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27.02.2018

Maschinen- und Anlagenbau: Gehälter im Einkauf unfair verteilt

Frauen verdienen im Einkauf  im Maschinen- und Anlagenbau immer noch 11% weniger als Ihre männlichen Kollegen. Das ergab der aktuelle Gehaltsreport der Kloepfel Group und “Wer liefert was?”

86% der Einkäufer im Teilnehmerfeld sind männlich; nur 14% sind weiblich. Nur jede zehnte Einkaufsleitung wird mit einer Frau besetzt. Grundsätzlich verdienen männliche Einkaufsmanager auch dieses Jahr mehr als ihre Kolleginnen. Während Einkäuferinnen durchschnittlich 54.695 Euro verdienen, erhalten Einkäufer 61.367 Euro.

„Die Gehaltsunterschiede zwischen Frauen und Männern in vielen Bereichen der Wirtschaft, sind auch im Einkauf deutlich zu spüren und haben sich mit Blick auf die letzten Jahre in keiner Weise gebessert. Hier sind neben der Politik auch die Unternehmer und Verbände gefordert, diese Ungleichheiten abzuschaffen“, stellt Philipp Heymann, Geschäftsführer von Kloepfel Recruiting, fest.

Bezahlung nach Leistung – Innovationsbeiträge zu wenig wertgeschätzt

Sowohl bei den Einkäufern (33%) als auch bei den Einkaufsleitern (30%) wird die Einkaufsleistung überwiegend an den Einsparungen gemessen. Auf dem zweiten Platz folgt die Liefertermintreue mit 24% bei den Einkäufern und 25% bei den Einkaufsleitern. 14% der Einkäufer und 16% der Einkaufsleiter werden an möglichst niedrigen Reklamationsquoten der eingekauften Waren und Dienstleistungen gemessen. Nur bei rund jedem zehnten Einkäufer und Einkaufsleiter werden Innovationen finanziell honoriert. Einkäufer die an Einsparungen gemessen werden, erhalten 60.123 Euro und Einkaufsleiter erhalten in dieser Kategorie 78.535 Euro.

„Diese Zahlen sind insofern erschreckend, als dass der Einkauf mit seinen zahlreichen Schnittstellen im Unternehmen und mit den Lieferanten im Rahmen der Digitalen Transformation große Chancen hat, als Innovator eine Schlüsselrolle zu besetzen. Viele Umfragen belegen, dass der Einkauf 4.0 für die Unternehmen als Innovationsmotor und Prozessoptimierer gegenüber dem Kostendrücker an Bedeutung gewinnt“, sagt Sebastian Thelen, Geschäftsführer von Kloepfel Digital Transformation.

Erfahrene sind Top-Verdiener

Sowohl bei den Einkäufern als auch bei den Einkaufsleitern verdienen diejenigen mit hoher Berufserfahrung das höchste Gehalt. Somit erhalten Einkäufer mit 25-30 Jahren Berufserfahrung 73.113 Euro, Einkaufsleiter mit über 30 Jahren Erfahrung sogar 87.500 Euro.

Einkäufer, die 5 Jahre oder weniger Berufserfahrung vorweisen können, erhalten 45.193 Euro. Mit 15-20 Jahren Berufserfahrung erhält ein Einkaufsleiter bereits 76.908 Euro.

Gehalt nach Ausbildungsgrad – Mehrfache Graduierung wertvoll

Ganze 30% der Einkäufer haben lediglich eine Ausbildung abgeschlossen. Bei den Einkaufsleitern ist es mit 40% der Großteil. Jeder dritte Einkäufer und jeder zehnte Einkaufsleiter hat nur ein Studium absolviert. Eine Ausbildung und ein Studium haben von den befragten Einkäufern 38% und von den Einkaufsleitern 39% hinter sich. Nur 3% der Einkäufer und 8% der Einkaufsleiter haben mehrfach graduiert.

Und eben diese mehrfach Graduierten zählen mit 63.100 Euro bei Einkäufern und 82.212 Euro bei Einkaufsleitern zu den Top-Verdienern unter den befragten EinkaufsmanagerInnen. Am wenigsten verdienen diejenigen Befragten, die eine Ausbildung abgeschlossen haben, sie kommen auf ein Gehalt von 54.591 Euro bei Einkäufern und 65.387 Euro bei Einkaufsleitern.

(Bilder: Khongtham-Shutterstock.com)

 

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