Gestapelte Aluminiumstäbe

Magnesium ist bei der Aluminiumverarbeitung wichtig. (Bild: Arsel - stock.adobe.com)

Zum Mangel an Halbleitern und Stahl gesellt sich jetzt noch ein drohender Mangel an Magnesium. Dringend benötigt wird der Rohstoff im Automobil- und Flugzeugbau.

„Es wird erwartet, dass die jetzigen Magnesiumvorräte in Deutschland, beziehungsweise in ganz Europa, spätestens in einigen Wochen Ende November 2021 erschöpft sein werden“, warnte die Wirtschaftsvereinigung Metalle in einem kürzlich veröffentlichten Positionspapier, berichtet die Wirtschaftswoche.

Importe kommen fast alle aus China

Wie der WV Metalle bekannt gibt, würden 95 Prozent des europäischen Magnesiumbedarfs durch Einfuhren aus China gedeckt. Das Problem: China selbst drosselt aufgrund von steigenden Energiepreise die Produktion von Magnesium. Diese ist sehr energieintensiv.

„Anhand unterschiedlicher Quellen kann angenommen werden, dass bis jetzt mindestens 31 Magnesiumwerke in den weltweit wichtigsten Magnesium-Produktionszentren, den Provinzen Shaanxi und Shanxi, entweder stillgelegt wurden oder ihre Produktion um 50 Prozent senken mussten“, so die Wirtschaftsvereinigung.

Der Verband appellierte an die Bundesregierung, „dringend diplomatische Gespräche mit China einzuleiten“, um die Versorgung der deutschen Industrie sicherzustellen. Bei einem Versorgungsengpass des befürchteten Ausmaßes drohten ansonsten „massive Produktionsausfälle“.

Das Metall wird in der gesamten Aluminium-Wertschöpfungskette benötigt: in der Automobil-, Flugzeug-, Bau- oder Verpackungsindustrie ebenso wie im Maschinenbau und bei der Stahlproduktion.

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