Erdöl Raffinerie (Bild: Pixabay)

Brasiliens Erdölproduktion ist auf einem Höhepunkt. (Bild: Pixabay)

06. Nov. 2019 | 09:53 Uhr | von Dörte Neitzel

Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro will sein Land in die OPEC führen. Das hat er auf einer Konferenz im saudi-arabischen Riad angekündigt. Für die Organisation erdölexportierender Länder wäre das ein schwergewichtiger Zuwachs, fördert Brasilien aktuell rund drei Millionen Barrel Erdöl pro Tag, so eine Analyse von Commerzbank Research. Damit wäre das Land der drittgrößte Erdölförderer der OPEC.

Förderung entspricht dem Verbrauch

Doch was bedeutet das für Brasilien? Die heimische Wirtschaft reagierte zumindest ersteinmal verhalten. Denn eine OPEC-Mitgliedschaft könnte Brasilien zu einer Förderungsbegrenzung zwingen.

Dabei liegt der Ölverbrauch des Landes bei täglich rund drei Millionen Barrel - entspricht also der Fördermenge, so Commerzbank-Analystin Barbara Lamprecht. Bereits damit relativiere sich Brasiliens Bedeutung als Erdöl-Exporteur.

Was ist die OPEC?

Die OPEC steht für die Organisation erdölexportierender mit Sitz in Wien Länder. Sie wurde 1960 gegründet, aktuell gehören ihr gehören 14 Länder an, Katar hat die Organisation im Januar 2019 verlassen, Equador will Ende Januar 2020 austreten.

Die größten Erölförderer sind Saudi-Arabien, der Irak sowie der Iran.