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Logistik

26.01.2016

Etikettendrucker – Papierarten im Überblick

Drucker gehören heute zur Grundausstattung für jeden Haushalt, der einen PC oder Laptop nutzt. Entsprechend groß ist die Verbreitung der Geräte. Angaben des Statistischen Bundesamts zufolge verfügen drei Viertel der Haushalte  über den klassischen Tinten- oder Laserdrucker. Mit den Geräten, die man in Handel oder Industrie antrifft, ist diese Hardware allerdings nicht zu vergleichen. Eine der hier sehr weit verbreiteten Typen ist der sogenannte Etikettendrucker.

Dabei handelt es sich um einen Drucker, der auf ganz spezielle Aufgaben ausgelegt ist. Etikettendrucker sind in der Lage:

  • Label
  • Etiketten
  • Barcodes oder
  • Namensschilder

auszudrucken. Dabei kommt es nicht primär auf einen Ausdruck in Fotoqualität an. Nutzer dieses Druckertyps stellen an die Geräte ganz andere Anforderungen. Dazu gehören beispielsweise eine hohe Druckgeschwindigkeit sowie ein überschaubarer Wartungsaufwand. Vor dem Hintergrund der besonderen Anforderungen erklärt sich auch, warum die Etikettendrucker in aller Regel nicht mit den bekannten Druckverfahren, sondern oft mit dem Thermotransferdruck arbeiten. Diese Tatsache bringt auch einige Besonderheiten im Hinblick auf das Papier mit.

Strichcode

Etiketten sind heute nicht nur in Ladenlokalen wichtig- vor allem in der Logistik spielen bedarfsgerechte Etiketten eine sehr wichtige Rolle!

 

Thermopapier für Etikettendrucker

Diese Papiersorte hat gegenüber den anderen Papierarten einen großen Vorteil: Es ist für die Anwendung kein Farbband notwendig. Der Grund hierfür ist recht simpel. Das Thermopapier besitzt eine hitzesensitive Seite. Im Thermodruck wird diese an den entsprechenden Stellen aktiviert und eingefärbt.

Prinzipiell eignet sich das Thermopapier für ganz unterschiedliche Anwendungen. Dem Nutzer muss aber klar sein, dass die Langlebigkeit der Ausdrucke starken Einschränkungen unterliegt. Je nach Umgebungsbedingungen kann diese bei wenigen Tagen bis einigen Wochen liegen. Geeignet ist dies daher unter anderem für Versandetiketten in der Logistik oder für Artikelkennzeichnungen mit geplant kurzer Halbwertszeit. Aktuell bahnen sich jedoch nach Informationen der DNR Änderungen an, weil die europäische Chemikalienagentur (ECHA) den Inhaltsstoff Bisphenol A in Thermopapier verbieten möchte.

Transferpapier: Druck haltbarer Etiketten

Im Thermodruck lassen sich mit dem Thermopapier auch ohne Farbband Etiketten usw. herstellen. Wo eine gewisse Haltbarkeit der Druck-Erzeugnisse gefragt ist, ist das Papier nur eingeschränkt praxistauglich. Das fürs Transferverfahren verwendete Transferpapier ist im Vergleich deutlich langlebiger. Allerdings kann es nicht in jedem Etikettendrucker zum Einsatz kommen, da der Druck hier mithilfe eines Farbbands erfolgt.

Prinzipiell lässt sich das Transferpapier für:

  • Artikelkennzeichnungen
  • Adressaufkleber oder
  • Etiketten

verwenden. Durch die Materialeigenschaften ist das Transferpapier relativ universell einsetzbar und heute dementsprechend verbreitet.

PE-Folie: Für besonders beanspruchte Etiketten

Im Handel und in der Logistik müssen Etiketten ganz unterschiedliche Herausforderungen meistern. Das Thermopapier bzw. die etwas robustere Variante Transferpapier stoßen in der Praxis immer wieder an Grenzen. In einigen Anwendungsbereichen ist eine ausgesprochene Robustheit gefragt. Wo Papier nicht mehr eingesetzt werden kann, bietet sich der Griff zu PE-Folie an.

Letztere lässt sich im Transferverfahren mit einem Farbband bedrucken. Wie im Zusammenhang mit dem Transferpapier gilt daher auch hier die Einschränkung, dass das bedruckte Medium PE-Folie nur mit den entsprechend geeigneten Druckern genutzt werden kann. Das Ergebnis ist laut Ident24 ein relativ haltbares Etikett, welches sich beispielsweise für die Kennzeichnung von Artikeln oder in der Lagerwirtschaft einsetzen lässt. Das Bedrucken der Folie kann entweder über ein Carbonband oder eine Thermotransferfolie im Transferverfahren erfolgen.

Polyester-Folie: Für temperaturbeständige Kennzeichnungen

Beobachtet man im Alltag einmal genau, wo überall Artikelkennzeichnungen auftauchen, ist man schnell überrascht. Selbst in Bereichen, die höheren Temperaturen ausgesetzt sind, trifft man auf diese Kennzeichnungen. Für sehr anspruchsvolle Arbeitsbereiche hat die Industrie in den letzten Jahren ein besonderes Druckmedium entwickelt – die Polyester-Folie.

Letztere wird ebenfalls im Transferverfahren – also über ein Farbband oder die Transferfolie – mit Farbe bedruckt. Aufgrund der ausgezeichneten Materialeigenschaften (speziell im Hinblick auf die Widerstandsfähigkeit) eignen sich die bedruckten Medien für den Einsatz in der Herstellung elektronischer Baugruppen oder für Typenschilder.

Autor: Kathrin Irmer

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