Rotes Chart, dass den Absturz verdeutlichen soll

Rohstoffpreise sind im ersten Quartal 2020 so stark gesunken wie nie. (Bild: Pixabay)

| von Dörte Neitzel

Die Corona-Pandemie hat die Rohstoffpreise im ersten Quartal 2020 auf einen massiven Sinkflug geschickt. Besonders die Energierohstoffe Rohöl (Brent und WTI), aber auch Gasöl und Erdgas liegen bei Verlusten zwischen 20 und 70 Prozent im Vergleich zum Jahresanfang.

Danach leiden von den Industrierohstoffen besonders Platin, Silber, Kupfer und Nickel. Aber auch Zink, Aluminium und Zinn liegen mit mehr als 10 Prozent im Minus.

Gold und Palladium sind Gewinner

Etwas besser sieht es bei Gold und Palladium aus, hier gab es zumindest leichte Preissteigerungen, bei Palladium lag diese sogar bei gut 20 Prozent - ausgehend von einem sowieso schon hohen Preis. Nach einem Absturz Anfang März hat sich der Preis wieder gefangen und liegt Ende März auf dem Niveau wie Mitte Januar.

Gold hat seine Funktion als stabile Ankerwährung in Krisenzeiten damit bestätigt. Die aktuelle Unsicherheit zeigt sich noch an einem ganz anderen Phänomen: Physisches Gold ist teuer als Buch-Gold. So weist eine Krügerrand-Unzenmünze aktuell eine Prämie von rund 100 Dollar gegenüber dem Goldpreis an der Börse aus.

Die Commerzbank hat die Daten zusammengefasst und in dieses Chart gegossen:

Balkendiagramm, dass die Preisverluste ausgewählter Rohstoffe darstellt
Entwicklung der Rohstoffpreise im 1. Quartal 2020. (Grafik: Commerzbank, Daten: Bloomberg)

Tagesaktuelle Rohstoffpreise

Was kostet Flachstahl? Wieviel müssen Sie für Langstahl oder Aluminium bezahlen und in welche Höhen ist Palladium abgedriftet? Ist der Einkaufspreis für Kupfer eher auf dem ab- oder aufsteigenden Ast? Wo liegt der aktuelle Preis für Rohöl?

Hier erfahren Sie die Preise der fünf gefragtesten Rohstoffe.