Lithium-See in Bolivien

Lithium liegt vor allem in Südamerika unter Salzseen. (Bild: Galyna Andrushko)

08. Nov. 2019 | 09:48 Uhr | von Dörte Neitzel

Lithium gilt als das weiße Gold. Es ist der Rohstoff für heutige und künftige Schlüsseltechnologien. Allerdings verfügen nur wenige Länder über Vorkommen an Lithium.

Durch seine Eigenschaften - eine hohe Siedetemperatur und Wärmekapazität - ist es bislang noch unerlässlicher Bestandteil bei der Produktion von Lithium-Ionen-Akkus. Vor allem die Wende zur Elektromobilität hat die Nachfrage nach dem Rohstoff enorm angeheizt.

Die US Geological Survey gab für 2018 Reserven in Höhe von rund 14 Millionen Tonnen weltweit an. Dabei werden Reserven als die Vorkommen bezeichnet, die mit der heutigen Technologie ausbeutbar sind. Die Produktion lag 2018 bei weltweit85.000 Tonnen.

Das Problem: Durch die Konzentration der Vorkommen auf nur wenige Staaten, können Ausfälle von Förderanlagen, Umweltkatastrophen oder politische und soziale Krisen in diesen Ländern schnell zu Störungen der weltweiten Lieferketten führen.

Länder mit den größten Lithiumreserven

Länder mit den größten Lithiumreserven 2018
Länder mit den größten Lithiumreserven 2018. (Grafik: Statista)

Die wichtigsten Länder im Lithiumabbau

Die Länder mit den größten Vorkommen an Lithium gehören mitnichten zu den größten Abbauländern. So produziert Australien mit 51.000 Tonnen mit Abstand das meiste Lithium, obwohl es mit Vorkommen von rund 8 Millionen Tonnen nur auf Platz zwei der Länder mit den gößten Reserven zählt.

In Europa gibt es Lithium-Abbaugebiete in Portugal.

Wichtigste Länder in der Lithiumförderung 2018
Wichtigste Länder in der Lithiumförderung 2018. (Grafik: Statista)