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Audi will ab dem Jahr 2017 Werke in Europa mit Schweißtechnik von Rexroth ausrüsten

| von Dörte Neitzel
Aktualisiert am: 03. Dez. 2019

Audi setzt die Kombisteuerungen von Bosch Rexroth mit integriertem Antrieb der Schweißzange seit rund drei Jahren in einem Pilotprojekt ein. Nun ist daraus ein serienreifes System entstanden.

Bosch Rexroth entwickelte eine neue Lösung bestehend aus der prozesssicheren Schweißsteuerung PSI6000 und dem intelligenten Antriebssystem IndraDrive Cs. Die Steuerung des Antriebs der Schweißzange verlagert sich somit vom Roboter direkt in die Schweißsteuerung.

Die neue Schweißtechnik erfüllt die wachsenden Anforderungen, die sich aus der Leichtbauweise moderner PKW ergeben. Der verstärkte Einsatz von Aluminium, hochfesten Stählen, Kunststoffen und neuen Werkstoffen sorgt für einen immer größeren Materialmix der Karosserie. Damit steigen die Herausforderungen hinsichtlich sicherer Verbindungen, so dass für die Optimierung dieser Schweißpunkte Highend-Technik gefragt ist.

Reduzierte Betriebskosten und verkürzte Taktzeit

Das Rexroth-Schweißsystem PSI6000 mit Mittelfrequenz-Umrichter und integrierter Prozessüberwachung bietet eine hohe Schweißpunktqualität, was die Prüfzyklen verlängert. Das senkt die Betriebskosten und macht das Produktionssystem flexibler. Diese bewährte Technik kombiniert Bosch Rexroth nun mit dem kompakten Servoantrieb IndraDrive Cs. Damit übernimmt die Schweißsteuerung die Steuerung des Antriebs direkt. Die unmittelbare Nähe zum Schweißprozess verbessert den Kraftaufbau, der für die Regelgüte maßgebend ist. Druck und Ausgleich der Schweißzange greifen dank des Antriebs direkt in die Schweißsteuerung ein. Die Faktoren Strom, Zeit und Kraft werden synchronisiert und somit die Taktzeit verkürzt. Darüber hinaus erleichtert die einheitliche Bedienoberfläche die Programmierung und Diagnose der Schweißsteuerung sowie der Servozangenansteuerung.