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Augen auf beim Kugellagerkauf – wichtige Tipps für Unternehmen

08.02.2016

Augen auf beim Kugellagerkauf – wichtige Tipps für Unternehmen

Die Idee, Wellen und Achsen so zu lagern, dass der Verschleiß verringert wird, ist alt. Archäologische Funde deuten deren Existenz bereits in der Antike an. Mit den modernen Kugellagern haben diese Vorläufer allerdings wenig zu tun. Inzwischen kommen Kugellager in vielen unterschiedlichen Bereichen zum Einsatz. Beispiel Auto: Hier sorgen die Radlager für eine Aufnahme und Führung der Achsen. Letztlich geht es an dieser Stelle darum, die wirkenden Radial- und Axialkräfte zu verteilen. Ein modernes Kugellager ist aber nicht gleich Kugellager.

Inzwischen stellt die Industrie verschiedenen Lagertypen her. Im Bereich der Radlager kommen beispielsweise Kegelrollen- und Kugellager zum Einsatz. Der Aufbau eines sogenannten Wälzlagers ist allerdings fast immer ähnlich. In einen Außen- und einen Innenring sind die Rollkörper eingefasst. Diese besitzen mit den Ringen jeweils nur eine geringe Auflagefläche. Der Vorteil: Auf diese Weise verringern sich die Reibungskräfte im Lager. Und eine niedrige Reibung bedeutet in der Praxis meist auch einen geringen Verschleiß. Aber: Auch im Segment der Kugellager hat sich das Phänomen Plagiarismus zunehmend verbreitet und gilt mittlerweile als weltweit bekanntes Problem.

Welche Kontrollmechanismen stehen Unternehmen zur Verfügung?

Auf den ersten Blick erscheint der Einsatz gefälschter Kugellager für den Laien alles andere als dramatisch. Aber: Was passiert, wenn Zulieferer der Autobranche Lager aus unlizenzierten Quellen beziehen und diese so in den Warenkreislauf gelangen? Handelt es sich um Radlager, können die Folgen dramatisch sein. Beim Materialversagen drohen Verkehrsunfälle, die Leben kosten. Noch gravierender die Situation bei im Schienenverkehr verwendeten Lagern.

Kugellagerkauf Tipps

Wenn Unternehmen einige Grundregeln beachten, können Sie beim Kauf von Kugellagern zumindest größtenteils das Risiko ausschließen, billige und minderwertige Fälschungen zu erwerben. Eine solche Verwendung kann für Firmen mitunter sehr negative Folgen haben.(Foto: minthu (CC0-Lizenz)/ pixabay.com)

 

Aber selbst, wenn die minderwertigen Lager in unsensiblen Bereichen verwendet werden – sobald Maschinen stehen, kommt es zu Ausfällen, die Unternehmen Geld kosten. Die Frage stellt sich, wie Betriebe sich schützen können?

Ein wachsendes Problem besteht in der Tatsache, dass Plagiate mittlerweile für den Laien nicht mehr vom Originalprodukt zu unterscheiden sind. Inzwischen gehen die Hersteller dazu über, ihre Produkte mit bestimmten – aus deren Sicht fälschungssicheren – Merkmalen zu versehen. Deren Kenntnis kann Betriebe aber nur bedingt vor den Plagiaten schützen. Grundsätzlich ist es anzuraten, gerade sicherheitsrelevante Bauteile nur über autorisierte Vertriebswege zu beziehen. Allgemein arbeiten die meisten Hersteller in diesem Zusammenhang nur mit bestimmten Vertragspartnern zusammen.

Hersteller aus dem Inland – ein Stück Sicherheit?

In einer Zeit, die von zunehmender Globalisierung – gerade in ökonomischen Fragen – gekennzeichnet ist, werden Bauteile sehr oft dort erworben, wo sie günstig sind. Dies bedeutet, dass Unternehmen Produkte teils aus Fernost beziehen. Ist die „Preisschlacht“ der richtige Weg? Geht es nur darum, so billig wie möglich zu produzieren, können Abstriche bei der Qualität eine Folge sein.

Allein darauf zu setzen, dass Unternehmen aus dem Inland immer die besseren Produkte verkaufen, ist allerdings ein Irrglaube. Gerade wenn es sich hier nur einen reinen Zulieferer und keinen Hersteller handelt, setzt man sich immer einem gewissen Risiko aus. Dieses wird größer, wenn der Lieferant nicht zu den autorisierten Händlern gehört. Aber: Sofern einem Unternehmen aus dem Ausland der Verkauf von gefälschten Lagern nachgewiesen werden kann, sind Forderungen und Rechtsstreits oft schwieriger zu realisieren als im Inland.

An dieser Stelle spricht einiges für Anbieter für industrielle Kugellager aus dem Inland. Hierfür sollte auch der höhere Preis in Kauf genommen werden. Warum kann sich dieser Weg noch rechnen? Vorteile sind:

  • kurze Vertriebswege
  • deutschsprachige Kommunikation
  • zeitnaher Kundenservice
  • schnelle Verfügbarkeit von Nachlieferungen.

Diese Gründe können dafür sprechen, Vertriebspartner/Hersteller aus dem Inland zu bevorzugen, die eine entsprechende Zertifizierung der Händler besitzen. Gerade der Qualitätsaspekt sollte hier eine Rolle spielen und sorgt dafür, dass sich zumindest ansatzweise risikolos Kugellager kaufen lassen.

Fazit: Beim Kugellagerkauf steht Qualität im Mittelpunkt

Kugel- bzw. Wälzlager sind inzwischen aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Mit deren Bedeutung für die verschiedenen Lebensbereiche wachsen die Umsätze, welche Unternehmen hier erzielen können. In den vergangenen Jahren ist das Problem der Marken- und Produktfälschung auch hier in den Mittelpunkt gerückt. Eine Tatsache, die sich beispielsweise am Informationsmaterial renommierter Hersteller ablesen lässt. Der Schaden, den die Fälschungen nach sich ziehen, lässt sich nur schwer quantifizieren.

Allerdings ist angesichts der Stellung, die Kugellager heute einnehmen, eine gewisse Schwere nachvollziehbar. Werden gefälschte Lager beispielsweise in hochsensiblen Bereichen verwendet, kann es durchaus zu Personenschäden und zur Haftung der Anbieterfirma des Produkts kommen. Für Unternehmen ist die Produktfälschung eine Herausforderung. Und dies gilt bei weitem nicht nur für Hersteller. Auch Betriebe, die Lager über Dritte beziehen und in eigenen Produkten verbauen, müssen sich auf deren Qualität zu 100% verlassen können.

Foto: dynamicbearing (CC0-Lizenz)/ pixabay.com

Autor: Dörte Neitzel

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