| von Dörte Neitzel
Aktualisiert am: 21. Nov. 2019

Wer sich ein sparsames Auto kaufen und damit auch in den nächsten Jahren sicher in die Innenstädte fahren will, sollte nach Benzin-Hybrid- und Erdgasfahrzeugen sowie kleinen, effizienten Benzinern Ausschau halten. Von Dieselfahrzeugen sowie Benzinern mit Direkteinspritzung ohne Partikelfilter rät der ökologische Verkehrsclub VCD in seiner Auto-Umweltliste 2017/2018 dringend ab.

Positivliste mit 34 empfehlenswerten Autos

Die Liste enthält 34 Pkw, davon sechs Benzin-Elektro-Hybride, fünf Erdgas-Pkw, 13 Benziner und zehn Elektroautos. Alle vorgestellten Autos verbrauchen nicht nur im Labor, sondern auch auf der Straße vergleichsweise wenig Kraftstoff und Energie.

Zu den empfehlenswerten Autos zählt der VCD Benzin-Hybride wie den Toyota Prius Hybrid. Dieser ist inzwischen in der vierten Generation unterwegs und bewährt sich in vielen Städten als sparsames und zuverlässiges Taxi. Auch Erdgasmodelle wie der VW eco up! sind zu empfehlen. Eine gute Wahl sind zudem effiziente Benziner ohne Direkteinspritzung wie der Citroen C1 VTi 68 Stop&Start. Elektroautos wie der BMW i3 sind besonders für Fahrzeugflotten und Pendler geeignet. Die vier genannten Fahrzeuge stehen stellvertretend für die vom VCD empfohlenen Antriebe.

Diesel und Benziner ohne Partikelfilter zu schmutzig

Dieselfahrzeuge kann der VCD nicht empfehlen, da kaum ein Autohersteller belegen konnte, dass die Stickoxid-Grenzwerte seiner Pkw auch auf der Straße eingehalten werden. Die einzige Ausnahme, der Mercedes E 220d, wurde nicht in die VCD Auto-Umweltliste aufgenommen, da er zu viel Sprit verbraucht und vor Fahrverboten nicht völlig sicher ist. Auch direkteinspritzende Benziner sind nicht in der Liste enthalten, da sie noch keinen Partikelfilter haben und deshalb eine hohe Zahl ultrafeiner und besonders gesundheitsschädlicher Partikel ausstoßen.

Autohersteller mauern bei Straßen-Verbräuchen

Der VCD hatte für die diesjährige Auto-Umweltliste bei den Herstellern Angaben zu realistischen Verbräuchen und Emissionen ihrer Pkw abgefragt. Die Autokonzerne sollten neben den offiziellen Angaben, die aus einem Labortest im Neuen Europäischen Fahrzyklus (NEFZ) stammen, auch Daten aus Straßenmessungen liefern – insbesondere aus RDE-Messungen (Real Driving Emissions). Die Hersteller müssen seit April 2016 neue Modelle auch Straßentests unterziehen. Dennoch gaben viele Autokonzerne an, die Daten aus den realistischen Messungen nicht liefern zu können.

Um für die in der VCD Auto-Umweltliste 2017 /2018 empfohlenen Fahrzeuge realistische Angaben machen zu können, griffen die VCD-Autoexperten zusätzlich auf unabhängige Quellen wie das Online-Tool spritmonitor.de oder das Emissions-Kontroll-Institut zurück. Alle Fahrzeuge in der Liste stoßen auf der Straße nicht mehr als 150 Gramm CO2/km aus.

Die Liste stellt kein Ranking dar, die Autos sind in ihre Kategorien eingeteilt (Benzin-Hybride, Erdgas, Benziner mit Partikelfilter, Elektroautos) und innerhalb dieser alphabetisch sortiert.