Volvo-Trucks-Vera-autonomes-Zugfahrzeug

Autonomes Zugfahrzeug Vera mit Container im Hafen von Göteborg. (Bild: Volvo Trucks)

| von Dörte Neitzel
Aktualisiert am: 25. Okt. 2019

Es heißt Vera und wurde von Volvo Trucks entwickelt: Die autonome Zugmaschine soll mit ihrem elektrischen Antrieb (zunächst nur im Hafen von Göteborg) für reibungslose Transport und Logistikabläufe sorgen.

Logistik setzt auf wenig Emissionen und Immissionen

„Autonome Transporte mit niedrigem Geräuschpegel und frei von Abgasemissionen werden in der Zukunft der Logistik eine wichtige Rolle spielen, von der sowohl Wirtschaft als auch Gesellschaft profitieren“, sagt Mikael Karlsson, Vice President Autonomous Solutions bei Volvo Trucks.

Auf auffälligsten bei Vera ist die fehlende Fahrerkabine, denn die Sattelmaschine wurde auf das nötigste reduziert: vier Rädern und eine Sattelkupplung.

Sensoren sorgen für sichere Navigation

Ausgelegt ist Vera vorerst für überschaubare Streckenabschnitte und sich wiederholende Aufgaben in Logistikstellen oder Anlegeplätzen. Der Zug soll Teil eier autonomen Gesamtlösung sein.

Ausgestattet ist das Vehikel mit eigenen Sensoren, wird aber darüber hinaus auch  von einem zentralen Leitstand aus kontrolliert und gesteuert. Dabei ist das Fahrzeug so konzipiert, dass es seine Position bis auf wenige Zentimeter genau bestimmen und analysieren kann, was andere Verkehrsteilnehmer drumherum tun – und darauf reagieren.

Für mehr Sicherheit, ist der Sattelzug so ausgelegt, dass er nur mit niedrigen Geschwindigkeiten unterwegs ist. Neigt sich die Akkuladung ihrem Ende entgegen, fährt Vera selbstständig zur Ladestation zurück – ähnlich wie bei einem Saugroboter oder einem autonomen Rasenmähroboter.

So arbeitet Volvos autonomer Truck Vera

Im Hafen von Göteborg versieht der autonome Lkw Vera von Volvo seine ersten Aufgaben.

Testfahrten im Hafen von Göteborg

Als Testumgebung hat der Hafen Göteborg einen Terminal bereitgestellt. Dort übernimmt Vera den Containertransport von einem Logistikzentrum zum Hafen . Dafür wurde auch die Infrastruktur angepasst, beispielsweise wurden die Tore an den Terminals automatisiert.

Laut Karlsson sei das Ziel, ein System aus mehreren Veras zu realisieren, die alle vom Kontrollzentrum aus gesteuert werden. Im Endeffekt soll dadurch ein nahtloser und konstanter Güterstrom erreicht werden.

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