschmuck in den USA in diesem Jahr auf mehr als 140 Tonnen steigen. Das wären gut 10 Prozent mehr als 2019 und das beste Jahr seit mindestens 2010, ab welchem Metals Focus Daten erhebt.

Das Unternehmen führt dies auf mehrere Faktoren zurück: So führt die Konjunkturerholung zu steigenden Löhnen und einer niedrigeren Arbeitslosigkeit. Zudem wurden noch aus dem Jahr 2020 Hochzeiten nachgeholt. Darüber hinaus haben Schmuckhändler und Schmuckindustrie ihre während der Corona-Pandemie stark reduzierten Lagerbestände wieder aufgebaut.

Auch für Europa berichtet Metals Focus eine kräftige Schmucknachfrage. Diese lag im dritten Quartal wieder auf dem Niveau von 2019. Die Goldnachfrage aus der Schmuckindustrie zu Fabrikationszwecken übertraf das 2019er-Niveau um 9 Prozent.

24.11.2021: Weltweite Stahlproduktion fällt auf 1,5-Jahrestief

(Commerzbank) Die globale Stahlproduktion ist gemäß Daten des Weltstahlverbands (WSA) im Oktober gegenüber Vorjahr um 10,6 Prozent auf 145,7 Millionen Tonnen gefallen. Dies entspricht einer Tagesproduktion von 4,7 Millionen Tonnen, was den niedrigsten Wert seit 1,5 Jahren darstellt. Der Rückgang ist fast ausschließlich auf China zurückzuführen, wo die Produktion Daten des Nationalen Statistikbüros zufolge um über 20 Prozent eingebrochen ist.

Die chinesischen Daten waren bereits bekannt und wurden wie üblich von der WSA übernommen. In den meisten großen Produzentenländern außerhalb Chinas wurde im letzten Monat mehr Stahl hergestellt, teilweise deutlich mehr (USA +20 Prozent, Indien +14 Prozent). Da China auf der Weltbühne aber immer noch ein hohes Gewicht hat, war die Produktionsausweitung in den anderen Ländern bei weitem nicht genug, um den Rückgang in China aufzufangen.

Chinas Anteil an der weltweiten Stahlproduktion ist allerdings erstmals seit März 2018 unter die Schwelle von 50 Prozent gefallen.

++ Die weltgrößten Stahlhersteller ++

24.11.2021: Mehr Platinangebot als -nachfrage

(Commerzbank) Der World Platinum Investment Council (WPIC) hat heute Morgen seinen Quartalsbericht zur Lage am globalen Platinmarkt präsentiert. Demnach weist der Markt in diesem Jahr einen Angebotsüberschuss von 769.000 Unzen auf. Damit hat der WPIC seine vorherige Schätzung (190.000 Unzen) massiv nach oben revidiert.

Der Überschuss kommt laut WPIC zum einen durch eine starke Ausweitung der Produktion zustande (+24 Prozent). Im letzten Jahr stand in Südafrika eine große Verarbeitungsanlage vorübergehend still, was das Angebot an Platin stark eingeschränkt hatte. Dieser Rückstand wird in diesem Jahr aufgeholt. Zum anderen trägt die schwache Investmentnachfrage zum hohen Überschuss bei.

Der WPIC setzt diese 2021 mit nur noch 225.000 Unzen an, 86 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Nachfrage aus der Automobilindustrie soll dagegen um 14 Prozent zulegen. Sie zeigt sich laut WPIC trotz der Chip-Knappheit widerstandsfähig, was daran liegt, dass mehr Material in den Katalysatoren verwendet wird, um strengere Emissionsrichtlinien zu erfüllen.

Die industrielle Platinnachfrage außerhalb der Automobilindustrie soll sogar um 26 Prozent anziehen. Dies alles ist aber nicht genug, um die schwache Investmentnachfrage aufzufangen, so dass die gesamte Platinnachfrage rückläufig sein soll (-5 Prozent).

Auch im nächsten Jahr soll der globale Platinmarkt deutlich überversorgt bleiben. Der WPIC setzt den erwarteten Überschuss mit 637 Tsd. Unzen an. Das Angebot soll demnach weitgehend stabil bleiben, während die Nachfrage leicht um 3 Prozent steigen soll. Die Investmentnachfrage dürfte verhalten bleiben. Die Nachfrage aus der Automobilindustrie soll hingegen weiter kräftig zulegen.

Der Platinpreis hat auf den Bericht des WPIC nicht reagiert. Er erholt sich heute Morgen von seinem gestrigen Rutsch um etwa 1 Prozent auf 980 US-Dollar je Feinunze.

24.11.2021: Länder weltweit geben strategische Erdöl-Reserven frei

(Commerzbank) Die US-Regierung hat gestern bekannt gegeben, 50 Millionen Barrel Rohöl aus den strategischen Reserven freigeben zu wollen. Das übertrifft die im Vorfeld kolportierte Menge. Die gestrige Preisreaktion kann damit erklärt werden, dass dieser Schritt seit Tagen erwartet wurde. Dieses Damoklesschwert hatte die Ölpreise zuvor deutlich fallen lassen.

Neben den USA hat auch Indien die geplante Freigabe von 5 Millionen Barrel bekannt gegeben. Großbritannien will die Freigabe von 1,5 Millionen Barrel aus privaten Beständen ermöglichen, Japan bis zum Jahresende über Auktionen 4,2 Millionen Barrel. China und Südkorea, die von den USA ebenfalls angesprochen wurden, haben sich bislang noch nicht geäußert.

Die für die USA im Raum stehenden 50 Millionen Barrel entsprechen einer Erhöhung des Ölangebots um 1,6 Millionen Barrel pro Tag für einen Monat und damit dem Vierfachen dessen, was die OPEC+ im kommenden Monat zusätzlich in den Markt geben will. Das noch bestehende Überangebot am Ölmarkt wäre damit verschwunden. Die OPEC+ könnte nun sogar die geplanten Produktionserhöhungen für zweieinhalb Monate aussetzen, ohne dass es zu einer Verknappung am Ölmarkt kommt.

23.11.2021: Aluminium-Produktion steigt leicht

(Commerzbank) Das International Aluminium Institute (IAI) hat etwas überraschend einen moderaten Anstieg der globalen Aluminiumproduktion im Oktober berichtet (auf ein 3-Monatshoch). Demnach wurde letzten Monat 1,3 Prozent mehr Aluminium hergestellt als im Vorjahr (5,69 Millionen Tonnen bzw. 183.500. Tonnen pro Tag).

Das IAI hat dabei zum einen die chinesische Aluminiumproduktion wiederholt höher angesetzt als das Nationale Statistikbüro. Zum anderen wurde im Oktober außerhalb Chinas mehr produziert. Global betrachtet liegt die Aluminiumproduktion nach den ersten zehn Monaten des Jahres um vier Prozent über dem Vorjahr. Es ist damit den Analysten zufolge schon fast so gut wie sicher, dass trotz der zahlreichen Einschränkungen (vor allem in China) in diesem Jahr ein neues Produktions-Hoch erreicht wird.

++ Die größten Alu-Hersteller weltweit ++

23.11.2021: Italienische Zinkschmelze stillgelegt - Preise steigen

(Commerzbank) Der Zinkpreis ist gestern Nachmittag um 3,5 Prozent auf 3.350 US-Dollar je Tonne nach oben gesprungen. Grund dafür war die Meldung eines der führenden Zinkproduzenten, seine Schmelze in Italien bis Ende des Jahres vorübergehend komplett stillzulegen. Der Grund: die hohen Energiepreise. Laut Angaben der Nachrichtenagentur Bloomberg hat die Schmelze eine Produktionskapazität von jährlich 100.000 Tonnen. Der Produzent hat damit seine Ankündigung von Mitte Oktober konkretisiert, die Produktion in seinen europäischen Werken drosseln zu wollen.

Da ebenfalls Mitte Oktober ein weiterer führender Zinkproduzent angekündigt hatte, seine Produktion in Europa massiv um bis zu 50 Prozent zu kürzen, sprechen die Analysten von einem angespannten Zinkmarkt zukünftig als sehr angespannt. Die International Lead and Zinc Study Group hatte auf ihrer Herbsttagung nur noch geringe weltweite Angebotsüberschüsse für dieses und nächstes Jahr in Aussicht gestellt. Dies war allerdings noch vor den mittlerweile angekündigten Kürzungen der Produzenten. Die Commerzbank geht von einem starken Angebotsdefizit bei Zink aus – sowohl global, vor allem aber in Europa.

22.11.2021: Hohe Corona-Neuinfektionen lassen Ölpreis fallen

(Commerzbank) Der Preis für Brent-Rohöl fiel in der Nacht auf 77,6 US-Dollar je Barrel und markierte damit das tiefste Niveau seit Anfang Oktober. Gleiches gilt für WTI mit weniger als 75 US-Dollar. Im Wochenvergleich verlor Brent 4 Prozent, WTI knapp 6 Prozent. Damit verzeichneten die Ölpreise bereits den vierten Wochenverlust in Folge sowie den stärksten seit drei Monaten. Auslöser war der rekordstarke Anstieg der Corona-Neuinfektionen in vielen Ländern Europas, der die Politik zu einer spürbaren Verschärfung der Maßnahmen bis hin zu lokalen bzw. flächendeckenden Lockdowns veranlasst.

Damit geht die Sorge einher, dass die Ölnachfrage spürbar gebremst wird. Die Erfahrung aus dem Sommer zeigt zwar, dass diese Sorgen auch schnell wieder verfliegen können. Damals kam es aufgrund von Corona-Ausbrüchen und lokalen Lockdowns in Asien wiederholt zu kurzzeitigen kräftigen Preisrückgängen am Ölmarkt, die allerdings schnell wieder wettgemacht wurden. Diesmal könnte die Schwächephase allerdings länger anhalten, da sich das Virus im Winter wesentlich schneller verbreitet und ein baldiges Ende der derzeitigen Welle daher nicht zu erwarten ist.

Hinzu kommt, dass die Debatte um eine Freigabe der strategischen Ölreserven nicht aufhört. Am Wochenende zeigte sich Japan aufgeschlossen dazu, obwohl ein Gesetz dies nur im Falle von Angebotsengpässen oder Naturkatastrophen erlaubt, nicht jedoch, um die Preise zu drücken. Man sucht offenbar nach Wegen, dieses Gesetz zu umgehen. So wird laut einer von Reuters zitierten Quelle erwogen, den Teil der Ölreserven anzuzapfen, der die vorgegebene Mindestmenge überschreitet.

Wie Reuters unter Berufung auf offizielle Daten berichtet, hielt Japan im September Ölreserven, die den Bedarf von 145 Tagen abdecken. Erforderlich sind mindestens 90 Tage. Sollte Japan staatliche Notfallreserven freigeben, wäre dies ein Novum. Nicht einmal während des Golfkrieges 1991, noch nach der Tsunami-Katastrophe 2011 hat es dies gegeben. Damals taten dies nur die Ölunternehmen.

++ Die größten Erdöl-Förderländer ++

19.11.2021: Industriemetalle: Preise sinken wegen Zinssorgen

(Commerzbank) Die Stimmung an den Metallmärkten ist angeschlagen. Kupfer ist gestern zeitweise unter 9.400 US-Dollar je Tonne auf den tiefsten Stand seit fast sechs Wochen gefallen. Auch Zink hat unter 3.150 US-Dollar je Tonne ein 6-Wochentief markiert.

++ Die größten Kupfer-Produzenten ++

Die meisten anderen Metalle haben ebenfalls Federn gelassen. Unter den Marktteilnehmern hat sich anscheinend die Sorge breit gemacht, dass die Straffung der Geldpolitik einiger Zentralbanken zur Bekämpfung der Inflation die wirtschaftliche Erholung abwürgen und damit auch die Nachfrage nach zyklischen Rohstoffen wie Metallen dämpfen könnte.

Hinzu kommen die vielerorts stark steigenden Corona-Infektionszahlen, die offenbar ebenfalls zu Verunsicherung führen. Denn sollten strengere Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie eingeführt werden, hätte dies wohl negative Auswirkungen auf die Wirtschaft. Im Falle von Kupfer scheint sich zudem die enorme Knappheit, die noch vor einigen Wochen vorherrschte, aufzulösen.

Dies spiegelt sich auch in der LME-Lagerstatistik wider: Die frei verfügbaren Kupfervorräte in den LME-Lagerhäusern haben sich in den letzten 4,5 Wochen auf über 62.000 Tonnen mehr als vervierfacht. Dies darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass sie – wie auch die Gesamtbestände – nach wie vor auf niedrigen Niveaus liegen.

18.11.2021: Es gibt zu wenig Silber

(Commerzbank) Das Silver Institute hat einen Zwischenbericht zur Lage am globalen Silbermarkt veröffentlicht. Demnach soll der physische Markt in diesem Jahr erstmals seit 2015 wieder ein Angebotsdefizit aufweisen (7 Millionen Unzen). Die gesamte Silbernachfrage soll um 15 Prozent auf 1,29 Milliarden Unzen steigen, den höchsten Wert seit sechs Jahren, wozu alle Nachfragekomponenten beitragen.

Die industrielle Silbernachfrage soll sogar um 8 Prozent auf ein Rekordhoch von 524 Millionen Unzen anziehen. Sie wird dabei angetrieben von der Photovoltaikindustrie und von elektrischen/elektronischen Anwendungen, was die Rolle von Silber in der „grünen“ Wirtschaft unterstreicht.

Auch die Schmucknachfrage dürfte dieses Jahr deutlich höher ausfallen (+18 Prozent). Den größten Nachfrageanstieg erwartet das Silver Institute aber bei der Investmentnachfrage, die um 32 Prozent auf ein 6-Jahreshoch von 263 Millionen Unzen zulegen soll. Dies wird auf eine starke Münz- und Barrennachfrage in Ländern wie den USA und Indien zurückgeführt.

Den Silber-ETFs sollen in diesem Jahr 150 Millionen Unzen zufliessen, weniger als die Hälfte des letzten Jahres. Die Erwartung des Silver Institutes für das Gesamtjahr impliziert aber, dass die Zuflüsse in den verbleibenden Wochen des Jahres noch kräftig anziehen müssen. Das Silberangebot soll zwar um 5 Prozent ausgeweitet werden, kann die Nachfrage aber nicht ganz befriedigen.

17.11.2021: Droht ein Bleimangel in Europa und den USA?

(Commerzbank) Das World Bureau of Metal Statistics (WBMS) berichtet von einem hohen Nachfrageüberschuss auf dem Bleimarkt in den ersten acht Monaten des Jahres. Dagegen spricht die International Lead and Zinc Study Group (ILZSG) von einem Angebotsüberschuss.

Wie aus den WBMS-Daten hervorgeht, ist Blei besonders in den USA sehr knapp. Dort blieb das Angebot von Januar bis August demnach um fast 400.000 Tonnen hinter der Nachfrage zurück. In den LME-Lagerhäusern in den USA gibt es schon seit Monaten gar kein Blei mehr. In Europa war die Lage gemäß den WBMS-Daten noch entspannter. Die Lagerbestände zeigen hier mittlerweile aber ein anderes Bild: Mit nur noch gut 12.000 Tonnen liegt in den europäischen LME-Lagerhäusern die geringste Menge Blei seit gut 14 Jahren.

Dies deutet zum einen auf eine hohe Nachfrage hin. Zu anderen machen die Analysten auch Produktionsausfälle dafür verantwortlich. So musste im Zuge der Überschwemmungen im Westen Deutschlands im Juli eine große Bleischmelze ihre Produktion einstellen. Dieses Material fehlt dem Markt offensichtlich.

Dagegen sitzt China noch auf hohen Bleibeständen: In den Lagerhäusern der SHFE liegen noch immer gut 160.000 Tonnen. Mitte September waren es sogar rekordhohe Bestände von über 200.000 Tonnen. China hat mittlerweile damit begonnen, große Mengen Blei zu exportieren – allein im September waren es gemäß Daten der Zollbehörde netto über 15.000 Tonnen, die größte Menge seit Beginn der Datenreihe im Jahr 2008.

17.11.2021: Gaspreis wieder über 100 Euro/MWh

(Commerzbank) Die Gaspreise am Knotenpunkt TTF klettern heute Morgen auf ein 4-Wochenhoch von fast 100 Euro je MWh und schieben die Preise im EU-Emissionshandel auf ein neues Rekordhoch von fast 68 Euro je Tonne.

16.11.2021: Nickelvorräte sinken

(Commerzbank) Ein Blick auf die LME-Lagerstatistik zeigt, dass die Nickelvorräte in den LME-Lagerhäusern seit April kontinuierlich abgebaut werden. Sie haben sich seitdem auf 130.000 Tonnen halbiert und befinden sich auf dem niedrigsten Niveau seit fast zwei Jahren. Da über 40 Prozent der Bestände noch zur Auslieferung angefordert sind, spricht dies für eine Fortsetzung des Lagerabbaus.

Die Nickelvorräte in den SHFE-Lagerhäusern dümpeln schon seit Monaten auf einem sehr niedrigen Niveau vor sich hin, was wenig Spielraum bei einem Anziehen der Nachfrage gibt.

Dass die Nickelfrage (weiter) anzieht – die International Nickel Study Group erwartet in diesem Jahr ein Nachfrageplus von 16 Prozent gegenüber Vorjahr – steht für die Commerzbank-Analysten außer Frage. Getragen wird sie zum einen von der Edelstahlproduktion, die sich von ihrem Rückgang im letzten Jahr mittlerweile kräftig erholt hat und laut Einschätzung von MEPS in diesem Jahr ein Rekordhoch erreichen soll.

Zum anderen trägt die Elektromobilität die Nachfrage, im Zuge derer viel Nickel in den Batterien für Elektroautos verwendet werden dürfte. Um den erwartet hohen Nickelbedarf zukünftig bedienen zu können, hat der Verband der chinesischen Nichteisenproduzenten Anfang des Monats vorgeschlagen, dass China kommerzielle Reserven von Nickel (und Kobalt) aufbauen soll.

Demnach mache die heimische Nickelproduktion nur 5 Prozent der Nachfrage aus und China sei hochgradig auf Importe angewiesen. Daten der Zollbehörde zufolge hat China in den ersten drei Quartalen dieses Jahres bereits über 170.000 Tonnen Nickelraffinade (die größte Menge seit fünf Jahren) und 2,8 Millionen Tonnen Ferronickel (eine Rekordmenge in diesem Beobachtungszeitraum) importiert. Auch die Einfuhren von Nickelerz haben wieder deutlich angezogen.

++ Die größten Nickelproduzenten der Welt ++

++ Die größten Kobaltproduzenten weltweit ++

16.11.2021: Erdgas wird wieder teurer

(Commerzbank, Bundesnetzagentur) Der europäische Erdgaspreis (TTF) stieg gestern um 9 Prozent und überwand damit erstmals seit Ende Oktober wieder die Marke von 80 Euro je MWh. Heute verteuert sich Erdgas weiter auf knapp 90 Euro.

Dabei hatte der Kreml erst am Freitag die Drohung des weißrussischen Präsidenten Lukaschenko, die Gaslieferungen nach Europa zu unterbrechen, als nicht mit ihm abgesprochen bezeichnet und damit für eine leichte Entspannung gesorgt. Diese erwies sich als kurzlebig. Denn die Erdgaslieferungen Russlands steigen nur langsam.

Am deutschen Eingangspunkt Mallnow wurden gestern Zuflüsse von 300 GWh gemeldet. Das ist zwar die größte Tagesmenge seit Ende September, liegt aber noch immer deutlich unter dem Niveau von 800 bis 900 GWh pro Tag, das normalerweise erreicht wird.

Zudem zeigten die Ergebnisse der aktuellen Auktionen, dass Russland für Dezember keine zusätzlichen Kapazitäten für die Jamal-Pipeline über Polen gebucht hat. Gleiches gilt auch für den Gastransit über die Ukraine. Möglicherweise setzt man in Moskau auf eine schnelle Inbetriebnahme von Nord Stream 2.

Wann das der Fall ist, lässt sich jedoch nicht sagen, heute hat die Bundesnetzagentur die Zertifizierung der Ostseepipeline aus formalrechtlichen Gründen erstmal auf Eis gelegt. Auch das hat dem Gaspreis erneut einen Schubs nach oben versetzt.

15.11.2021: Magnesiumversorgung bleibt bis Jahresende angespannt

(DERA) Die weltweite Versorgungslage bei Magnesium-Metall bleibt nach Einschätzung der Deutschen Rohstoffagentur (DERA in der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) mindestens bis zum Jahresende angespannt. Als Grund führt sie die jüngsten Exportzahlen aus China an – mit einem Anteil von 85 Prozent Weltmarktführer bei dem Rohstoff. S

o sind die Ausfuhren von Magnesium-Metall nach Angaben der chinesischen Zollbehörde im September deutlich um 25 Prozent gegenüber dem Vormonat eingebrochen. Die Folgen der akuten Rohstoffknappheit sind in den Wirtschaftszweigen spürbar, in denen Magnesium in Aluminiumlegierungen und Druckgussbauteilen eingesetzt wird. Hintergrund des sinkenden Exports sind Produktionskürzungen vor allem in der Provinz Shaanxi, dem Zentrum der Magnesium-Metallproduktion in China. Shaanxi ist für fast 70 Prozent der gesamten Produktion von Magnesium-Metall in China verantwortlich.

Aufgrund staatlicher Vorgaben infolge einer allgemein angespannten Versorgungslage im Energiesektor musste die Provinz ihren Energieverbrauch stark reduzieren. Da die Magnesium-Metallproduktion besonders energieintensiv ist, kam es hier zu starken Produktionskürzungen, die nun zu einem globalen Versorgungsengpass führen. Die Kürzungen in der Magnesium-Metallproduktion haben dazu geführt, dass der Magnesiumpreis im September 2021 mit über 10.000 US-Dollar pro Tonne auf ein Allzeithoch geklettert ist.

Auch wenn sich die Lage auf dem chinesischen Markt zuletzt leicht erholt hat, rechnet die DERA weiter mit einer angespannten Versorgungslage bis mindestens zum Jahresende. Vor allem gegen Ende des Jahres könnte sich die Situation nach ihrer Einschätzung weiter verschärfen, wenn es darum ginge, die Energieverbrauchsziele für das letzte Quartal 2021 zu erreichen. Energiekürzungen gerade in den Wintermonaten könnten weitere Auswirkungen auf die Magnesiumproduktion haben.

„Für die deutsche Industrie bedeutet dies, dass Unternehmen ihre Einkaufsstrategie gegebenenfalls überdenken und neu ausrichten sollten. Hierzu zählt auch eine breitere Diversifizierung von Lieferquellen außerhalb Chinas“, so Peter Buchholz, Leiter der DERA. Neue Projekte zur Magnesium-Metallproduktion würden derzeit beispielsweise in Kanada und Australien umgesetzt.

12.11.2021: Chinesische Aluminiumschmelzen liegen weiterhin still

(Commerzbank) Laut einem Bericht des Nachrichten- und Datenanbieters S&P Global Platts setzen die chinesischen Aluminiumschmelzen ihre Produktionskürzungen im Zuge der Stromknappheit und angeordneten Energiesparmaßnahmen weiter um. Demnach gebe es noch keine Anzeichen, dass vormals stillgelegte Anlagen wieder in Betrieb genommen werden.

Eine Rolle spielt dabei der Anstieg der Strompreise, nachdem die Nationale Entwicklungs- und Reformkommission (NDRC) unlängst Preissteigerungen genehmigt und Vorzugspreise für energieintensive Industrien gestrichen hatte. Dies hat maßgeblich zur Steigerung der Produktionskosten der Schmelzen beigetragen. Im Zuge dessen sind viele Schmelzen in die Verlustzone gerutscht, was die Produktion grundsätzlich unattraktiver macht.

Ähnlich wie die Stahlproduktion könnte dem Bericht zufolge die Aluminiumproduktion auch zu Beginn des nächsten Jahres noch gedrosselt bleiben, um für die Olympischen Winterspiele in Peking für möglichst saubere Luft zu sorgen.

Diese Angebotssorgen lassen den Aluminiumpreis steigen. Gestern ist er an der LME in London um über drei Prozent auf 2.660 US-Dollar je Tonne gestiegen. Heute Morgen fällt er wieder etwas zurück. Der Preisrutsch der vergangenen Wochen scheint aber ein Ende zu finden. Den steigenden Preis befeuert auch die geringen Aluminiumvorräte in den LME-Lagerhäusern. Sie sind in dieser Woche erstmals seit zwei Jahren unter die 1-Million-Tonnen-Marke gesunken sind.

12.11.2021: Gold wird wieder teurer - zumindest kurzfristig

(Commerzbank) Gold ist gestern trotz des anhaltend starken US-Dollar erneut in Richtung 1.870 US-Dollar je Feinunze gestiegen. Zwar hat es das Niveau nicht gehalten, mit rund 1.860 US-Dollar handelt es aber gut 40 US-Dollar höher als zu Wochenbeginn. Sollte Gold das aktuelle Preisniveau heute verteidigen, würde es den größten Wochengewinn seit Anfang Mai einfahren.

Unterstützt wird der Trend von den unerwartet hohen Inflationsdaten in den USA, die am Mittwoch veröffentlicht wurden und offenbar noch nachwirken.

12.11.2021: Ölpreis fällt weiter

(Commerzbank) Der Ölpreis (Brent) fällt am Morgen auf 82 US-Dollar je Barrel. Damit sinkt er in der dritten Woche in Folge. Für Gegenwind sorgen ein deutlich festerer US-Dollar und Spekulationen über eine Freigabe der strategischen Ölreserven in den USA.

Die OPEC revidierte ihre Prognose für den Anstieg der weltweiten Ölnachfrage in diesem Jahr etwas auf 5,65 Millionen Barrel pro Tag nach unten. Die Abwärtsrevision betrifft ausschließlich das zweite Halbjahr. Trotz der etwas geringeren Ölnachfrage dürfte sich die Angebotslücke im laufenden Quartal noch immer auf 1 bis 1,5 Millionen Barrel pro Tag belaufen, da die OPEC weiterhin deutlich weniger Öl produziert als vereinbart.

Für nächstes Jahr erwartet sie aber weiterhin einen Nachfrageanstieg um 4,15 Millionen Barrel pro Tag. Unterstellt man, dass die OPEC die Produktion dann jeden Monat wie vereinbart um 250.000. Barrel pro Tag erhöht, würde sich für das 1. Quartal ein Überangebot von rund 1,5 Millionen Barrel pro Tag ergeben.

11.11.2021: Zinnpreis nur knapp unterm Allzeit-Hoch

(Commerzbank) Zinn notiert mit 37.800 US-Dollar je Tonne aktuell nur etwa 1.000 US-Dollar und damit knapp drei Prozent unter seinem Allzeithoch von Mitte Oktober. Auf ein knappes Angebot ist der jüngste Preisanstieg nach Ansicht der Analysten jedoch nicht zurückzuführen.

So hat Indonesien, der weltgrößte Zinnexporteur, im Oktober gemäß Daten des Handelsministeriums 7.800 Tonnen Zinn ausgeführt. Dies waren über 70 Prozent mehr als im Vorjahr und die größte Menge seit über drei Jahren. Nach zehn Monaten hat Indonesien bereits gut 60.000 Tonnen Zinn exportiert, zehn Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Damit sollte es möglich sein, dass das Jahresziel der Exporte von 66.000 bis  67.000 Tonnen übertroffen wird.

Entspannungssignale gibt es auch aus Malaysia, wo laut Angaben der International Tin Association der größte Zinnproduzent des Landes und einer der größten weltweit eine neue Schmelze in Betrieb genommen hat und bald sein monatelanges „force majeure“ aufhebt. Und den Daten der chinesischen Zollbehörde zufolge hat China mit Ausnahme des Januars bislang jeden Monat netto Zinnraffinade ausgeführt (insgesamt knapp 10.000 Tonnen in den ersten drei Quartalen), nachdem es im letzten Jahr noch Netto-Importeur war.

Allerdings gehen die Analysten vo einer weiterhin starken Nachfrage aus. Ein Indiz dafür sind auch die täglichen Lagerdaten der LME. Demnach lagen die Zinnvorräte in den LME-Lagerhäusern letzte Woche mit nur noch 645 Tonnen auf dem tiefsten Stand seit über drei Jahrzehnten. In den Lagerhäusern der SHFE sind die Bestände in den letzten Monaten auf ein 5½-Jahrestief abgeschmolzen.

++ Die größten Zinn-Produzenten ++

10.11.2021: Darum fallen die Erdgas-Preise wieder

(Commerzbank) Der europäische Gaspreis ist seit gestern Mittag um fast 15 Prozent gefallen. Gründe dafür sind erste Anzeichen, dass Russland den Worten nun Taten folgen lässt und die Erdgaslieferungen erhöht: Zum einen bestätigte der ukrainische Netzwerkbetreiber, dass die Transitkapazitäten am Grenzübergang zur Slowakei aufgestockt worden seien, zum anderen waren auch in Mallnow, am Grenzübergang Polen/Deutschland, höhere Lieferungen zu verzeichnen.

Außerdem hat der staatliche niederländische Gasnetzbetreiber angekündigt, möglicherweise die Produktion im größten Gasfeld Europas Groningen, die seit Jahren zurückgefahren wird, temporär hochzufahren.

Darüber hinaus fiel der US-Erdgaspreis (Henry Hub) wegen der Aussicht auf mildere Temperaturen gestern deutlich und rutschte erstmals seit Mitte Oktober wieder unter 5 US-Dollar je mmBtu. Hinzu kommt, dass die US-Energiebehörde gestern in ihrem Monatsbericht für Dezember bis Februar 22 mit durchschnittlich 11,1 Mrd. Kubikfuß pro Tag rekordhohe LNG-Exporte in Aussicht gestellt hat.

10.11.2021: Größter Lithium-Produzent Europas entsteht

European Lithium kauft zwei Abbaugebiete in der Ukraine und wird damit voraussichtlich zum größten Lithium-Anbieter in Europa aufsteigen. Zur kompletten Meldung geht es hier lang.

09.11.2021: China exportiert weiterhin viel Aluminium

(Commerzbank) Die Handelszahlen aus China zeigen, dass China weiterhin viel Aluminium exportiert – trotz der angeordneten Produktionskürzungen. Daten der Zollbehörde zufolge sind die Aluminiumausfuhren im Oktober gegenüber Vorjahr um fast 15 Prozent auf 480.000 Tonnen gestiegen. Dies war nur etwas weniger als in den beiden Vormonaten und im Vergleich zu den letzten zwölf Monaten überdurchschnittlich.

Die anhaltend hohen Exporte deuten nach Meinung der Analysten zum einen auf eine gute Nachfrage außerhalb Chinas hin, zum anderen sprechen sie aber auch für eine gewisse Nachfragezurückhaltung in China selbst. Letzteres wird durch die Aluminiumvorräte in den Lagerhäusern der SHFE unterstrichen, die mittlerweile sieben Wochen in Folge auf ein 5-Monatshoch gestiegen sind.

Laut Aussagen des chinesischen Daten- und Informationsanbieters SMM haben die in den letzten Wochen spürbar gefallenen Aluminiumpreise durchaus auch positive Seiten: So beobachtete SMM zuletzt ein Anziehen der Nachfrage seitens der Aluminiumverarbeiter. Dem gegenüber könnte aber auch eine Stabilisierung oder sogar leichte Erholung der chinesischen Aluminiumproduktion stehen.

Denn zuletzt gab es Anzeichen, dass die Stromknappheit abebbt, nachdem die chinesischen Behörden mehrfach im Kohlemarkt interveniert hatten. Im Zuge dessen sind die Kohlepreise deutlich gefallen, was die Energiekosten der Aluminiumschmelzen verringert. Allerdings sind laut SMM in den letzten Wochen die Margen der Aluminiumschmelzen wie Schnee in der Sonne geschmolzen. Demnach haben die Schmelzen in der letzten Woche im Durchschnitt sogar Verluste gemacht (umgerechnet gut 300 US-Dollar je Tonne). Zum Vergleich: Mitte September verbuchten sie noch einen durchschnittlichen Gewinn von annähernd 1.000 US-Dollar je Tonne.

08.11.201: China importiert weniger Rohöl, Kupfer und Eisenerz

(Commerzbank) Laut Daten der Zollbehörde sanken die chinesischen Rohölimporte im vergangenen Monat auf 8,9 Millionen Barrel pro Tag, das niedrigste Niveau seit September 2018. Im Monat zuvor waren sie noch rund eine Million Barrel pro Tag höher. Offenbar haben die stark gestiegenen Ölpreise das Kaufinteresse der Raffinerien gebremst.

++ Die größten Erdöl-Förder- und Exportländer ++

Wie aus den Daten der Zollbehörde hervorgeht, hat China im Oktober 411.000 Tonnen Kupfer importiert, in etwa genauso viel wie im Vormonat. Die Einfuhren waren allerdings ein Drittel geringer als im Vorjahr. Die Einfuhren von Kupferkonzentrat lagen mit 1,8 Millionen Tonnen zwar etwas über dem Vorjahresniveau, aber auf dem niedrigsten Stand seit vier Monaten.

++ Das sind die größten Kupfer-Produzenten ++

Die Importe von Eisenerz sind gegenüber Vorjahr um 14 Prozent auf 91,6 Millionen Tonnen gefallen, ein 3-Monatstief. Dies führen wir in erster Linie auf die rückläufige Stahlproduktion in China zurück, im Zuge dessen weniger Eisenerz nachgefragt wird. Zudem liegen die Eisenerzvorräte in den chinesischen Häfen auf einem 2,5-Jahreshoch.

05.11.2021: Aluminiumpreis fällt weiter

(Commerzbank) Aluminium war gestern mit einem Preisrückgang von fast 4 Prozent der größte Verlierer. Es gibt heute Morgen weiter nach auf gut 2.500 US-Dollar je Tonne, den tiefsten Stand seit über drei Monaten. Seit dem Mehrjahreshoch Mitte Oktober ist der Aluminiumpreis jetzt um 22 Prozent gefallen. Der neuerliche Preisrutsch begann mit starkem Verkaufsdruck in Asien: An der SHFE in Shanghai ist Aluminium um über 5 Prozent abgesackt. Zeitweise waren die Verluste sogar noch größer.

++ Die größten Hersteller von Aluminium ++

05.11.2021: OPEC+ lässt Fördermenge konstant - Ölpreis fällt trotzdem

(Commerzbank) Die OPEC+ wird an ihrem Plan festzuhalten und ihre Produktion im Dezember um weitere 400.000 Barrel pro Tag zu erhöhen. Forderungen nach einer höheren Fördermenge erteilte sie eine Absage. Dass die USA vor diesem Hintergrund allerdings – wie manch einer spekuliert – ihre strategischen Ölreserven freigeben werden, ist nach Einschätzung der Analysten eher unwahrscheinlich.

Dass sich der Ölpreis für ein Barrel Brentöl am Morgen der Marke von 80 US-Dollar nähert, ist umso bemerkenswerter. In Marktberichten wird als Erklärung auf einen Fernsehbericht verwiesen, demzufolge Saudi-Arabien im Dezember wieder 10 Millionen Barrel pro Tag fördern wolle. Das entspräche aber ohnehin in etwa dem planmäßigen Produktionsniveau.

Andere verweisen auf die Aussagen des saudischen Ölministers, der einen Lageraufbau zur Jahreswende erwartet. Als Argument könnte auch der Hinweis des russischen Vize-Regierungschefs Nowak auf eine Schwäche im europäischen Ölverbrauch im Oktober angeführt werden, den er im Anschluss an das Treffen auf der Pressekonferenz gab. Nach Ansicht der Commerzbank-Experten ist der Preisrückgang aber letztlich nur ein weiteres Indiz dafür, dass die Stimmung am Markt (kurzfristig) gekippt ist. Dieser Umschwung ist auch bei anderen zyklischen Rohstoffen zu sehen.

Der Blick auf die Fundamentalsituation, der mit den Monatsberichten der EIA und der OPEC nächste Woche ansteht, könnte die Stimmung aber schnell wieder drehen lassen.

04.11.2021: China will Kupferraffinade exportieren

(Commerzbank) Der Preis für Kupfer ist gestern Morgen zeitweise auf knapp 9.700 US-Dollar je Tonne gestiegen, später sank der Preis jedoch wieder. Wie der Informationsdienstleister Fastmarkets und die Nachrichtenagentur Bloomberg berichten, wollen mehrere chinesische Kupferschmelzen in Anbetracht der hohen Kupferpreise am Weltmarkt Kupferraffinade exportieren.

Die Ausfuhren sollen demnach koordiniert und ein Teil des Materials in asiatische LME-Lagerhäuser geliefert werden. Laut Bloomberg lohnt sich der Export von Kupfer für chinesische Schmelzen erstmals wieder. In den LME-Lagerhäusern liegen nur gut 126.000 Tonnen Kupfer, von denen 89.000 Tonnen zur Auslieferung angefordert sind. Das heißt, frei verfügbar sind nur knapp 38.000 Tonnen, eine historisch geringe Menge.

04.11.2021: Verband: Aluminium-Knappheit droht

(Wirtschaftswoche) Weil China immer weniger Aluminium abbaut und liefert, könnte die Aluminiumproduktion ins Stocken geraten. Marius Baader, Geschäftsführer des Verbandes Aluminium Deutschland, befürchtet eine Alumniumkrise. "Die Situation ist dramatisch", so Baader im Magazin "Wirtschaftswoche".

China liefert aufgrund gestiegener Kohlepreise und höherer Klimaanforderungen weniger Magnesium, das bei seiner Herstellung viel Energie verbraucht. 90 Prozent der weltweiten Produktion kommen aus China, das Land ist neben Israel einziger Nettoexporteur. In der EU ist Deutschland mit Abstand der größte Verbraucher und Importeur. Weltweit benötigen nur China, die USA und Russland mehr Magnesium als die hiesige Industrie.

Laut Baader seien längerfristige Magnesium-Kontrakte bis ins Jahr 2022 gar nicht mehr zu bekommen, er sieht eine große Unsicherheit bei der Versorgung. Das werde in nächster Zeit spürbar werden, vor allem bei der Fertigung von Autos, Fensterrahmen oder Verpackungen.

03.11.2021: Preis für Eisenerz sackt weiter ab - Chinas Stahlproduktion fällt

(Commerzbank) An der SGX in Singapur ist der Eisenerzpreis gestern um über 6 Prozent auf 94 US-Dollar je Tonne abgesackt. Zeitweise notierte er noch niedriger und damit auch nur marginal über dem Tief von Ende September. An der DCE in Dalian rutschte der Preis in etwa demselben Ausmaß ab. Dort notierte er auf einem 1½-Jahrestief. Heute Morgen erholen sich die Preise leicht.

Auslöser für den jüngsten Preisrutsch waren Meldungen aus China, wonach die Stahlproduktion dort weiter gefallen ist. Die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet unter Berufung auf den Research-Anbieter Mysteel, dass die tägliche Stahlproduktion im letzten Drittel des Oktobers auf das niedrigste Niveau seit März 2020 gefallen ist. Dies ist das Ergebnis einer Umfrage von Mysteel, die fast 330 Stahlhütten umfasst. Demnach hatten zum einen Lokalregierungen wiederkehrende Produktionskürzungen angeordnet.

Zum anderen hatten eine verhaltene Stahlnachfrage etwa im Zuge der Probleme im Immobiliensektor und nachgebende Stahlpreise die Produzenten zurückhaltender werden lassen. Seit Anfang Oktober ist der Preis für Betonstahl an der SHFE in Shanghai um zeitweise 25 Prozent gefallen. Neben den Anordnungen zur Begrenzung der Stahlproduktion in diesem Jahr (die Menge darf nicht über der des Vorjahres liegen) werden die Restriktionen mittlerweile ins erste Quartal 2022 hinein verlängert.

Hintergrund ist, dass die Regierung während der Olympischen Winterspiele in Peking eine möglichst saubere Luft haben und der Welt einen blauen Himmel präsentieren möchte. Unterdessen hat das chinesische Ministerium für Ökologie und Umwelt seine finale Version des Winter-Luftverschmutzung-Programms veröffentlicht. Dieses gilt schon seit Anfang Oktober und geht bis Ende März. Darin werden die Unternehmen aufgelistet, die in dieser Zeit ihre Produktion drosseln oder stoppen müssen.

Einem Bericht von S&P Global Platts zufolge sind diesmal aber nur wenige Aluminium- und Aluminaproduzenten betroffen, da sie schon in den letzten Jahren aufgerüstet haben. Vielmehr dürfte deren Produktion weiter unter den steigenden Kosten und den Energiesparmaßnahmen leiden, so Commerzbank-Analyst Daniel Briesemann.

2.11.2021: Chilenische Kupferproduktion sinkt und der Preis gleich mit

Der Kupferpreis fällt um rund ein Prozent unter 9.500 US-Dollar je Tonne. Gemäß am Freitag veröffentlichter Daten der nationalen Statistikbehörde INE ist die chilenische Kupferproduktion im September im Vergleich zum Vorjahr um 6,9 Prozent auf 451.000 Tonnen gefallen. Dies war bereits der vierte Monatsrückgang in Folge und die geringste Menge seit Februar.

Für den Rückgang im September waren laut INE Streiks, niedrigere Metallgehalte in den Erzen und technische Schwierigkeiten verantwortlich. Einige Unternehmen hatten auch von Wasserknappheit berichtet. Da zumindest die Streiks mittlerweile beendet wurden, dürfte im Oktober wieder mehr Kupfer produziert worden sein.

In den ersten drei Quartalen wurden mit 4,2 Millionen Tonnen knapp 2 Prozent weniger Kupfer produziert als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Vor wenigen Monaten wäre diese Meldung noch von vielen Marktteilnehmern sofort aufgegriffen und der Kupferpreis nach oben getrieben worden. Diesmal wurde sie lediglich zur Kenntnis genommen, was zeigt, dass am Markt offenbar ein Umdenken eingesetzt hat.

Ebenso wurde letzte Woche ignoriert, dass ein großer chinesischer Kupferhersteller seine Produktion wegen der Stromknappheit weiter gedrosselt hat. Alles in allem scheint das Kupferangebot in China aber noch recht auskömmlich zu sein. Daten des Nationalen Statistikbüros zufolge ist die chinesische Kupferraffinadeproduktion im September auf ein 5-Monatshoch gestiegen.

Und die Schmelz- und Verarbeitungslöhne sind im Oktober Daten von SMM zufolge auf 64,21 US-Dollar je Tonne bzw. 6,42 US-Cent je Pfund gestiegen, den höchsten Stand seit März 2020. Sie waren damit mehr als doppelt so hoch als noch im Tief im April. Dies deutet auf eine gute Versorgungslage von Kupferkonzentrat hin.

+++ Das sind die größten Kupferproduzenten der Welt +++

02.11.2021: OPEC fördert weniger Öl als vereinbart - Ölpreis steigt wieder

(Commerzbank) Erdöl der Marke Brent handelt wieder bei 85 US-Dollar je Barrel. Trotz zunehmendem Druck seitens der großen Ölverbrauchsländer – nach den USA und Indien fordert nun auch Japan eine stärkere Ausweitung der Ölproduktion – lässt die OPEC+ bislang keine Bereitschaft dazu erkennen.

Die gestern von Reuters und Bloomberg veröffentlichten Produktionsumfragen für Oktober zeigten zudem erneut, dass es der OPEC nicht einmal gelingt, die vereinbarte Produktionserhöhung von gut 250.000 Barrel pro Tag umzusetzen. Laut Reuters stieg die Produktionsmenge um 190.000 Barrel pro Tag gegenüber September, laut Bloomberg sogar nur um 140.000 Barrel pro Tag.

Verantwortlich hierfür waren Angola und Nigeria, die erneut deutlich unter den vereinbarten Mengen blieben. Beide Länder schaffen es schon seit Monaten nicht, die Produktion hinreichend zu erhöhen, da sie bereits an der Kapazitätsgrenze produzieren. Laut Reuters lag die Produktion der am Kürzungsabkommen beteiligten Länder (OPEC-10) deshalb im Oktober 500.000 Barrel pro Tag unter dem vereinbarten Niveau

29.10.2021: Preis für Eisenerz fällt vierten Monat in Folge

(Commerzbank) Der Eisenerzpreis an der SGX in Singapur ist gestern um 5,5 Prozent gefallen und rutscht heute um weitere 3 Prozent auf knapp 108 US-Dollar je Tonne ab. Das ist der tiefste Stand seit vier Wochen. Der Preis steht damit vor dem vierten Monatsrückgang in Folge.

Eisenerz dürfte zuletzt von den stark gefallenen Kohlepreisen mit nach unten gezogen worden sein. Außerdem hatten Befürchtungen die Oberhand gewonnen, dass die Maßnahmen der chinesischen Behörden zur Eindämmung der CO2-Emissionen und zur Reduzierung des Energieverbrauchs die Stahlproduktion weiter beeinträchtigen werden. So hat die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf den chinesischen Dienstleister Mysteel berichtet, dass die Behörden in der Stadt Tangshan, Chinas Stahlzentrum, für einige Stahlhersteller Produktionsbeschränkungen angeordnet haben.

Zudem steht ab Mitte November die viermonatige Wintersaison in China bevor, während der für gewöhnlich weniger Stahl nachgefragt wird. Dies alles dürfte sich nach Meinung der Commerzbank-Analysten weiter negativ auf die Eisenerznachfrage auswirken. Schon jetzt sind die Eisenerzvorräte in den Häfen des Landes gemäß Daten von Steelhome auf ein 2,5-Jahreshoch gestiegen.

29.10.2021: Gaspreis fällt deutlich

(Commerzbank) Putin liefert mehr Gas! Diese Ankündigung hat den Preis für europäisches Erdgas gestern bis zu 13 Prozent nach unten rutschten lassen. Erstmals seit Ende September kostet eine Megawattstunde deutlich unter 80 Euro. Vom Allzeithoch Anfang Oktober hat sich der Preis damit halbiert.

Ausschlaggebend für den Preisrutsch war die Anweisung des russischen Präsidenten an den staatlichen Gasmonopolisten Gazprom, ab dem 8. November mehr Gas nach Europa zu liefern. Putin hatte dies schon Anfang Oktober in Aussicht gestellt. Die bis zuletzt sehr niedrigen Eingänge am deutschen Knotenpunkt Mallnow ließen jedoch Zweifel daran aufkommen. Diesmal ist die Ankündigung aber konkreter. Bis zum 8. November seien laut Putin die heimischen Vorräte gefüllt, sodass man danach die Speicher in Österreich und Deutschland füllen könnte.

Die Erdgasspeicher in Deutschland sind derzeit zu gut 70 Prozent gefüllt, EU-weit sind es 77 Prozent. Normalerweise liegt der Füllstand zu dieser Jahreszeit bei mehr als 90 Prozent.

Dagegen meldete die US-Energiebehörde für die letzte Woche einen leicht überproportionalen Lageraufbau: Der Unterhang zum 5-Jahresdurchschnitt reduzierte sich auf rund 3 Prozent. Trotz der Vorhersage tieferer Temperaturen rutschte der Preis für Henry Hub deshalb um fast 7 Prozent wieder deutlich unter 6 US-Dollar je mmBtu (Million British Thermal Units).

Im Verbund mit Erdgas gaben auch die europäischen Kohlepreise gestern deutlich nach. Ausschlaggebend waren hier jedoch die weiter fallenden Kohlepreise in China, nachdem die Nationale Entwicklungs- und Reformkommission NDRC Preisobergrenzen für Kohle bis Anfang Mai ins Auge gefasst hat.

28.10.2021: Ölpreis bricht ein

(Commerzbank) Die Ölpreise haben gestern einen herben Rückschlag und gaben auch heute zunächst weiter nach. Brent fiel zeitweise unter 83 US-Dollar je Barrel und hat damit binnen eines Tages mehr als drei Dollar verloren. Gleiches gilt für WTI, das im Tief unter 81 US-Dollar je Barrel handelte. Von den Tiefständen in der Nacht haben sich die Preise mittlerweile wieder rund 1,5 US-Dollar entfernt.

Für den Preisabsturz wird von manchem Marktbeobachter der Lagerbericht des US-Energieministeriums verantwortlich gemacht. Dieser zeigte für Rohöl einen unerwartet kräftigen Lageraufbau um 4,3 Millionen Barrel, der damit auch den des American Petroleum Institute (API) am Vortag berichteten deutlich übertraf.

28.10.2021: Magnesiumproduktion in China steigt wieder

(Commerzbank) Der chinesische Daten- und Nachrichtenanbieter SMM berichtet, dass die Magnesiumproduktion in der Provinz Shaanxi, die für über 60 Prozent des landesweiten Angebots steht, wieder auf 70 bis 80 Prozent der Kapazitäten hochgefahren wurde. Zuletzt hatte es Befürchtungen um einen drohenden Mangel gegeben.

28.10.2021: Aluminiumpreis stürzt ab

(Commerzbank) Aluminium hat gestern mit 5 Prozent den größten Tagesrückgang seit über drei Jahren verzeichnet. Heute Morgen fällt es zeitweise weiter auf ein 2-Monatstief von gut 2.600 US-Dollar je Tonne. Es handelt somit fast 20 Prozent unter dem Mehrjahreshoch von Anfang letzter Woche.

Den Hauptgrund für den anhaltenden Preisrückgang sehen die Analysten der Commerzbank in China, wo die Behörden laut Angaben der Nachrichtenagentur Bloomberg erneut im Kohlemarkt interveniert haben. Demnach sollen die Preise für thermische Kohle bis zum 1. Mai 2022 gedeckelt werden, um die Stromknappheit abzumildern. Der Staatsrat muss dem Plan noch zustimmen.

Laut Angaben des staatlichen Research-Instituts Antaike ist wegen des Rückgangs der Aluminiumpreise sowie des Anstiegs der Rohmaterial- und Stromkosten die durchschnittliche Gewinnmarge der chinesischen Schmelzen im Oktober bislang um fast 75 Prozent gegenüber September eingebrochen. Mehr als ein Viertel der Schmelzen verzeichnen demnach mittlerweile operative Verluste.

Laut Antaike dürften wegen des Margendrucks stillgelegte Kapazitäten kaum wieder in Betrieb genommen werden. Im Gegenteil: Industriekreisen zufolge wurden Schmelzen in einer südlichen Provinz Chinas aufgefordert, wegen der Stromknappheit ihre Produktion um mehr als 20 Prozent zu reduzieren.

Die Commerzbank-Experten gehen daher davon aus, dass die Versorgungslage angespannt bleibt, und zwar nicht nur in China. In den letzten beiden Tagen hatten zwei führende, jedoch nicht näher benannte Aluminiumproduzenten im Rahmen ihrer Quartalsberichterstattung von einem höchst angespannten globalen Aluminiummarkt gesprochen. Der eine Produzent nannte ein Angebotsdefizit von 1,1 Millionen Tonnen in den ersten drei Quartalen, der andere sprach vom „angespanntesten Markt seit 1987“.

Laut Einschätzung dieser Unternehmen werde sich die Versorgungslage in den kommenden Monaten sogar noch verschlechtern. Den Analysten zufolge könnten die Preise daher schon bald wieder steigen.

28.10.2021: Dera-Preismonitor: Kritische Rohstoffe deutlich teurer

(Dera) Der Dera Preismonitor September 2021 verzeichnet einen durchschnittlichen Preisanstieg von 7 Prozent im September. Allen voran sind die Preise für Silizium (+110 Prozent), Spodumen (+90 Prozent) und Magnesium (+85 Prozent) deutlich angestiegen. Die größten Preisrückgänge verzeichneten die beiden Platingruppenmetalle Rhodium (-18 Prozent) und Palladium (-16 Prozent) zu verzeichnen. Aber auch Ferrovanadium (-12 Prozent) und Blei (-7 Prozent) notierten im September deutlich unterhalb ihrer Augustpreise.

27.10.2021: Weltweite Stahlproduktion fällt im September, Rekordproduktion für 2021 erwartet

(Worldsteel/Commerzbank) Wie der Weltstahlverband berichtet, ist die globale Stahlproduktion im September im Vergleich zum Vorjahr um 8,9 Prozent auf 144,4 bzw. 4,66 Millionen Tonnen pro Tag gefallen. Dies sind die niedrigsten Werte seit April 2020. Der Rückgang ist fast ausschließlich China geschuldet, wo die Produktion wegen angeordneter Kürzungen um mehr als 20 Prozent eingebrochen ist.

Chinas Anteil an der weltweiten Stahlproduktion ist mittlerweile auf 51 Prozent gesunken. Im Frühjahr lag er noch bei 58 Prozent. Die großen Produzentenländer hinter China wie zum Beispiel Indien, Japan und die USA haben im September zumeist deutlich mehr Stahl hergestellt.

In den ersten drei Quartalen wurden weltweit 1,46 Milliarden Tonnen Stahl produziert, knapp 8 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Selbst wenn die Stahlproduktion im laufenden Quartal auf dem niedrigen September-Niveau verharren sollte, würde auf das Gesamtjahr hochgerechnet immer noch eine Rekord-Menge Stahl hergestellt werden (rund 1,9 Milliarden Tonnen). Dies würde ausreichen, um die vom Weltstahlverband für dieses Jahr erwartete Nachfrage von 1,86 Milliarden Tonnen zu befriedigen.

In Europa scheinen die Stahlpreise ihre Rekordjagd mittlerweile beendet zu haben: Die Preise für warm- und kaltgewalzten Stahl sind in den letzten Wochen gefallen und haben sich von ihren Rekordhochs Mitte August um 19 Prozent bzw. um 14 Prozent entfernt. Warmgewalzter Stahl kostet aktuell noch 1.000 Euro je Tonne, kaltgewalzter Stahl 1.170 Euro je Tonne.

Der Preis für Eisenerz rutscht unter 120 US-Dollar je Tonne.

>> Das sind die größten Stahlhersteller weltweit

27.10.2021: Preisrutsch bei Gold und Platin

(Commerzbank) Gold ist gestern Nachmittag zeitweise um über 20 US-Dollar auf gut 1.780 US-Dollar je Feinunze gefallen. Zwar hat es sich bis Handelsende leicht erholt, es blieb aber ein Minus von knapp 1 Prozent übrig. Heute Morgen zeigt sich Gold weiterhin angeschlagen.

Platin war mit einem Minus von 3 Prozent der größte Verlierer. Die sonst üblichen Verdächtigen wie der US-Dollar oder die Anleiherenditen, die Preisbewegungen der Edelmetalle erklären können, scheiden diesmal als Gründe aus, denn sie waren kaum verändert. Die Analysten rätseln also noch über die Ursache.

China hat gemäß Daten der Hongkonger Statistikbehörde im September netto fast 35 Tonnen Gold aus Hongkong importiert. Dies war nicht nur die größte Menge seit April, sondern auch 60 Prozent mehr als im Vormonat. Die Gründe liegen im deutlich gefallenen Goldpreis in lokaler Währung sowie den finanziellen Schwierigkeiten eines der größten Immobilienentwickler des Landes.

26.10.2021: Preise für Zink, Kupfer und Aluminium sinken leicht

(Commerzbank) Die Metallpreise haben ihre anfänglichen Gewinne gestern nur zum Teil halten können. An der LME in London ist

  • Zink auf 3.400 US-Dollar je Tonne zurückgefallen,
  • Kupfer handelt weiter unter der Marke von 10.000 US-Dollar je Tonne und
  • Aluminium hat auf 2.850 US-Dollar je Tonne nachgegeben, den tiefsten Stand seit fast vier Wochen.

An der SHFE in Shanghai sind die Preisrückgänge größer: Dort hat zum Beispiel Aluminium phasenweise über 3 Prozent verloren. Preisbelastend wirken offenbar Nachfragesorgen hinsichtlich China: Die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet, dass mehrere von ihr beobachtete Frühindikatoren wie zum Beispiel Autoabsätze und Hausverkäufe für Oktober eine weitere Wirtschaftsabschwächung anzeigen. Hinzu kommt, dass ein weiterer chinesischer Immobilienentwickler in Zahlungsschwierigkeiten geraten ist.

26.10.2021: Nickelpreis steigt gegen den Trend

(Commerzbank) Das Industriemetall Nickel ist gestern innerhalb weniger Minuten um mehrere hundert US-Dollar nach oben gesprungen. Zwar hat es einen Teil der Gewinne anschließend wieder abgegeben, den Handel aber noch mit einem Plus von knapp 3 Prozent beendet. Heute Morgen zieht es wieder auf fast 20.500 US-Dollar je Tonne an.

26.10.2021: Erneuerbare Energien überholen Kohle & Co

(EU-Kommission) EU-weit lag der Anteil von Solar-, Windkraft & Co an der Stromerzeugung in der EU im vergangenen Jahr bei 38 Prozent. Fossile Energieträger wie Kohle oder Erdgas kamen dagegen nur noch auf 37 Prozent. Atomstrom machte einen Anteil von 25 Prozent aus.

Hoch bleibt die Abhängigkeit von Energieexporten aus Drittstaaten. So erreichte der Anteil der Einfuhren 2019 netto 60,6 Prozent. Dies sei der höchste Wert in den vergangenen 30 Jahren heißt es in dem Bericht der EU-Kommission.

26.10.2021: US-Erdgas wird teurer, Russland liefert weniger Gas

(Commerzbank Research) Der US-Erdgaspreis ist gestern um fast 12 Prozent auf 6 US-Dollar je mmBtu gestiegen. Das ist der stärkste Tagesanstieg seit mehr als einem Jahr. Preistreibend sind Prognosen für niedrigere Temperaturen in den kommenden zwei Wochen und die Erwartung höherer LNG-Exporte, nachdem die Wartungsarbeiten an einigen Verflüssigungsanlagen abgeschlossen sind. Die US-Erdgasvorräte liegen vor Beginn der Heizsaison um 4 Prozent unter dem Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2020.

Russland hält seine Gaslieferungen nach Europa weiterhin knapp. Der Eingang von russischem Erdgas am deutschen Knotenpunkt Mallnow lag laut Netzwerkbetreiber Gascade zu Wochenbeginn nur noch bei 85 GWh pro Tag. Vor zwei Wochen lagen die Zuflüsse noch bei gut 250 GWh pro Tag, Ende September sogar bei fast 850 GWh pro Tag.

Laut Gas Infrastructure Europe sind die Erdgasspeicher europaweit zu 77 Prozent gefüllt. In Deutschland liegt der Füllstand bei knapp 71 Prozent, normal wären mehr als 90 Prozent. Aktuell sind die Temperaturen noch mild genug, damit es nicht zu einem Lagerabbau kommt. Doch das dürfte sich demnächst ändern. Ohne größere Gaslieferungen aus Russland droht dann ein neuerlicher Preissprung.

26.10.2021: Neue Lagerstätten Seltener Erden in Kanada gefunden

Searchlight Resources hat in Kulyk Lake (Saskatchewan, Kanada) eine mögliche Lagerstätte von Seltenen Erden gefunden. Darüber hinaus gibt es 65 Kilometer südlich der wichtigen Uranmine Key Lake Hinweise auf ein großes Uranfeld gefunden. Bislang war das Unternehmen vor allem in Gold- und Kupfer-Projekten unterwegs.

25.10.2021: Saudi-Arabien gegen eine höhere Ölproduktion

(Commerzbank Research)n einem Interview mit der Nachrichtenagentur Bloomberg warnte der saudische Energieminister Prinz Abdulaziz bin Salman davor, den Preisanstieg als gegeben anzusehen, da die Nachfrage noch immer durch die Corona-Pandemie getroffen werden könnte. Diese sei zwar eingedämmt, aber noch nicht vorüber.

Die Ölpreise steigen weiter, Brent liegt bei 86,4 US-Dollar pro Barrel und erreicht damit fast sein Hoch aus dem Oktober 2018. WTI kostet 84,75 US-Dollar pro Barrel, so viel wie seit sieben Jahren nicht mehr. Die Analysten rechnen mit einem weiteren Anstieg, da die US-Schieferölindustrie ihre Produktion nicht erhöht - trotz der gestiegenen Preise. Im Gegenteil: Die Zahl der aktiven Ölbohrungen sank laut Baker Hughes erstmals seit Anfang September.

25.10.2021: Gold wieder über der Marke von 1.800 US-Dollar

(Commerzbank) Gold kostete am Freitag der letzten Woche zeitweise wieder mehr als 1.800 US-Dollar pro Feinunze. Die Analysten der Commerzbank erwarten, dass die Erwartungen einer steigenden Inflation, den Aufwärtstrend befeuern wird.

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