Blick auf die Front eines Opel Corsa mit Unternehmenslogo

Opel macht einen Milliardengewinn und lässt seine Mitarbeiter daran teilhaben. (Bild: Opel)

| von Dörte Neitzel

Für Opel-Mitarbeiter gibt es in diesem Jahr eine Überraschung: Ihr Arbeitgeber lässt sie am Milliardengewinn aus dem letzten Jahr teilhaben. Jeder Beschäftigte erhält 600 Euro, so Opel-Chef Michael Lohscheller. Das Besondere daran: Es ist der erste Bonus für Mitarbeiter seit 1997.

Kurz vorher hatte PSA-Finanzvorstand Philippe de Rovira einen operativen Gewinn für 2019 - vor Steuern und Zinsen - von 1,1 Milliarden Euro bekannt gegeben. Im Jahr zuvor waren es noch 859 Millionen Euro gewesen.

Damit zahlt sich der harte Sanierungskus der Muttergesellschaft aus. Der PSA-Konzern, zu dem auch die französischen Traditionsmarken Peugeot und Citroën gehören, steigerte im vergangenen Jahr seinen auf die Muttergesellschaft entfallenden Nettogewinn um gut 13 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro. Das war ein neuer Rekord. Ausschlaggebend dafür waren laut De Rovira Kostensenkungen und neue Automodelle. Der Umsatz des Konzerns wuchs um ein Prozent auf 74,7 Milliarden Euro.

Daimler kürzt Erfolgsprämie massiv

Der Mitarbeiter-Bonus bei Autohersteller Daimler fällt in diesem Jahr deutlich geringer aus als noch 2019. Der Konzern überweist seinen Arbeitnehmern eine Ergebnisbeteiligung von maximal 597 Euro und eine einmalige Anerkennungsprämie bis zu 500 Euro. Die Anerkennungsprämie honoriere den "besonderen Einsatz und die Leistung der Beschäftigten", so eine Mitteilung des Unternehmens.

Grund für die stark zusammengestrichene Prämie ist der Gewinneinbruch der Stuttgarter. Der operative Gewinn war im Vergleich zum Vorjahr um 61 Prozent auf etwa 4,3 Milliarden Euro eingebrochen. Die Mitarbeiterprämie wird mithilfe einer Formel berechnet, die Gewinn (vor Steuern und Zinsen) siwie die Umsatzrendite miteinander verknüpft.

Im Jahr 2019 zahlte Daimler seinen Tarifmitarbeitern noch bis zu 4.965 Euro.