Igus - Chemikalienresistente Bauteile aus dem 3D-Drucker

Bild: Igus GmbH - Chemikalienresistente Bauteile

| von Kathrin Irmer
Aktualisiert am: 05. Dez. 2019

Letztere müssen den speziellen Anforderungen der Schmelz- und Schwindungsprozesse im 3D-Druck genügen und dürfen dabei nicht ihre charakteristischen Materialeigenschaften verlieren. Die Filamente des motion plastics Spezialisten igus sind mit Blick auf Reibung und Verschleiß entwickelt – gedruckte Bauteile aus diesen Werkstoffen sind bis zu 50-mal abriebfester gegenüber Standard-Kunststoffen für den 3D-Druck.


Der 3D-Druck könnte die industrielle Fertigung in den nächsten Jahren revolutionieren. Dabei gehören zu der additiven Fertigung immer zweierlei Dinge, präzise 3D-Drucker sowie leistungsstarke Werkstoffe. Letztere müssen den speziellen Anforderungen der Schmelz- und Schwindungsprozesse im 3D-Druck genügen und dürfen dabei nicht ihre charakteristischen Materialeigenschaften verlieren. Die Filamente des motion plastics Spezialisten igus sind mit Blick auf Reibung und Verschleiß entwickelt – gedruckte Bauteile aus diesen Werkstoffen sind bis zu 50-mal abriebfester gegenüber Standard-Kunststoffen für den 3D-Druck.

Spezialist für die Pharma- und Lebensmittelindustrie

Mit iglidur C210 bietet igus nun ein neues Material als Tribo-Filament an, das besonders chemikalienbeständig ist. Es widersteht einer Vielzahl von Säuren und Lösungsmitteln. Selbst gegen Wasserstoffperoxid, das häufig als Bleich- und Desinfektionsmittel eingesetzt wird, ist das Tribo-Filament aus iglidur C210 immun. Zudem zeichnet sich der Werkstoff durch eine hohe Verschleißfestigkeit aus, die eine lange Lebensdauer des gedruckten Bauteils garantiert. Strapazierfähig erweist es sich auch gegen hohe Temperaturen. Kurzfristig hält das Tribo-Filament bis zu 180 °C an Anwendungstemperatur aus, langfristig bis zu 100 °C. Der Werkstoff ist wahlweise mit einem Durchmesser von 1,75 oder 3 Millimetern erhältlich und kann damit von handelsüblichen 3D-Druckern für das FDM-Verfahren genutzt werden. Das Filament aus iglidur C210 eignet sich für eine Reihe von Branchen und Anwendungen, gerade für hygienisch sensible Bereiche wie beispielsweise in der Pharma- und Lebensmittelindustrie, wo Bauteile häufig in Kontakt mit aggressiven Reinigungsmitteln kommen.

Schon sechs Tribo-Filamente im Sortiment

Neben dem neuen Material aus iglidur C210 hat igus fünf weitere Filamente im Angebot, mit denen Anwender sich ihre Bauteile drucken können. So kann, je nach Wunsch, der Schwerpunkt beispielsweise auch auf die leichte Verarbeitung (iglidur I150-PF), eine besonders hohe Festigkeit (iglidur I180-PF) oder hohe Anwendungstemperaturen gepaart mit der besten Verschleißfestigkeit (iglidur J260-PF) gelegt werden. Alle Tribo-Filamente von igus weisen deutlich geringere Reibwerte als herkömmliche 3D-Druck-Materialien auf. Durch ihre Abriebfestigkeit sind sie insbesondere für dynamische Anwendungen geeignet. Die Tribo-Filamente können als reiner Werkstoff bezogen werden oder wahlweise durch den 3D-Druckservice von igus bereits als fertig gedrucktes Bauteil, das sofort einbaufertig ist.

Prototypen oder Sonderteile für Kleinserien können damit unkompliziert, schnell und zu geringen Kosten produziert werden. Mit den unterschiedlichen Tribo-Filamenten und ihren jeweils speziellen Eigenschaften können Anwender die Vorteile des 3D-Drucks voll ausnutzen. Sparsamer Material- und Energieeinsatz sowie eine rasche und individuelle Fertigung eröffnen enormes Einsparungspotential.