Ein Mann steuert eine Produktionsanlage in VW-Werk Wolfsburg

VW-Werk in Wolfsburg: Die 2019er-Boni für die Mitarbeiter leiden noch nicht unter Corona. (Bild: Volkswagen)

2021 als "Krisenjahr" für die Automobilindustrie zu bezeichnen, würde leicht fallen: erst Corona, dann der Halbleitermangel. Und beides ist noch nicht vorüber. Doch allen Unkenrufen zum Trotz ging es einigen OEMs im vergangenen Jahr recht gut und sie fuhren Rekordgewinne ein. Während zahlreiche Zulieferer um ihr Überleben kämpfen mussten und müssen, fokussieren sich die Autobauer auf margenstarke Modelle.

Laut einer EY-Studie konnten die 16 weltweit größten Hersteller ihre operativen Gewinne im dritten Quartal 2021 um 11,4 Prozent auf ein neues Rekordhoch schrauben. Und das, obwohl die Absatzzahlen um 16 Prozent sanken. Haben hier die Unternehmen ihre Mitarbeiter für das Jahr 2021 an den guten Ergebnissen beteiligt? Soviel sei schonmal verraten: Es sieht sehr unterschiedlich aus.

Wir listen die Erfolgsprämien deutscher Industrieunternehmen, Autohersteller und einiger ihrer Zulieferer für die Jahre seit 2015. Fast immer vorne mit dabei: Porsche mit seinem außergewöhnlich hohen Bonus. Aber auch Zulieferer erfreuten ihre Mitarbeiter- zumindest in der Vergangenheit - mit hohen Beteiligungszahlungen.

Da sich die Zahlungen von Jahr zu Jahr unterscheiden, sind die Unternehmen alphabetisch geordnet und nicht nach Höhe des Mitarbeiter-Bonus. Zudem geben manche Unternehmen auch keine konkreten Zahlen bekannt, sondern berechnen die jährliche Sonderzahlung in Prozent des jeweiligen Gehalts.

Prämien während der Coronakrise sind steuerfrei

Prämien für Arbeitnehmer sind während der Corona-Krise bis zu einem Betrag von 1.500 Euro steuer- und sozialversicherungsfrei. Das geht aus einer Mitteilung des Bundesfinanzministeriums hervor. Damit soll die Arbeitsleistung während der Pandemie besonders honoriert werden.

Die Steuerbefreiung gilt nicht nur für Sonderzahlungen in sogenannten systemrelevanten Berufen, sondern auch für Prämienzahlungen in anderen Berufszweigen. Als Zeitraum legt die Behörde die Zahlung zwischen dem 1. März 2020 und dem 31. März 2022 fest. Die Prämie darf in Form von Geld oder als andere Leistung gezahlt werden.

Welche steuerfreien Formen von Prämien gibt es?

Während Boni im mittleren und oberen Management zum Alltag gehören, sind Mitarbeiterprämien ein beliebter Anreiz, um auch Mitarbeitern ohne Führungs- oder Managementverantwortung Wertschätzung auszudrücken. Doch während Geld-Boni voll versteuert werden müssen, sind andere Formen steuer- und sozialversicherungsfrei.

Beliebte Arten von steuerfreien Mitarbeiterboni sind zum Beispiel:

Gesundheitsförderung: Zuschüsse zu externen Maßnahmen (bis 500 Euro pro Jahr und Mitarbeiter), Erholungsbeihilfen (bis maximal 156 Euro pro Mitarbeiter und Jahr). Auch eine Prämie für ein Jahr ohne Fehlzeiten oder eine erfolgreiche Raucherentwöhnung ist denkbar.

Sachzuwendungen: Hier handelt es sich um anlassbezogene Prämien. Das können ein Arbeitsessen oder ein Blumenstrauß sein (bis 60 Euro pro Zuwendung).

Sachbezüge: Das ist ein steuerfreies Geschenk, etwa ein Preisvorteil bei Waren (maximal 44 Euro pro Monat) oder ein regelmäßiger Essenszuschuss, etwa in Form von Sodexo-Gutscheinen. Achtung: Hier gilt eine Freigrenze, das heißt liegt der Betrag über den 44 Euro muss der komplette Betrag versteuert werden.

Diese Mitarbeiter-Boni zahlten die Autohersteller 2021

  • Audi: 1.080 Euro plus einer Corona-Prämie von 1.200 Euro
  • BMW: 2.160 Euro plus 450 Euro Zuschuss für die Betriebsrente
  • Daimler: 500 Euro plus Corona-Bonus in Höhe von 1.000 Euro
  • Opel: 500 Euro
  • Porsche: 7.850 Euro
  • Volkswagen: 2.700 Euro

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