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21.10.2016

Sparsame Lebensmittelverpackung im Ressourcenmanagement

Die Lebensmittelindustrie bringt mittlerweile eine Verpackungsbranche hervor, die größtenteils von einem verschwenderischen Umgang mit Ressourcen geprägt ist. Sinnvolle Lösungen sind gefragt, um das Ökosystem zu entlasten.

Verpackungsmaterial im Lebensmittelsektor muss hohen Erwartungen gerecht werden. In erster Linie müssen Verpackungen Lebensmittel vor Feuchtigkeit, Fremdkörpern und Mikroorganismen schützen, um die Qualität zu sichern. Gleichzeitig muss sie das Transportieren von Waren ermöglichen. Stabilität ist daher ein wesentlicher Faktor. Zudem muss Verpackungsmaterial für den Menschen unbedenklich sein, alle nötigen Informationen für den Verbraucher vermitteln und den Zugang zum Inhalt erleichtern. Denn egal ob Joghurtbecher, Wurstverpackung oder Kunststoffflasche: Eine Verpackung wird vom Konsumenten nur dann angenommen, wenn sie die Handhabung komfortabel macht. Ein für die Umwelt zentraler Aspekt wurde von der Industrie leider viel zu lang vernachlässigt: Die Nachhaltigkeit. Recyclebare Lösungen waren häufig gar kein Thema. Doch langsam werden die Ressourcen knapp und Verbraucher fordern vermehrt umweltfreundliche Alternative, weil sie mit ihrem Konsum etwas bewegen möchten.

Nachhaltigkeit immer entscheidender

Wie das Umweltbundesamt online bestätigt, kamen 2014 allein in Deutschland über 17 Millionen Tonnen Verpackungsabfälle zusammen (siehe Grafik). Ein Höchstwert, der auf die modernen Lebensbedingungen zurückzuführen ist. Doch immerhin: „71,4 Prozent (%) der Verpackungsabfälle gingen in das Recycling. Insgesamt wurden 97,6 % der Verpackungsabfälle verwertet“, so das Umweltbundesamt. Wie die Studie 2012 Survey of Future Packaging Trends, die von Packaging World magazine und DuPont Packaging & Industrial Polymers durchgeführt wurde, zeigt, soll der Anteil an Unternehmen, die dem Nachhaltigkeitsthema Bedeutung einräumen, bis 2022 auf 53 Prozent steigen. Zum Vergleich: Im Jahr 2012 waren es nur 20 Prozent. Der Öko-Trend hält nun seit einigen Jahren an und verstärkt sich kontinuierlich. Viele Verpackungsspezialisten haben das erkannt und ihre Produktion entsprechend angepasst.

Ja zur Warenpräsentation, Nein zur Verschwendung

Dass Lebensmittelbetriebe gewinnorientiert handeln, ist völlig legitim. Für den Erfolg ist die ansprechende Präsentation der Waren unverzichtbar. Der Kunde muss auf die Lebensmittel aufmerksam gemacht werden. Doch muss das Streben nach Umsatz zwangsläufig mit Ressourcenverschwendung verbunden sein? Nein, muss es nicht. Das beweisen Betriebe, die es sich zur Aufgaben gemacht haben sparsame Lebensmittelverpackungen zu produzieren. Auf dieser Seite präsentiert die SÜDPACK Verpackungen GmbH & Co. KG mit Sitz in Baden-Württemberg nachhaltige Lebensmittelverpackung für Fleisch, Molkereiprodukte und vieles mehr, dessen Herstellung unter ressourcenschonenden und umweltfreundlichen Bedingungen stattfindet. Das Unternehmen investierte beispielsweise in die nachhaltige Foliengeneration Veraplex, welche mit minimaler Foliendicke maximalen Produktschutz gewährleistet. Auch im Bereich industrieller Tests für die Entwicklung weiterer nachhaltiger Verpackungen wird am Materialverbrauch gespart.

Moderne Technologien für mehr Nachhaltigkeit

Die Verpackungsindustrie arbeitet auf Hochtouren, um den hohen Ansprüchen der Konsumenten gerecht zu werden, ohne dabei Ressourcen zu verschwenden. Mit innovativen Methoden sind schon jetzt clevere Alternativen möglich:

  • Aktiv: Um die Verpackung von Lebensmitteln umweltfreundlicher zu machen und gleichzeitig zu garantieren, dass die genießbaren Waren noch länger haltbar bleiben, befinden sich derzeit aktive Verpackungen auf dem Vormarsch. Dabei handelt es sich um Verpackungslösungen, welche mit Lebensmitteln interagieren. Um zum Beispiel den Verderb hinauszuzögern, werden die Materialien so konzipiert, dass das von Lebensmitteln verursachte Gas aufgefangen wird. Derartige Sauerstofffänger tragen außerdem zur Geschmackskonservierung bei und machen Zusatzstoffe oder Konservierungsstoffe unnötig. Ein Fortschritt, der sowohl Umwelt als auch Gesundheit schont.
  • Intelligent: Nicht weniger vorteilhaft, sind intelligente Verpackungen, weil sie die Qualität des Inhalts überwachen und dem Verbraucher Informationen dazu anzeigen. Ist ein Produkt verdorben, weist eine Verpackung zum Beispiel durch Veränderungen der Farbe an bestimmten Flächen darauf hin. Damit kann zum einen verhindert werden, dass Konsumenten bedenkliche Produkte verzehren, zum anderen lässt sich die unnötige Entsorgung von einwandfreien Inhalten vermeiden.

Verpackungsbetriebe sind gefordert nicht nur die Verpackungsmaterialien zu reduzieren. Auch alle mit der Herstellung in Verbindung stehenden Prozesse müssen ökologisch sinnvoll sein. Kunststoffverpackungen galten lange als umweltschädlich. Zwischenzeitlich hat sich jedoch herausgestellt, dass Alternativen aus Papier oder Glas nicht unbedingt besser sein müssen. Was den Wasserverbrauch angeht, sind Materialien wie Polyethylen sogar sparsamer. Die folgende Tabelle verdeutlicht die Unterschiede:

Wasserverbrauch für

1 kg Recyclingpapier

Wasserverbrauch für

1 kg Polyethylen

100 Liter 1 Liter

 

Diese Gegenüberstellung entspricht den industriellen Tatsachen und verdeutlicht, dass der Auswahl ressourcenschonender Materialien höchste Aufmerksamkeit geschenkt werden muss. Die Entscheidung ist umfassender als vermutet. Hinzu kommt, dass es nicht nur von der Herstellung abhängt, ob Verpackungen nachhaltig sind oder nicht. Auch das Konsumentenverhalten ist elementar. Werden Kunststoffverpackungen unsachgemäß entsorgt und nicht dem Recyclingkreislauf zugeführt, leidet das Ökosystem gleichermaßen. Der Schlüssel zum sinnvollen Verpacken liegt daher in einer Kombination aus ökologisch orientierter Industrie und verantwortungsvollem Verbraucherverhalten.

Autor: Kathrin Irmer

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