| von Dörte Neitzel
Aktualisiert am: 11. Nov. 2019

Praktisch alle deutschen Unternehmen setzen auf den Einkauf von Rohstoffen über Zwischenhändler. Das Problem dabei, Zukunftsrohstoffe wie Selen, Tellur, KupferSeltene Erden verteuern sich weiter.

Rohstoffe selbst zu fördern ist unbebliebt

Zahlen der Deutschen Rohstoffagentur (DERA) zufolge sind derzeit nur rund 70 deutsche Unternehmen und Staatsbürger im Rohstoffabbau tätig; 54 davon für den internationalen Rohstoffhandel. Sie engagieren sich vor allem im osteuropäischen Ausland und sind derzeit in 68 Ländern aktiv. Allerdings geht die Zahl der Unternehmen, die sich in Entwicklungsländern engagieren, stetig zurück.

Umweltgesetze für mehr Compliance im Rohstoffabbau

„China und die USA sind die wichtigsten Player und beeinflussen massiv das Geschehen“, konstatiert Peter Buchholz, Leiter der DERA. Bei Silizium sei durch die Elektromobilität eine Verdopplung der Preise zu beobachten, auch Kobalt wird erheblich teurer. Die Umweltgesetzgebung in China greife massiv in den Kapazitätsabbau ein. Das bekämen einige Hersteller bereits bei Magnesit und Graphitelektroden zu spüren, so Buchholz.

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