Dauermagnet-Neodym-Rico
| von Dörte Neitzel
Aktualisiert am: 22. Okt. 2019

Der Preis für Neodym hat sich im dritten Quartal 2017 auf zeitweise 76 US-Dollar je Kilogramm gegenüber dem Jahresbeginn verdoppelt. Damit erlebte Neodym unter den 15 wichtigsten rel="noopener noreferrer">Seltenerdmetallen die stärkste Preissteigerung im vergangenen Jahr. Bis auf knapp 100 Euro pro Kilo legte der Preis zu.

Angebot weniger, Nachfrage steigt

Das lag zum einen daran, dass China illegale Minen geschlossen hatte zum anderen hielt sich das Land im vergangenen Jahr beim Export stark zurück, um vorrangig die florierende Inlandsnachfrage befriedigen zu können. Andererseits stieg aber auch die Nachfrage durch Hersteller von Elektroautos und Windturbinen.

In diesen Anlagen sind Dauermagnete enthalten, deren neuere Varianten in starkem Umfang Neodymium (Nd)und Praseodymium (Pr) enthalten. Je nach Fahrzeugmodell – beispielsweise Nissan Leaf, Chevrolet Bolt, BMW i3 und Tesla 3 – sind das im Regelfall ein bis zwei Kilogramm. Die Aufgabe der Dauermagnete in diesen Elektromotoren ist es, den verfügbaren Batteriestrom mit der Nachfrage nach Strom durch den Fahrbetrieb besonders effektiv abzustimmen.

Zwar ging der Neodym-Preis im Dezember 2017 wieder zurück, da die chinesischen Produzenten wieder größere Mengen anboten, jedoch liegt der Preis aktuell immer noch bei rund 71 Euro pro Kilo. Rund 80 Prozent des Gesamtaufkommens von Neodym geht in die Fertigung von Dauermagneten.

Damit hat Neodym eine ähnliche Preisentwicklung wie Graphit, Kobalt und Lithium hingelegt.

Bild: Rico

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